Anmeldung zur Frühlingspost 2019

Neulich tanzten noch Schneeflocken vor unseren Fenstern und nun freuen wir uns, dass die Tage wieder länger werden. Ein bisschen Sonnenbaden konnten wir bereits am Wochenende, doch bis zur verbindlich wärmeren Jahreszeit dauert es noch ein Weilchen. Wir haben also Sehnsucht nach Sonne und Farbe? Können wir alles schon haben! Zumindest auf Papier:

Brieffreundschaft: Zarte Kleisterpapier-Post

Brief-Set und Papeterie in Frühlingspastell

Wir möchten den Frühling »eintüten« und uns frische Vorräte für die Korrespondenz zulegen. Mit der Kleisterpapier-Technik gestalten wir Papiere, aus denen jede Teilnehmerin Briefumschläge und Kärtchen konstruiert. Zaubert euch Blumenwiesen in feuchten Kleister und Farbe, mustert das Frühlings-Sprießen und drückt Lebenslinien und Sonnenstrahlen auf die Bögen. Schneidet, faltet und klebt daraus Umschläge und Karten in eurem Lieblingsformat. Damit unser Brief-Set am Ende schön harmoniert, tauchen wir zusammen ein in die frühlingszarte Pastell-Farbwelt. Wenn unsere Umschläge aufeinander treffen, wird es sicher ein optisches Zusammenspiel!

Jede verschickt an jede auf ihrer Liste ein unbeschriftetes Set mit 3 Umschläge und 3 Klappkarten, so dass sie am Ende eine schöne, hochwertige Ausstattung zum Weiterverschicken hat. Zur Pflege der Brieffreundschaft. Wäre es nicht schön, du hättest immer eine schöne Karte und ein Couvert zur Hand, wenn jemand Geburtstag hat? Und wie wäre es, du bist allzeit bereit, jemanden spontan wunderschöne Grüße zu schenken?

Die Idee folgt unserer Beobachtung, dass die Post und Kommunikation unserer Aktionen immer freundlicher und umfangreicher werden. Wir stellen uns vor, dass wir unsere Briefumschläge, Kärtchen & co in eine schmuckvolle Kiste legen (die sich jeder zur Finissage selbst gestalten kann), um fortan ein kleines Startpaket für allerlei Ereignisse des Alltags zu haben. Ihr könnt dies privat weiterführen, wenn ihr wollt. Arbeitet eure Briefkiste aus und füllt sie immer wieder mit eigenen Kreationen.

Diese Aktion eignet sich wunderbar, um den persönlichen Flow auszuleben. Daher gibt es in dieser Postkunst-Aktion etwas Neues: wir führen die Kategorie »optional« ein. Denn wir möchten euch einladen, optional Brief-Accessoires zu gestalten und den Post-Kunst-Briefen beizulegen. Etiketten, Kärtchen, Papierchen! Lasst euch auch von unseren Inspirations-Links leiten. Ob und wie viel ihr macht, sei eurer Lust und Möglichkeit überlassen.

Das Prinzip
9 Teilnehmer gestalten 9 x 3 Briefumschläge und 9 x 3 Klappkarten und senden 8 Sets davon am Tag X per Post an die anderen Teilnehmerinnen des Projektes. So hat am Ende jede 27 Brief-Sets.

Projektdaten
Format: frei
Technik: Kleisterpapier
Farbe: Pastell
Material: frei
Umfang: 27 Umschläge, 27 Klappkarten (unbeschriftet!), optionale Beigaben
Porto: 8 x 0,85 Euro (bis 50g); 8 x 1,45 Euro (bis 500g)
(je nach Aufwand, kann sich durch Teilnehmer aus dem Ausland erhöhen)

Zeitrahmen
Anmeldung: 18. bis 24.2.2019
Listen verschicken bis: 3.3.2019
Start: 18.3.2019

Inspiration
Umschläge, Schachteln #moldedeenvelpoezoopress (instagram)
Papeterie #moldedetagzoopress (instagram)
#kleisterpapier (instagram)
#pastepaper (instagram)
Buntpapierfabrik, Christine Wenger
Buntpapiermanufaktur (instagram)

buntpapier.eu (Die Buntpapier-Manufaktur)
Anleitung Kleisterpapier nach Müllerin Art (Blog Post Mustermittwoch)
Christina Hajosy, Künstlerin (youtube)
Pastell auf pinterest

 

 

Rückblick und Vorausblick

Heute ist Freu-Tag!

Wenn wir auf das letzte Jahr zurückblicken, ist sehr viel passiert im Post-Kunst-Werk. Der Blog ist DSGVO-freundlich zu WordPress umgezogen und wir haben ein Unterstützerinnen-Modul eingerichtet. Nach etwas mehr als einem Jahr bei Steady, haben wir unser Wunschziel (monatlich 300,00 Euro einzunehmen) zu 98% erreicht. Nachdem wir letzte Woche 25 Danke-Post-Karten und -Briefe zur Post gebracht haben, liegen schon drei neue Anmeldungen auf unserem Tisch. 66 Post-Künstlerinnen zählen nun zum inneren Kern und erhalten heute unseren ersten Rundbrief. Einen besonderen Rundbrief mit Frühlingsgrüßen. Aus dem Teaser ist nun eine Komplettvorausschau geworden und wir sind gespannt, wie ihr reagiert und ob ihr euch genau so auf die kommende Saison freut, wie wir.

Herzliche Grüße aus der Winterpause
Michaela und Tabea


Brieffreundschaften

Herzlich willkommen im Jahre 2019! Es wird ein Postkunstjahr! Nach einer kleinen Ruhepause bei uns soll es nun weitergehen. Viel ist geschehen und viel liegt vor uns! Obwohl die Adventspost nun verklungen ist, unsere Briefkästen im verdienten Urlaub sind, sieht man hi und da auf Instagram noch Postkarten aus unserer letzten Postkunstaktion. Das ist schön! Auch unsere Linkliste ist reichlich gefüllt. Wer mag, setzt seinen Link noch hinzu.

Tabea: Bei dieser Postkunst war besonders die Verbindung und Kommunikation innerhalb der Gruppen erfreulich. Es fand sehr viel persönlicher Austausch per Mail und auf den Karten statt. So ein Wir-Gefühl ist nicht konstruierbar, nicht mal als logische Folge eines kreativen Briefwechsels. Das Post-Kunst-Werk möchte Wirkungsraum und Möglichkeit geben, erfüllen und beleben können es nur die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Danke und welch Glück: Es ist wahre Brieffreundschaft aus uns geworden! Wie siehst du das Michaela?

Michaela: Oh ja, das ist so, bei der diesjährigen Adventspost mehr denn je. Aber zunächst einmal auch von mir ein frohes neues Postkunstjahr, darf man das Mitte Januar noch wünschen? Aber sicher! Brieffreundschaft, schönes altmodisches Wort, aber genauso habe ich das empfunden im vergangenen Dezember. Multimediale Brieffreundschaft auf allen Kanälen. So viel begleitende Mails innerhalb der Gruppen, Dank, Rückmeldungen und Begeisterung hatten wir noch nie. Ich hoffe, es war für euch alle O.K., dass Tabea und ich uns in eure Kommunikation in den Gruppen so gar nicht eingemischt haben. Wir fanden es einfach schön, von außen zuzuschauen und zu lesen, wie ihr euch gegenseitig näher kommt und begeistert.

Tabea: Neben der vielen Sonderpostkarten im Adventpost-Style, erreichten uns auch einige sehr individuelle Extra-Sonderpöste. Es gab handgemachte Seife, Karten im Umschlag mit kleinen Extrawünschen und Beigaben. Und dieser liebevoll kalligrafierter Briefumschlag von Maike (@fraugaebel.de). Ich weiß nicht, ob mir jemand meinen Namen schon mal so schön geschrieben hat. Vielen Dank liebe Maike! Als ich den Umschlag öffnete, bin ich fast umgefallen vor Freude und Verwunderung. Doch seht selbst, ihr erkennt ihn sicher alle sofort wieder:

Michaela: Ja, von Maike habe ich auch so tolle Post bekommen, mir hat sie mein neues Logo als Stempel geschnitzt, unglaublich toll!
Das perfekte Weihnachtsgeschenk.

Michaela: Aber nochmal zurück zur Adventspost. Mark Making war eine Herausforderung und ein großartiges Thema, das ein sehr einheitliches Gesamtergebnis geschafft hat. Alle Karten passen und fügen sich zusammen. Bei mir hängt noch eine übervolle Wand in schwarz-weiß in der Küche, ein bisschen darf sie noch hängenbleiben. Obwohl meine Familie diesmal nicht so begeistert war wie alle Teilnehmerinnen. Ihnen war die Aktion einfach zu schwarz, vielleicht liegt das auch einfach an der puren Masse an Post, die bei uns angekommen ist.
Ein genaues Konzept, was ich mit den Karten mache, habe ich noch gar nicht, und du? Zwischendurch hatte ich die Idee, aus meinen Reststücken des bemalten Stoffes, aus dem ich meine Karten gemacht habe, eine Tasche zu nähen und darin die Karten aufzuheben.

Tabea: Also meine neue Präsentations-Fensterbank im Atelier gefällt mir so sehr, dass ich sie nun extra für die Postkunst dauerreserviere. Warum sollte ich meine Karten abräumen? Als ich sie gerade mal kurz alle in die Hand nahm, um ein Gruppenfoto zu machen, fand ich den Anblick der leeren Fensterbank so untragbar, dass ich die Karten schnell wieder dort abgelegt habe.

Mir erging es ganz anders als deiner Familie, ich glaube, ich bin gerade so richtig angekommen im Schwarz-Weiß Spektrum. Besonders die dunklen Werke haben es mir positiv angetan. Schwarz gehörte bisher nicht zu meiner persönlichen Farpalette. Das hat sich mit dieser Aktion geändert. Und ich frage mich, warum erst jetzt ;o) Ein Blick in meine Postkunst-Vitrine zeigt ein sehr buntes Bild. Schon recht voll, gell! Dabei ist längst nicht alles drin.

Michaela: In meinem neuen Studio werde ich auch eine Post-Kunst-Präsentations-Ecke einrichten. Muss mal schauen, wie ich das mache. Deine Vitrine ist ja unschlagbar, sowas müsste ich noch auftreiben. Dann braucht meine Familie sich auch nicht mehr beschweren, dafür ist alles für meine Workshop-Teilnehmerinnen, die ja auch oft Postkünstlerinnen sind, sichtbar. Also wird mein Studio eine Post-Kunst-Galerie, genau das ist doch die Idee!

Und jetzt? Nach der Postkunst ist vor der Postkunst. Es kam schon öfters die Frage nach der Frühlingspost auf. Natürlich geht es bald weiter, wir arbeiten im Hintergrund an neuen Ideen und Konzepten und werden sie euch rechtzeitig mitteilen und schmackhaft machen, keine Sorge. Wenn ihr uns auf Steady unterstützt, bekommt ihr die drei Start-Termine für alle Aktionen des Jahres schon im Januar, wie versprochen.

Tabea: Genau! Ich freue mich schon! Lass uns gleich loslegen Michaela ;o)
Liebe Grüße an euch alle und bis demnächst mit mehr …

 

Kreative Lektüre – Das Wesen der Pflanze von Helen & William Bynum

»Das Wesen der Pflanze – Botanische Skizzenbücher aus sechs Jahrhunderten« von Helen & William Bynum ist im Frühjahr 2018 im Haupt Verlag erschienen: 296 Seiten • 275 Farbillustrationen • ca. 27 x 21 cm • 49,00 Euro


»Was du nicht gezeichnet hast, hast du nicht gesehen.« Seite 10


Ich liebe Skizzenbücher, denn mit diesen erhält man einen guten Eindruck von persönlichen Zeichenstilen. Zudem hat die Skizze für mich schon immer etwas Besonderes an sich. Sie interessiert mich viel mehr, als das fertige Werk. Skizzen sind dynamisch und lebendig, sie haben Duktus. Kennt ihr das, dass besonders die ersten Entwürfe und Skizzen einer Idee besonders kraftvoll und intensiv sind?

So wusste ich gleich, dass mich dieses Buch, welches im Frühjahr erschien, begeistern könnte. Ich bekundete mein Interesse beim Haupt Verlag und eines Tages lag ein großes, schweres, hochwertiges Buch in meinem Briefkasten. Schon beim ersten Blättern, zwischen all den Blumen, war klar: JA – ein wunderbares Buch! Liebevoll gestaltet und produziert, reich an Illustrationen, gut gegliederter Text, übersichtliche Kapitel, eine ausgetüftelte Typografie, die ganz leicht daherkommt. Ein Buch, in das ich gern meine Nase stecke.


»John James lenkte sich durch das Zeichnen ab, als er von Piraten gefangen wurde.« Seite 258


Besonders gut gelungen sind die Abbildungen der Skizzenbücher, Notizhefte und Zettel mit den botanischen Zeichnungen. Die dargestellten Bücher werden samt der floralen Schätzen als Objekt dargestellt, so dass der Leser einen guten Eindruck der einzelnen Werke erhält. Handelt es sich um Bücher, um lose Blättersammlungen oder liebevoll zusammengeklebte Collagen? Die Beschaffenheit der vergilbten Papiere, Risse, Flecken und Flicken spricht für sich. Die Zeichnungen wurden gebraucht, kamen mit auf Reise, in den Garten, auf den Spaziergang und in den Hörsaal.

Die Arbeiten werden vom 15. bis zum 20. Jahrhundert chronologisch präsentiert. Lange Zeit hatten botanische Zeichnungen (jenseits der Fotografie) die Funktion, das Gesehene und Entdeckte festzuhalten und im Detail zu erfassen, sei es aus künstlerischen oder wissenschaftlichen Gründen. Oder auch aus Freude am Zeichnen, zum Sammeln und Austauschen. Es gab noch viel zu entdecken und in den Buchläden waren erschwingliche und reichbebilderte Fachbücher noch nicht vorhanden.

Im Vorwort habe ich gelernt, woher der Begriff »Skizze« stammt. Unfassbar modern, ihr würdet euch wundern, wie nah diese Deutung am heutigen Mainstream liegt. Man könnte meinen, hier werden Visual Thinking und Mark Making beschrieben. Auch erfahren wir, was die botanische Skizze ausmacht und das es in diesem Buch um die Vielfalt der darstellerischen Möglichkeiten geht. Die Arbeiten berichten vom Duktus und Können der jeweiligen Zeichner. Von spontanen und leichtfüßigen Skizzen bis zu detaillierten und sehr aufwendigen Arbeiten, ist alles dabei. Die Werke nehme sehr viel Raum ein, sie stehen in diesem Buch im Vordergrund. Die Urheber (bekannte Künstler, Hobbyzeichner, Wissenschaftler, Amateure und Abenteurer) werden stets im engen Zusammenhang mit ihrem zeichnerischen Werk vorgestellt.


»Therese förderte das Talent der Söhne, indem sie sie die Werke des Vaters kopieren ließ.« Seite 146


Vier große Kapitel (Im Feld, Wissenschaftler, Künstler, Ein angenehmer Zeitvertreib) gliedern das Buch und viele Unterkapitel gehen weiter in die Tiefe. Die Sortierung leuchtet ein, so erfahren wir zum Beispiel im ersten Kapitel »Im Feld« etwas über Abenteurer, Sammler, Botanik als Nebentätigkeit und Im Auftrag der Macht. Pro Kapitel werden ca. 7 Schaffende aus unterschiedlichen Jahrhunderten vorgestellt. Visuell unterstützt wird diese Gliederung durch eine übersichtliche Gestaltung. Schrift und Farbe helfen sich beim Blättern zu orientieren (das Buch ist immerhin ein Wälzer). Ein lebender Kolumnentitel (Links neben der Seitenzahl steht der Name des übergeordneten Kapitels, auf der rechten Seite steht das Unterkapitel) dient uns als Kompass und grüne Kapitel-Auftakt-Seiten setzen Akzente.

Wer Interesse an Handschriften hat, wird sich sehr über die persönlichen Notizen und Beschriftungen freuen, die viele Zeichnungen bereichern. Sie sind mit Bleistift oder Tusche, manchmal mit Schreibmaschine, tagebuchartig neben den Pflanzenzeichnungen platziert. Die Handschriften stehen kreuz und quer, vereinzelt oder im Fluss – immer ästhetisch und eigen. Sicher wurden die Blätter teilweise nach und nach ergänzt, dann auch mit verschiedenen Schreibgeräten. Diese Nichtperfektion macht den Reiz und die Schönheit der Arbeiten aus. Das Entdecken und Erforschen fand Stück für Stück statt und die Zeichnung erzählt von dieser Herangehensweise.

Die Handschriften geben nicht nur Aufschluss über Pflanzennamen, Pflanzenteile, Fundort und Zeit, sondern beschreiben oft auch den Zustand der Pflanze in verschiedenen Jahreszeiten oder Wetterlagen. Manch ein Zeichner geht sogar so gründlich vor, dass er die Pflanze in kurzen Zeitabständen, nach dem Erblühen bis zum schnellen Verwelken in Wort und Bild darstellt. Schön sind die aufschlussreichen Fußnoten der Illustrationen und die kurzweiligen Biografien. Jedem Künstler, Wissenschaftler, Abenteurer wurden je zwei Doppelseiten gewidmet. Diese Biografien (einseitig) sind sehr spannend geschrieben und es ist überraschend, wie viele unterschiedliche Lebensgeschichten zur Lust und Notwendigkeit des Zeichnens führten.

Diese wunderschöne Zeichnung (s. oben) ist von William Burchell. Mein Gestaltungslehre Lehrer sagte früher gern »Das ist ein schönes Blatt!« als höchstes Lob, wenn auf jenem Blatt alles Gute zusammenkam. Eine ausgeglichene Verteilung, persönliche Spuren, Narration, Beschriftung und Inhalt, bzw. die visuelle Lösung der gestellten Aufgabe. Kurz: Eine optisch runde Geschichte. Da geht es nicht nur um Sauberkeit und perfektes Handwerk, sondern darum, ob dieses Blatt in Ganzem zu einem spricht. Dieses Buch dokumentiert mit Flecken, unterschiedlichen Papierfarben, das Durchschimmern von Rückseiten, Klebestellen, Rückständen durch Archivierungsmethoden, Handschriften mit Charakter und Spuren von Alter.


»Colonna beschloss, die Pflanzen, mit denen seine Krankheit behandelt wurde, exakt zu bestimmen, denn er glaubte, dieses Wissen sei verloren gegangen.« Seite 127


Nun könnte ich noch stundenlang aus dem Nähkästchen plaudern, allein dass sich William Burchell in Afrika seinen Reisewagen in ein Atelier umbauen ließ oder Richard Dreyer, der bereits gedruckte und nicht illustrierte Pflanzenbücher mit komplexen, botanisch korrekten Zeichnungen (s. unten) versah. Verrückt und wunderschön! Erwähnen möchte ich noch, dass auch einige Frauen vertreten sind. Zum Beispiel Helen Faulkner, die ihre Pflanzen an Orten sammelte, die auf keiner Karte verzeichnet waren, daher beschrieb sie den Weg dorthin und ließ sich noch im Alter von 88 Jahren von Lastwagenfahrern mitnehmen, um Pflanzen sammeln zu können.

Doch lest selbst ;o) Es gibt in diesem Buch über 80 solcher Lebensgeschichten!

Also ein Buch für Menschen, die Bücher lieben und sich an Lebensgeschichten erfreuen, die mit dem Zeichnen, Dokumentieren und Forschen rund um das Florale verknüpft sind. Eine »Kreative Lektüre« zum Genießen und Zurücklehnen. Für aktive Zeichner und Zeichnerinnen sicher auch eine Möglichkeit mal wieder über die eigene Arbeit nachzudenken. Rückblicke in eigener Sache sind interessant, was könnte ich wieder aufgreifen, vertiefen oder sogar als künstlerisches Projekt weiterspinnen, veröffentlichen, teilen? Setzt eure persönliche Handschrift ein! Die unterschiedlichen Zeichenstile im Buch, verdeutlichen etwas, was in Instagram Zeiten (perfektioniertes Handwerk und Lifestyle) aus dem Blick geraten kann, nämlich dem eigenen Stil und Thema mutig Raum und Entfaltung zu lassen, unabhängig davon, ob dies viele Herzchen oder Follower bringt.

Im Falle, ihr denkt nun, ach die Tabea ist leicht zu begeistern, die ist ja immer so Feuer und Flamme über jedes Buch – nein, so ist das nicht. In »Kreative Lektüre« dürfen nur ganz besonders Bücher Platz nehmen. Es handelt sich um Bücher, bei denen mir auch nicht die geringste Idee einer Verbesserung einfällt. Hier stimmt alles: Thema, Form, Gestaltung, Haptik und schließlich dir Möglichkeit an diesem Buch zu wachsen. Also kurz: Dies ist ein besonders Buch und ich kann es sehr empfehlen! Legt es unter den Weihnachtsbaum! Ich lege es zu seinesgleichen in mein Regal:


Wie das Buch zu mir fand: Ich bekundete mein Interesse beim Haupt Verlag über das Buch zu berichten – unter anderem mit einem Herzchen auf Instagram. Und ein paar Tage später lag es in meinem Briefkasten. Vielen Dank!

Mark-Making im Art-Laboratorium

Habt ihr schon gesehen, was Sabine und Katrin gestartet haben?
Das Art-Laboratorium, eine kreative Plattform mit Onlinekursen, Download-Kits für Collagen und vielem mehr. Demnächst stellen wir das ganze Projekt nochmal ausführlich vor.
Wir freuen uns sehr, dass die beiden so aktiv sind und direkt mit einem Inspirationsvideo für unsere Adventspost gestartet sind. Schaut mal hier und kleckst mit:

* unbezahlte Werbung für eine ganz tolle Sache!