Willkommen im Frühling

Tabea: Der Holunder hat ausgetrieben! Unfassbar, welch Wunder: echte, zarte, grüne Blätter! Geht es euch auch so, dass ihr jedes noch so kleines Lebenszeichen besingt? Die Natur ist schlau und hat einen eigenen Rhythmus mit Pausen und Zeiten des Zurückziehens. So machen wir es mit der Postkunst auch, das haben wir uns direkt beim Jahreszeitenmanager abgeguckt, nicht wahr Michaela? Wir nutzen die graue, triste, karge Winterbühne für unser frühlingshaftes Erblühen in den Briefkästen!

Michaela: Oh ja, es geht los. In den letzten Wochen keimte es noch unter der Erde und nun explodiert es bald. Im Garten und im Briefkasten. Die ersten Frühlingspöste sind schon angekommen und die karge Zeit hat ein Ende. Schön zu sehen, wie es überall bunt wird! Ich selbst hatte an den Karnevalstagen etwas Zeit mich in die Technik einzuarbeiten, aber fertig bin ich noch lange nicht. Immerhin weiß ich jetzt, wie ich arbeiten will.

Tabea: Meine ersten Versuche waren, wie bei vielen anderen auch, viel zu grell und farbintensiv. Jedoch bin ich auf diesem Wege auf eine gute Technik des Umfärbens gestoßen. Ich habe die grundierten Blätter mit Weiß oder Schwarz bestrichen und mit einem Läusekamm wieder freigestreift. Meine Vorstufe war ein selbstgemachter Kamm, der ging auch gut, war aber bei weitem nicht so filigran.

Michaela: So schön zart! Da hat der Läusekamm wirklich einen guten Zweck, auf Kinderköpfen funktioniert er ja eh nicht. Mir juckt es schon wieder auf dem Kopf, wenn ich nur daran denke. Wenn ich deine Bilder sehe, juckt es aber in den Fingern, sofort wieder loszukleistern. Das sollte ich echt gleich machen. Kleister ist noch angerührt. Ich habe übrigens im ersten Versuch einmal mit Speisestärke und einmal mit Tapetenkleister gearbeitet. Im Eifer des Gefechts vermischte sich beides und dann war mehr vom Tapetenkleister übrig, der gut funktionierte. Also mache ich nun auch damit weiter. Mir hat es am besten gefallen, räumliche Strukturen mit Flaschendeckeln zu mustern, da bleibe ich dran.

Tabea: Sieht toll aus! Irgendwie kompliziert im Aufbau und es erinnert mich an 50er Jahre Tischplattenmuster. Michaela, deine niedlichen kleinen Bücher (von denen ich zwei stolz im Regal stehen habe) haben mich inspiriert. Ich habe sogleich meinen Kleisterpapier Fundus ins echte Leben geschickt. So schnell war ich noch nie damit, eine neue Post-Kunst-Technik frei anzuwenden. Ich liebe kleine selbstgebundene Bücher. Was mich bisher oft abgehalten hat, war die aufwendige Bindung und das Einhängen in den Umschlag. Wobei sich bei mir oft herausstellte, dass die Buchdeckel zu schmal bemessen waren. Mit der Möglichkeit die einzelnen Heftchen an den Umschlag zu binden, geht alles viel leichter und es ist absolut förderlich für das Arbeiten aus dem Bauch heraus.

Michaela: Fein, das ist gut, dass ich dich inspirieren konnte. Ich bin in meinen Workshops mittlerweile ganz zu dieser Technik übergangen. Die festen Bucheinbände mit Vorsatzpapier und Heftung auf Bändern sind zu aufwändig und ja, sie passen oft am Ende nicht. Und dann kann man nichts mehr retten. Ich hatte zwar immer alle Materialien vorbereitet und trotzdem wurde jedes Buch unterschiedlich dick. Erfahrungsgemäß hat dann auch kaum eine Kursteilnehmerin je solch ein Buch alleine zuhause gebunden. Aber die Heftung direkt in den Leinenrücken macht man mal eben so.

Tabea: Die Postkunst verbindet eben auch Bücher 🙂

Michaela: In meine Workshops kommen ja immer wieder auch Frauen, die an der Post-Kunst teilnehmen und ich freue mich immer so, wenn diese dann den Ahnungslosen vorschwärmen, wie toll diese Aktionen sind. Ich muss erst immer ganz viel erklären, wie es funktioniert, aber dann sind alle ganz begeistert. Mich selbst begeistert sehr, dass sich mittlerweile lokale Treffen von Postkünstlerinnen ergeben haben. Im Februar gab es eins in Süddeutschland im Wintergartenatelier bei Carmen. Susanne hat davon berichtet. Und jetzt hörte ich von einem Treffen in NRW. Das ist doch so fein, das nicht nur echte Post durch die Gegend reist, sondern in Rahmen der Postkunst auch echte Menschen sich wirklich treffen und mitteinander kreativ sind. Wenn ihr so etwas plant, lasst es uns wissen und erzählt davon auf Instagram und in den Mail-Verteilern euer Gruppen. Vielleicht können wir auch helfen, euch zusammen zu bringen.

Tabea: Ihr trefft euch in NRW? Mein Zuhause. Schade, dass es so weit weg ist. Auf Instagram habe ich mich lose verabredet für ein Treffen in Geringswalde. Ein kleines. Würde mich sehr freuen, es käme zustande! Denn da stimme ich Michaela zu, es macht um so mehr Freude, wenn man sich an einen Tisch setzen kann, zum Austauschen und Kreativ sein. Doch nun laufe ich erstmal zum Briefkasten … und wünsche euch allen viel Freude an der Frühlingspost.


Es kam auch noch die Frage auf, wann die Post zu verschicken ist: In der Woche, die dir zugeteilt ist, sollte deine Post bei den anderen ankommen. Du schickst deine Umschläge alle in einem Schwung los. Das hatten wir doch klar erklärt, oder? Falls nicht, ist es heute vielleicht noch nicht zu spät.

Übrigens wird in dieser Woche auf Instagram schon viel pastellige Frühlingspost gezeigt, aber die Sammelliste hier im Blog füllt sich nur langsam. Bitte verlinkt doch auch gerne eure Instabilder hier.

Die Frühlingspost-Liste

Die Frühlingspost-Adressen-Listen sind verschickt, der Kleister kann angerüht werden.
In diesem Frühjahr machen 113 Brieffreundinnen und unser Quotenmann in 13 Gruppen mit und werden über neun Wochen Brieffreude verschicken.
Noch einmal für alle Neulinge: Vor deinem Namen steht die Kalenderwoche, in der deine Post bei den anderen Teilnehmerinnen ankommen soll. Du verschickst alles auf einmal, behälst ein Brief-Set für dich und bekommst Woche für Woche Post von den anderen deiner Gruppe. Alles klar?
Dann zeig mal, was du schon gekleistert hast, hier in dieser Sammel-Liste und gerne auf Instagram unter #frühlingspost2019


Anmeldung zur Frühlingspost 2019

Neulich tanzten noch Schneeflocken vor unseren Fenstern und nun freuen wir uns, dass die Tage wieder länger werden. Ein bisschen Sonnenbaden konnten wir bereits am Wochenende, doch bis zur verbindlich wärmeren Jahreszeit dauert es noch ein Weilchen. Wir haben also Sehnsucht nach Sonne und Farbe? Können wir alles schon haben! Zumindest auf Papier:

Brieffreundschaft: Zarte Kleisterpapier-Post

Brief-Set und Papeterie in Frühlingspastell

Wir möchten den Frühling »eintüten« und uns frische Vorräte für die Korrespondenz zulegen. Mit der Kleisterpapier-Technik gestalten wir Papiere, aus denen jede Teilnehmerin Briefumschläge und Kärtchen konstruiert. Zaubert euch Blumenwiesen in feuchten Kleister und Farbe, mustert das Frühlings-Sprießen und drückt Lebenslinien und Sonnenstrahlen auf die Bögen. Schneidet, faltet und klebt daraus Umschläge und Karten in eurem Lieblingsformat. Damit unser Brief-Set am Ende schön harmoniert, tauchen wir zusammen ein in die frühlingszarte Pastell-Farbwelt. Wenn unsere Umschläge aufeinander treffen, wird es sicher ein optisches Zusammenspiel!

Jede verschickt an jede auf ihrer Liste ein unbeschriftetes Set mit 3 Umschläge und 3 Klappkarten, so dass sie am Ende eine schöne, hochwertige Ausstattung zum Weiterverschicken hat. Zur Pflege der Brieffreundschaft. Wäre es nicht schön, du hättest immer eine schöne Karte und ein Couvert zur Hand, wenn jemand Geburtstag hat? Und wie wäre es, du bist allzeit bereit, jemanden spontan wunderschöne Grüße zu schenken?

Die Idee folgt unserer Beobachtung, dass die Post und Kommunikation unserer Aktionen immer freundlicher und umfangreicher werden. Wir stellen uns vor, dass wir unsere Briefumschläge, Kärtchen & co in eine schmuckvolle Kiste legen (die sich jeder zur Finissage selbst gestalten kann), um fortan ein kleines Startpaket für allerlei Ereignisse des Alltags zu haben. Ihr könnt dies privat weiterführen, wenn ihr wollt. Arbeitet eure Briefkiste aus und füllt sie immer wieder mit eigenen Kreationen.

Diese Aktion eignet sich wunderbar, um den persönlichen Flow auszuleben. Daher gibt es in dieser Postkunst-Aktion etwas Neues: wir führen die Kategorie »optional« ein. Denn wir möchten euch einladen, optional Brief-Accessoires zu gestalten und den Post-Kunst-Briefen beizulegen. Etiketten, Kärtchen, Papierchen! Lasst euch auch von unseren Inspirations-Links leiten. Ob und wie viel ihr macht, sei eurer Lust und Möglichkeit überlassen.

Das Prinzip
9 Teilnehmer gestalten 9 x 3 Briefumschläge und 9 x 3 Klappkarten und senden 8 Sets davon am Tag X per Post an die anderen Teilnehmerinnen des Projektes. So hat am Ende jede 27 Brief-Sets.

Projektdaten
Format: frei
Technik: Kleisterpapier
Farbe: Pastell
Material: frei
Umfang: 27 Umschläge, 27 Klappkarten (unbeschriftet!), optionale Beigaben
Porto: 8 x 0,85 Euro (bis 50g); 8 x 1,45 Euro (bis 500g)
(je nach Aufwand, kann sich durch Teilnehmer aus dem Ausland erhöhen)

Zeitrahmen
Anmeldung: 18. bis 24.2.2019
Die Anmeldung ist abgeschlossen!
Listen verschicken bis: 3.3.2019
Start: 18.3.2019

Inspiration
Umschläge, Schachteln #moldedeenvelpoezoopress (instagram)
Papeterie #moldedetagzoopress (instagram)
#kleisterpapier (instagram)
#pastepaper (instagram)
Buntpapierfabrik, Christine Wenger
Buntpapiermanufaktur (instagram)

buntpapier.eu (Die Buntpapier-Manufaktur)
Anleitung Kleisterpapier nach Müllerin Art (Blog Post Mustermittwoch)
Christina Hajosy, Künstlerin (youtube)
Pastell auf pinterest

Die Anmeldung ist abgeschlossen!

 

Rückblick und Vorausblick

Heute ist Freu-Tag!

Wenn wir auf das letzte Jahr zurückblicken, ist sehr viel passiert im Post-Kunst-Werk. Der Blog ist DSGVO-freundlich zu WordPress umgezogen und wir haben ein Unterstützerinnen-Modul eingerichtet. Nach etwas mehr als einem Jahr bei Steady, haben wir unser Wunschziel (monatlich 300,00 Euro einzunehmen) zu 98% erreicht. Nachdem wir letzte Woche 25 Danke-Post-Karten und -Briefe zur Post gebracht haben, liegen schon drei neue Anmeldungen auf unserem Tisch. 66 Post-Künstlerinnen zählen nun zum inneren Kern und erhalten heute unseren ersten Rundbrief. Einen besonderen Rundbrief mit Frühlingsgrüßen. Aus dem Teaser ist nun eine Komplettvorausschau geworden und wir sind gespannt, wie ihr reagiert und ob ihr euch genau so auf die kommende Saison freut, wie wir.

Herzliche Grüße aus der Winterpause
Michaela und Tabea


Brieffreundschaften

Herzlich willkommen im Jahre 2019! Es wird ein Postkunstjahr! Nach einer kleinen Ruhepause bei uns soll es nun weitergehen. Viel ist geschehen und viel liegt vor uns! Obwohl die Adventspost nun verklungen ist, unsere Briefkästen im verdienten Urlaub sind, sieht man hi und da auf Instagram noch Postkarten aus unserer letzten Postkunstaktion. Das ist schön! Auch unsere Linkliste ist reichlich gefüllt. Wer mag, setzt seinen Link noch hinzu.

Tabea: Bei dieser Postkunst war besonders die Verbindung und Kommunikation innerhalb der Gruppen erfreulich. Es fand sehr viel persönlicher Austausch per Mail und auf den Karten statt. So ein Wir-Gefühl ist nicht konstruierbar, nicht mal als logische Folge eines kreativen Briefwechsels. Das Post-Kunst-Werk möchte Wirkungsraum und Möglichkeit geben, erfüllen und beleben können es nur die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Danke und welch Glück: Es ist wahre Brieffreundschaft aus uns geworden! Wie siehst du das Michaela?

Michaela: Oh ja, das ist so, bei der diesjährigen Adventspost mehr denn je. Aber zunächst einmal auch von mir ein frohes neues Postkunstjahr, darf man das Mitte Januar noch wünschen? Aber sicher! Brieffreundschaft, schönes altmodisches Wort, aber genauso habe ich das empfunden im vergangenen Dezember. Multimediale Brieffreundschaft auf allen Kanälen. So viel begleitende Mails innerhalb der Gruppen, Dank, Rückmeldungen und Begeisterung hatten wir noch nie. Ich hoffe, es war für euch alle O.K., dass Tabea und ich uns in eure Kommunikation in den Gruppen so gar nicht eingemischt haben. Wir fanden es einfach schön, von außen zuzuschauen und zu lesen, wie ihr euch gegenseitig näher kommt und begeistert.

Tabea: Neben der vielen Sonderpostkarten im Adventpost-Style, erreichten uns auch einige sehr individuelle Extra-Sonderpöste. Es gab handgemachte Seife, Karten im Umschlag mit kleinen Extrawünschen und Beigaben. Und dieser liebevoll kalligrafierter Briefumschlag von Maike (@fraugaebel.de). Ich weiß nicht, ob mir jemand meinen Namen schon mal so schön geschrieben hat. Vielen Dank liebe Maike! Als ich den Umschlag öffnete, bin ich fast umgefallen vor Freude und Verwunderung. Doch seht selbst, ihr erkennt ihn sicher alle sofort wieder:

Michaela: Ja, von Maike habe ich auch so tolle Post bekommen, mir hat sie mein neues Logo als Stempel geschnitzt, unglaublich toll!
Das perfekte Weihnachtsgeschenk.

Michaela: Aber nochmal zurück zur Adventspost. Mark Making war eine Herausforderung und ein großartiges Thema, das ein sehr einheitliches Gesamtergebnis geschafft hat. Alle Karten passen und fügen sich zusammen. Bei mir hängt noch eine übervolle Wand in schwarz-weiß in der Küche, ein bisschen darf sie noch hängenbleiben. Obwohl meine Familie diesmal nicht so begeistert war wie alle Teilnehmerinnen. Ihnen war die Aktion einfach zu schwarz, vielleicht liegt das auch einfach an der puren Masse an Post, die bei uns angekommen ist.
Ein genaues Konzept, was ich mit den Karten mache, habe ich noch gar nicht, und du? Zwischendurch hatte ich die Idee, aus meinen Reststücken des bemalten Stoffes, aus dem ich meine Karten gemacht habe, eine Tasche zu nähen und darin die Karten aufzuheben.

Tabea: Also meine neue Präsentations-Fensterbank im Atelier gefällt mir so sehr, dass ich sie nun extra für die Postkunst dauerreserviere. Warum sollte ich meine Karten abräumen? Als ich sie gerade mal kurz alle in die Hand nahm, um ein Gruppenfoto zu machen, fand ich den Anblick der leeren Fensterbank so untragbar, dass ich die Karten schnell wieder dort abgelegt habe.

Mir erging es ganz anders als deiner Familie, ich glaube, ich bin gerade so richtig angekommen im Schwarz-Weiß Spektrum. Besonders die dunklen Werke haben es mir positiv angetan. Schwarz gehörte bisher nicht zu meiner persönlichen Farpalette. Das hat sich mit dieser Aktion geändert. Und ich frage mich, warum erst jetzt ;o) Ein Blick in meine Postkunst-Vitrine zeigt ein sehr buntes Bild. Schon recht voll, gell! Dabei ist längst nicht alles drin.

Michaela: In meinem neuen Studio werde ich auch eine Post-Kunst-Präsentations-Ecke einrichten. Muss mal schauen, wie ich das mache. Deine Vitrine ist ja unschlagbar, sowas müsste ich noch auftreiben. Dann braucht meine Familie sich auch nicht mehr beschweren, dafür ist alles für meine Workshop-Teilnehmerinnen, die ja auch oft Postkünstlerinnen sind, sichtbar. Also wird mein Studio eine Post-Kunst-Galerie, genau das ist doch die Idee!

Und jetzt? Nach der Postkunst ist vor der Postkunst. Es kam schon öfters die Frage nach der Frühlingspost auf. Natürlich geht es bald weiter, wir arbeiten im Hintergrund an neuen Ideen und Konzepten und werden sie euch rechtzeitig mitteilen und schmackhaft machen, keine Sorge. Wenn ihr uns auf Steady unterstützt, bekommt ihr die drei Start-Termine für alle Aktionen des Jahres schon im Januar, wie versprochen.

Tabea: Genau! Ich freue mich schon! Lass uns gleich loslegen Michaela ;o)
Liebe Grüße an euch alle und bis demnächst mit mehr …