Sommerpost 2021 Finissage

Ausgeschöpft! Der Sommer ist vorbei und damit die wunderbare Sommerpost. Es ist Zeit für die Finissage, lasst uns zurückblicken auf den schöpferischen Sommer. Heute gibt es zum ersten Mal einen öffentlichen Austausch zwischen Bergisch Gladbach und Rochlitz!

Michaela: Als wir das Thema ausgetüfelt haben, dachten wir, wir schaffen euch Erfrischung mit kühlem Wasser im heißen Sommer. Dass dieser Sommer so nass wird und die warmen Sommertage so rar, dass die Schöpftage gut geplant werden mussten, das konnten wir wirklich nicht ahnen. Aber Tabea, du hast drinnen in deiner neuen Wohnung geschöpft und den Trockenboden genutzt. Erzähl mal.

Tabea: Bereits bei der Wohnungsbesichtigung kam mir der Boden vielversprechend vor. Ich fand es praktisch, in meiner Küche zu schöpfen. Alles, was ich brauchte, war in meiner Nähe und ich konnte Pausen einlegen, wann ich wollte. Es hat wunderbar funktioniert und hat viel Spaß gemacht. Direkt unterm Dach staut sich die Hitze vorteilhaft für alles, was in kürzester Zeit trocknen soll. – Und was für ein Glück, dass ich diesen feinen Sekretär ergattern konnte. Ein Altar für schöne Post:

Michaela: Meine Schöpfungsgeschichte habe ich gestern bei mir im Blog veröffentlicht, sie ist ein wenig traurig. Ich habe zwar meiner Pop-Up-Papier-Mühle einen Namen gegeben, mich aber über die Vorgabe hinweg gesetzt, einen Namen für die Papierfarbe zu finden. Die Idee mit der Wortschöpfung kam natürlich von dir, bin ich damit durchgefallen?

Tabea: Niemand fällt bei uns durch 🙂

Michaela: Welche Papiertrends hast du beobachtet? Es gab sehr viel Eis, ist dir das auch aufgefallen? Eva hat die komplette Palette von Café Latte bis Zitrone geschöpft, die Girlande hängt jetzt bei mir am Fenster. Das Mixen und Schöpfen und die zarten Farben erinnerten wirklich sehr an die bunte Auswahle einer Eisdiele. Außerdem ist mir eindeutig ein Lavendel-Trend aufgefallen. Einige Umschläge dufteten schon außen nach Lavendel.

Tabea: Was für ein toller Papiervorrat! Ein sehr schöner Farbkreis. Die Frage nach »einem« Farbtrend finde ich lustig … der Trend lag eindeutig bei »einmal den Regenbogen rauf und runter«. Das ist natürlcih was fürs Auge! Da meine Papiersammlung auf der Fensterbank liegt und sich ordentlich sonnen konnten, zeigt sich bereits, welche Papierfarben einem Prozess unterworfen sind … die Naturzutaten sind oft nicht lichtecht. Damit zu arbeiten beim Gestalten ist gewiss auch interessant.

Michaela: Meine erhaltenen Pöste habe ich ziemlich schnell auseinander gerupft. Das lag am Fernseh-Dreh, für den ich die ersten Umschläge direkt ausgepackt und nach Farben sortiert habe. Das kam dann aber gar nicht in den drei Minuten vor. Danach habe ich immer wieder neu alles nach Farben sortiert, bis mir ganz schwindelig wurde. So eine wunderbare Vielfalt.

Michaela: So vielfältig wie die Farben sind auch die Strukturen der Papiere. Von hauchzart bis Pappe, teilweise mit Einschlüssen und eingeschöpften Pflanzen, mehrfarbig oder geprägt. Übrigens hatten wir ja gar nicht gesagt, dass die drei Bögen unterschiedliche Farben haben sollten, aber das haben alle so umgesetzt. Einfarbig wäre zu langweilig gewesen, oder?

Tabea: Ich habe mich angepasst und ebenso drei Farben abgeliefert. Dieser Trend zu drei unterschiedlichen Papieren lag daran, dass die meisten papierschöpfsüchtig geworden sind. So war es bei mir auch. Eine soooo coole Technik! Durchaus wären auch drei gleiche Papiere fein gewesen. Unsere Projekte entwickeln, Dank der kreativen Teilnehmerinnen, ja gern eine Eigendynamik.

Michaela: Und, hast du schon eine Idee, was du mit den Papieren machst? Für mich ist diese Postkunst-Aktion weniger geeignet, um aus den Papieren ein einziges Werk zu schaffen, wie im Frühling das Insekten-Buch. Mit diesem wunderbaren Papierschatz ist mein Vorrat aufgefüllt und ich kann nun für verschiedene Projekte und Ideen daraus schöpfen. Zum Beispiel habe ich gerade ein paar Papierreste gerostet und dann mit Pflanzendruck mit der Minipresse bedruckt.

Michaela: Das hat für mich absolutes Potential. Zwar quetscht man mit der Presse die Papierstruktur glatt, aber die Pflanzen hinterlassen einen richtigen prägenden Eindruck! Hast du nicht auch so eine Mini-Presse? Du hattest sie doch schon vor mir! Ich hoffe, jetzt probierst du sie auch endlich einmal aus!

Tabea: Oh wie schön! Auf jeden Fall kommt meine Mini-Presse noch zum Einsatz. Sie ist diese Woche in mein neues Regal eingezogen und lacht mich nun jeden Tag an. Irgendwann werde ich weich. Und ja, ich habe schon ein paar spontane Ideen für die Papiere. Ich stimme dir zu, sie eignen sich gut für viele kleine Projekte und nicht für ein großes. Zumindest für dich und mich. Die Teilnehmerinnen haben ja meist nicht so einen großen Papierstapel erhalten wie wir.

Tabea: Super schön eignen sich die handgeschöpften Papiere für Karten. Hier habe ich ein paar Zeichnungen meiner Tochter ausbelichtet und mit passenden Farben kombiniert. Die glatten digitalen Zeichnungen und das fransige Papier, mit all seinen Unebenheiten und Spuren, ergänzen sich gut.

Tabea: Und besonders Freude hatte ich daran, meinen Blick-Fotos Papiere zuzuordnen. Hier passten die hellen Naturtöne mit floralen Einschlüssen am besten. Vielleicht hefte ich sie oben zu einem Album zusammen? Und ein kleines Projekt musste ich auf jeden Fall auf der Stelle realisieren. Ein putziges Regenbogenbuch. Ich nahm pro Farbe zwei ähnliche Papiere und falzte sie auf A6:

Tabea: Weil die meisten Papiere sehr reißfreudig sind, habe ich für den Umschlag ohne Falzbein gearbeitet und die »Nummer-sicher-Technik« für die Ecken verwendet. Hat gut geklappt! Für den Spiegel passten perfekt die kleinen Papiere von Denise. Ich liebe diesen fransigen Rand!

Tabea. Tada! Die koptische Bindung ist für Papier, das so schnell reißt, eine Herausforderung. Ich werde es vermutlich nicht füllen, das Büchlein. Jedes handgeschöpfte Blatt erzählt seine eigene Geschichte. Mein äußeres Zöpfchen ist etwas sehr am Rand. Ich hatte nicht einkalkuliert, dass einige Papiere deutlich kleiner sind als andere. Ich finde das Buch traumhaft schön …

Heute schließen wir die Sommerpost und sind sehr gespannt auf eure Werke, die daraus entstehen. Zeigt sie uns gern auf Instagram oder in euren Blogs. Ein herzliches Dankeschön für die Gemeinschaft, die ihr uns bietet! Der Austausch, besonders eure Beiträge auf Instagram sind eine Wucht! Auch noch einmal Danke für eure lieben, filigranen, persönlichen Pöste, die ihr uns schickt! Nun erholen wir uns kurz ein bisschen und blicken gen Adventspost. Ja, sie ist schon grob geplant und wird noch ein bisschen von uns betüftelt.

Bis bald . Eure Michaela und Tabea

Frühlingspost-Finissage 2021

Ist der Frühling schon vorbei? Oder hat er noch gar nicht angefangen? Draußen zwitschert und summt es zwischen den Regentropfen und dem wuchernden Grün. Es ist aber noch so kühl, dass es uns in diesen Tagen nicht schwer fällt, drinnen Bücher aus den Frühlingspost-Drucken zu binden, anstatt wie im letzten Jahr auf der Gartenbank zu sitzen.

Michaela: So schnell wie in diesem Jahr hatte ich noch nie ein fertiges Werk aus einer aktuellen Aktion gebunden. Die Insektendrucke der Frühlingspost riefen mich und wollten verbunden werden. Ich weiß, du bist noch nicht soweit, sind deine Pöste schon im Umzugskarton?

Tabea: Das stimmt, bei mir ist es gerade sehr turbulent! Mein geplaner Umzug und die damit verbundene Lebenswende halten mich sehr auf Trab. Die Insekten krabbeln zwischen den Umzugskisten und im Skizzenbuch herum. Allerdings helfen mir die Ameisen überhaupt nicht beim Schleppen.

Michaela: Oh, das stelle ich mir gerade vor! Der Ameisen-Umzugsservice!
Ich wollte diesmal vielleicht so schnell fertig werden, weil ich diese Postkunst nicht wie kleinere Formate an meiner Küchenwand aufhängen konnte. Dort hängen im Moment nur ein paar Zugabe-Insekten-Postkarten. Die großen Bögen sind ja für das Buch bestimmt. Aus den Umschlägen habe ich die Buchdeckel collagiert und einen Stapel Postkarten, den gestern als Dankeschön abgeschickt habe.

Tabea: Ich freue mich sehr, dass das Konzept der Einzelblattseitensammung so gut aufgeht. Ich hatte überlegt, ob ich mir eine schöne große Patch-Post gestalte und einfach alle Beiträge zusammennähe. Die Wände in der neuen Wohnung sind noch alle frei … Das schöne am Buch ist natürlich, dass es handlicher ist und auch mal in einem Regal verschwinden kann. Dies war ja nicht unsere letzte Postkunst Aktion, es kommt immer wieder Nachschub, der Platz im Zuhause finden möchte.

Michaela: Ursprünglich hatte ich ja gedacht, die A3 Bögen ineinander zu stecken und so die Werke der einzelnen Künstlerinnen zu mischen. Dann erschien es mir aber doch sinnvoll, jeden Bogen einzeln koptisch zu heften. So bleiben immer die vier Seiten zusammen, aber im Übergang ergeben sich spannende Mischungen.

Tabea: Wir versuchen, die Projekte im Vorfeld gut durchzuplanen, doch manche Aspekte können wir nicht einschätzen. Tatsächlich dachte ich auch, wir können die Beiträge mischen. Nun jedoch finde ich es deutlich besser, die Arbeiten im Zusammenhang zu präsentieren. Die Werke sind wunderschön filigran und kleinteilig geworden, zudem sind die vier Seiten farblich stimmig komponiert, einige auch sehr farbintensiv. Wenn nun mehrere Doppelbögen ineinander gesteckt werden, könnte es chaotisch wirken.

Michaela: Genau, das wollte ich vermeiden und alle anderen fertigen Bücher, die ich bis jetzt gesehen habe, machen es auch so. Bei meiner Bindung bitte nicht so genau hinschauen, einige Bögen sind etwas eingerissen, obwohl ich sie teilweise verstärkt habe und die Knötchen sind nicht wirklich gleichmäßig. Aber Dicke des Wälzers beeindruckt, oder?

Die Schnipsel, die nun meine Buchdeckel zieren, habe ich nach Farben sortiert. Aus den Kombinationen ergeben sich wunderschöne Stimmungen. Hinten innen in meinem Buch finden sich die pinkfarbenen Töne von Tanjas Buch. Tanja hat ihre Seiten mit einer raffinierten Zick-Zack-Bindung zusammengefügt.

© die Farbschneiderei – Tanja Götz

Tabea: Die Zickzack-Bindung finde ich sehr toll! Und wie immer bei der Postkunst, finde ich es beeindruckend wie unterschiedlich die gesammelten Werke am Ende sind. Je nach Menge der Sonderpost und je nachdem in welcher Reihenfolge die Arbeiten zusammengesetze werden, entstehen einmalige Werke. Mal davon abgesehen, dass ja schon innerhalb einer Serie die Arbeiten nicht alle gleich aussehen. Ich hatte es bei mir diesmal nicht geplant, aber jedes Insekt auf all meinen Bögen ist tatsächlich ein Unikat.

© die Farbschneiderei – Tanja Götz
© die Farbschneiderei – Tanja Götz

Michaela: Der Buchumschlag von Christiane, aus eine alten Leizordner, war schon fertig, bevor die Post ankam. Sie hat mit der „geheimen belgischen Bindung“ einen Buchdecke gezaubert, in den sie dann die fertigen Doppelseiten einheften konnte und auch noch ergänzen kann, wenn noch etwas nachkommt. Diese Bindung muss ich auch unbedingt einmal ausprobieren.

© Christiane Becker

Tabea: Mit gefällt die Titel Illustration von Christiane sehr gut. Ich mag die Idee von einer Kiste, eines Koffers (»Schöne Post« Titel), einer Bühne für all die kreativen Einzhelteile und thematischen Fragmente, die zusammen zum Träumen einladen. Der florale Akten-Charme trifft unser Projekt sehr gut.

© Christiane Becker

Michaela: Ulla hatte auch schon vorgearbeitet und als erstes eine Kiste gebaut, in der sie alles rund um die Frühlingspost sammeln kann. Bei unserem kreativen Tischgespräch zum Thema Buchbinden im Mai hat sie die Kiste gezeigt.

© Ulla Meiss

Michaela: Aber der absolute Oberhammer ist doch wohl dieses Raupenbuch von Edelgard. Die Raupe an sich ist ja schon unglaublich, aber zu diesem Buch passt sie ja auch inhaltlich so perfekt. Die Postkunst ist ja kein Wettbewerb, aber dies ihr ist schon der Hauptgewinn, oder?

© Edelgard Weigt

Tabea: Die insektiöse Interpretation durch die Buchbindung finde ich auch genial! Wie das Getier plastisch über den Umschlag kraucht und dabei wunderbar mit den Illustrationen verschmilzt … sehr gelungen!

Michaela: Auf Instagram sahen wir in diesen Tagen schon einige fertige Bücher auch im Film. Christine hat uns ihr kleines Video zur Verfügung gestellt. Hier bleibt es ein wenig länger für alle sichtbar. Blättert mit:

Jetzt dauert es gar nicht mehr so lange, dann geht schon die Vorbereitung für die Sommerpost los. Unser Konzept steht und verraten es unseren Steady-Unterstützerinnen am 10. Juni. Vor Beginn der Anmeldungen wird es dann auch wieder eine Zoom-Meeting unserer Community geben. Wir freuen uns mit euch auf die nächste tolle Postkunst-Aktion!

Sommerpost-Finissage

Jetzt ist er vorbei der Sommer, auch wenn es im September noch richtig warm war, fliegen nun die Blätter und die Farben verändern sich. Gleichzeitig endet nun auch der lange blaue Postsommer, Zeit für die Finissage und Zeit für ein Gespräch zwischen Bergisch Gladbach und Geringswalde, das ist ja schon Tradition zum Ende einer Postkunst-Aktion.

Michaela: Tabea, sag mal, hast du deine Sommerpöste nun endlich geöffnet? Immer wenn ich dich frage, sagst du mir, du wartest auf einen ruhigen Moment, um sie richtig zu würdigen. Ich könnte das ja nicht, so lange sammeln. Ich muss meine Post immer sofort öffnen, also jetzt nicht direkt auf dem Weg vom Briefkasten, schon mit ein wenig Ruhe, aber am selben Tag auf jeden Fall. Jetzt musst du dir einen ganzen Tag freinehmen, um deinen Stapel zu sichten.

Tabea: Ja, ich habe sie an diesem Wochenende geöffnet. Ich bin noch ganz berauscht! Selbstverständlich war das eine lebenstechnisch bedingte Ausnahme. Bei zukünftigen Projekten werde ich mich gleich auf die Post stürzen und meine Fensterbank bestücken.

Michaela: Meine Küche ist jedenfalls blau, schon seit Wochen und ich bin sehr froh, dass ich nach und nach die Wand mit all den wunderschönen Marken und Karten füllen konnte. Es passt gar nicht alles an die Wand, das Blau schwappt in andere Räume und auch in mein Studio.

Tabea: Ich hatte einen ganz besonderen Tisch mit all den ungeöffneten Briefen. Und das Öffnen war dann noch besser als Weihnachten! Hier mein Gabentisch:

Michaela: War das nicht wieder einmal grandios? Jedes Mal denke ich, die vergangenen Aktionen können wir nicht toppen, und dann wird es noch toller, oder? Ich bin total begeistert. Es gab so viele wunderschöne Ideen, so unterschiedliche Umsetzungen, von filigraner Schnitzkunst bis hin zu sehr freien Drucken, immer wunderbar eingebettet in ein Gesamtkunstwerk, oft eine richtige Geschichte. Alleine die vielen verschiedenen Arten, die Marke auf der Karte zu befestigen, haben mich total begeistert. Hättest du das erwartet?

Tabea: Selbstverständlich hätte man das ahnen können, dass unsere Postkünstlerinnen so kreative Lösungen finden ;o) Ich finde besonders gelungen, dass die Briefmarke nicht allein daher kommt, sondern dass sie einbezogen wurde in eine Geschichte. Und es bewegt mich, dass jede Teilnehmerin für sich einen Bezug und persönliche Erlebnisse mit dem Sommer Thema verbinden. Dies auch im Brief gestaltet und mitteilt. Eigentlich war ich ja heiß auf die Briefmarken. Vor meinem inneren Auge hingen sie schon in einem riesen Bilderrahmen. Doch nun, wie sollte ich es übers Herz bringen, diese Briefmarken aus ihrem jeweiligen wunderschönen Kontext zu rumpfen:

Katrin @blauvogelfeder

Michaela: Nein, sowas kann man nicht auseinander reißen, das werde ich auch nicht tun. Das geht gar nicht. Hast du gesehen, auf Instagram zeigten schon einige die Verarbeitung und Ausstellung der Karten und Marken. Guck mal, zum Beispiel hat Christine ein Buch nach deiner Waisenbindungs-Anleitung gebunden,

Auch Melanie hat ein wunderbares Buch gebunden, und dabei jeden Fitzel der Post benutzt:

Melanie @melaniemezera

Bei Christiane in Aachen ist die Küche sehr dekorativ geschmückt:

Christiane @momi_machts

Tabea: Es ist ein Wohlgenuss, zu sehen, dass schon so viele Teilnehmerinnen ihre Post archiviert haben. Ich werde euremeine Post nun auf meine Fensterbank legen und noch eine Weile bewundern. Ich denke, ich bleibe bei meiner Idee mit der Rahmung. Oder doch ein Buch? Oder beides! Ein herzliches Dankeschön an alle Sonder- und Regularpöste! Und schaut mal, was für kleine Herrlichkeiten zwischen den Briefmarken lagen:

Karla @kalli64bb

Michaela: Ja, wunderschön, das kleine Lepporello von Karla hat schon seinen Platz im Studio in meinen Setzkasten, da kann sie es im Oktober sehen, wenn sie endlich zum lange verschobenen Workshop zu mir kommt.
Spätestens zur Adventspost werde ich meine Küchenwand wohl wieder leeräumen und Platz schaffen für neue Post.
Eine Idee für die kommende Aktion haben wir ja schon, nicht wahr? Und Ende Oktober geht es damit auch schon wieder los. Zwischendurch haben wir ja noch die Herbstpost eingeschoben und wir hörten, in Bern beim Haupt-Verlag trudelt Post ein! Alle schönen Pöste, die bis zum 9. Oktober dort angekommen sind, nehmen noch am Gewinnspiel teil!

Es grüßen herzlichst.
Michaela und Tabea

Frühlingspost-Finissage

Sind alle schablonierten Stöffchen bei euch angekommen? Seit ihr schon am nähen, binden, werkeln?

Michaela: Kommt zum Abschluss unserer Frühlings-Aktion in unsere Gärten nach Geringswalde und Bergisch Gladbach. Nehmt Platz auf meiner Gartenbank und spaziert in Tabeas Hof umher.

Schon im April habe ich einmal probeweise die Stoffe auf Kissen drapiert und auf der Bank ausgestellt, schön bunt das Ganze, alles zusammen gar nicht Ton in Ton. Ziemlich weit weg von meinem gewohnten Farbschema. Also blieben die Stoffe zunächst noch in ihrer Kiste liegen bis meine Schwester mir ein Patchwork-Kissen mitbrachte, das sie aus unseren beiden und einem anderen Stoff genäht hatte.

Ganz rechts: Das Kissen von Brigitte.

Dazu passend wollte ich eine Sommer-Kissen-Kollektion und am Pfingstwochenende enstanden so neue Kissen, aus deinen Mäusen, Tabea, aus Christines zarten grünen Blüten und Kerstins wunderschönen Pusteblumen, die ich mir noch ertauscht habe.

Aus den Reststücken habe ich dann noch zwei Patchwork-Kissen genäht, das hat am meisten Spaß bemacht und da in diesen Kissen alle Stoffe der großen vorkommen, passen nun alle sehr gut zusammen. Eine kleine Kollektion also, eine florale Kollektion, denn die Fauna wurde insgesamt etwas vernachlässigt, was aber überhaupt nicht schlimm ist.

Tabea: Sehr fein! Ich freu mich das Mausekissen zu sehen! Und du hast also die Ton-inTon-Kollektion auf den türkisen Punkt gebracht 🙂 Ich habe meine Stöffchen gefaltet – nach regenbogenart. Und … nun hätt ich fast schon gesagt, frankiert … etikettiert ist passender. Die neuen Stoffe, die ich noch nicht präsentiert hatte, durften im Hof unter den Bonsai-Stiefmütterchen flattern.

Neu im Angebot Yellow-Yellow

Mir gefallen die kräftigen Farben. Und wie geplant, hat jedes Tuch für sich eine Ton-in-Ton-Lanschaft. Ich werde sie gestapelt in meinen Postkunstschrank verweilen lassen, bis ich weiß, ob ich eine Kissenserie oder eine schöne Decke daraus quilte.

Kennerinnen brauchen nicht lange, um die Projekte zuzuorden 🙂 Ich denke darüber nach, wie lange dieses Schränkchen noch ausreicht. Und die Farbe strengt mich sehr an.

Michaela: Schau mal, das ist mein Stapel, sieht doch sehr ähnlich aus, nur weniger blau. Schlau, dass du die Stoffe markiert hast. Ich bilde mir ein, die meisten Stoffe noch zuordnen zu können, aber nachdem ich die Briefumschläge auch schon anderweitig verwendet habe, wird es mir nicht mehr gelingen.

Was aus meinen anderen Stoffen wird? Ob ich irgendwann aus meinem Farbschema ausbrechen kann? Wir werden sehen. Sie kommen jetzt erstmal in meine Stoffkiste.

Technisch war der Schablonendruck für mich ja ein Heimspiel und durch den Schablonendrucktag im April hat meine Lieblings-Drucktechnik das Frühjahr geprägt. Umso spannender war es zu sehen, wie unterschiedlich die Technik angewandt wurde.

Tabea: Für mich gehörte Michaelas Schablonen-Workshop mit zur Frühlingspost. Ich habe es genossen, mal einen Tag lang was ganz anderes zu machen. So intensiv habe ich das noch nie betrieben mit dem Schablonieren und Erlernen einer neuen Technik an einem Stück. Das tat sehr gut und hat gereicht, um mich davon zu überzeugen, dass ich das nun öfters machen möchte.

Ergebnis von zwei Druckrauschtagen. Im Hinterkopf hatte ich die Idee, dass ich mit den Musterbögen ein paar Pappschachteln beziehen möchte.
Am zweiten Tag kam ich auf »Ton-in-Ton« und musste mich aus Vernunftsgründen stoppen. Es gibt ja auch noch andere Motive … irgendwann mache ich weiter.

Michaela: Wie schön, dass ich dich und viele andere infizieren konnte!

Tabea: Derweil arbeite ich an den aktuellen Dankeschön-Karten für unsere neuen Steady Abonnentinnen. Ich druck sie immer in Serie. Da die Karten individuell den drei Paketen angepasst werden, warte ich immer ab, bis sich 10 neue Teilnehmerinnen angemeldet haben. Diesmal sehr besonders: gleich 3 Kulturpakete wurden gebucht. In der Regel ist die Grußkarte am beliebtesten. Wir freuen uns sehr, dass es immer mehr werten. Wir sind nun bereits 93! 93 Frauen unterstützen unsere kreativen Postkunst-Projekte! Wir sind sehr begeistert!

Nun genießt die kurze Ruhe vor dem Sturm, denn unser Konzept für die Sommerpost steht bereits und wird in den nächsten Tagen ausgefeilt und verfeinert. Unsere Abonnentinnen können sich in absehbarer Zeit auf den Teaser freuen.

Liebe Grüße . Michaela und Tabea

Adventspost-Finissage

Adventspost post-kunst-werk ©muellerinart

Hallo im neuen Jahrzehnt! Alle gut gelandet? Alle Plätzchen vertilgt und Diätvorsätze gefasst? Nach der üppigen Aventspost mit so vielen tollen Rezepten ist das vielleicht nötig? Aber Post-Diät wollen wir nicht machen.

Michaela: Die Adventspost war ganz besonders lecker, obwohl ich kein einziges dieser Rezepte bisher ausprobiert habe. Die warmen Packpapier-Kraftkarton-Karten mit den wunderbarsten Schriften haben eine ganz besondere Weihnachtsathmosphäre in unsere Küche gezaubert. Dort dürfen sie nun auch noch ein wenig hängen bleiben, bevor ich sie weiterverarbeite und in der nächsten Adventszeit einiges davon ausprobiere.
Wie schon in den letzten Jahren reichte die große Pinnwand nicht aus, ganz besonders, weil auch meine Tochter mitgemacht hat. Ihre Karten durfte sie oben in ihrem Zimmer sammeln. Liegen deine Karten wieder auf der Fensterbank im Tatelier?

Adventspost post-kunst-werk ©muellerinart

Tabea: Oh ja, ich bin sehr erleichtert, dass ich so einen tollen Platz für die Postkünste gefunden habe! Es ist nun schon ein Ritual. Zudem schaue ich eh gern aus dem Fenster :o)

Michaela: Dass ich kein einziges ausprobiert habe, das lag zum einen daran, dass meine Plätzchenback-Aktion schon in der ersten Dezember-Woche abgeschlossen war. Zum anderen sind wir gerade noch mit anderen Dingen beschäftigt, nicht wahr, Tabea? Aber bei dir gab es meinen Selleriesalat, habe ich auf Instagram gesehen.

Adventspost post-kunst-werk ©muellerinart

Tabea: Das einzige Rezept, das ich schon ausprobiert habe, war dein toller Sellerie-Salat! Wir hatten sehr schlichte Weihnachten dieses Jahr und es hat mir gutgetan, dein Lieblingsrezept zu kochen. Ich finde, sich auf Familientraditionen anderer einzulassen, kann wunderbar verbinden. Der Salat hat gut geschmeckt! Allerdings war die Knolle viel zu groß für mich. Ich müsste eine Selleriegemeinschaft bilden, damit die Reste nicht verkümmern.

Adventspost post-kunst-werk ©muellerinart

Michaela: Ich bin echt begeistert von der Vielfalt der Handschriften. Da war ja wirklich alles dabei, so vielfältig wie die Menschen selbst.

Adventspost post-kunst-werk ©muellerinart
Adventspost post-kunst-werk ©muellerinart

Tabea: Da gebe ich dir recht! Ich mag das Authentische an Handschriften sehr. Somit bin ich froh, dass sich jeder auf sich selbst verlassen hat. Die Farbpalette fand ich auch sehr angenehm. Schön, dass hi und da farbliche Ausreißer dabei waren, um Akzente zu setzen.

Adventspost ©tabeaheinicker

Ich habe mir gestern Abend die Mühe und Freude gemacht, die Rezepte zu sortieren. Die Keksfraktion ganz hinten, hat eindeutig gewonnen. Ich sortierte in Herzhaftigkeiten, SüßohneOfen, Getränke, Kuchen und Achtsamkeit. Wie werde ich sie aufbewahren? Klar ist, dass ich mir ein Kochbuch binde. Ich werde es nach meinem Geschmack sortierten und eine Auswahl treffen. Sonst wird es zu dick.

Viele haben nachgefragt, ob es eine gute Bindetechnik gibt. Ja, die gibt es. Hier passt wunderbar die Einzelblattbindung (Single Sheet Bookbinding), die ich auch gern Waisenbindung nenne, weil aus einzelnen, verwaisten Zetteln ein Buch gebunden werden kann. Hier findet ihr eine Anleitung von: Sea Lemon

Das ist meine Sternenschwarte, gebundene Postkarten aus einer alten Adventspost Aktion:

Waisenbindung Adventspost ©tabeaheinicker
Waisenbindung Adventspost ©tabeaheinicker
Waisenbindung Adventspost ©tabeaheinicker

Tabea: Ich möchte mich bei allen Teilnehmerinnen bedanken! Auch für all die Sonderpöste! Wie ihr wisse, kann ich nicht allen antworten. Bitte habt auch Verständnis, dass ich mich nicht per Mail bedanke. Ich habe 6 Karten übrig, die werde ich unter euch verlosen!

Michaela: Ups, bei mir ist gar nichts übrig, eine wenige Zusatzpöste hatte ich mit in die Weihnachtspost gesteckt. Jetzt stehe ich mit leeren Händen da, aber natürlich bedanke ich mich auch von Herzen für die viele Post, die bis Silvester ankam. Meinen Selleriesalat könnt ihr alle auf meinem Blog finden. Ich schaffe aus oben genannten Gründen auch diesmal keine Dankespost-Runde. Aber im Laufe des Jahres wird es wieder viel Gelegenheit für schöne Post geben, das kann ich versprechen!

Die Termine für die Postkunstaktionen 2020 stehen! Unsere Abonnentinnen erhalten demnächst einen Rundbrief mit den Terminen und sensationelle Neuigkeiten!

Euch allen die liebsten Grüße und einen kreativen Start ins Jahr 2020!
Michaela und Tabea