Adventspost 2025: Engel-Karten im Mixed Print

Adventspost 2025: Engel-Karten im Mixed Print

Engel-Karten im Mixed Print

Herzlich willkommen zu unserem Adventskalender! Jedes Jahr überrascht uns die Adventspost im Oktober – so kurz nach der Sommerpost. Damit ihr euch auf die 24er-Auflage vorbereiten könnt, planen wir hier großzügig Zeit mit ein. »Engel-Karten im Mixed Print« sind unser Motiv und unsere Technik. Lass uns gleich einsteigen in unser Konzept:

ATC • Artist Trading Cards

Zur Adventspost 2025 gestalten wir zum ersten Mal seit langer Zeit keine Postkarten, sondern Artist Trading Cards und schicken sie uns einander im Umschlag zu. Viele Kreative sind diesen keinen Unikat-Kärtchen schon begegnet, die gern in Serie gestaltet werden, um sie zu tauschen oder zu verschenken. Vor fast 30 Jahren kam der Schweizer Künstler M. Vänçi Stirnemann auf die Idee, in Spielkartenformat Kunstwerke zu kreieren, sie auszustellen und schließlich einzutauschen.

Naheliegend, dass diese Kunst in Miniaturformat von der Mailart-Szene aufgegriffen wurde. Schließlich kann man wunderbar in Serie arbeiten, Themen und Techniken, sowie Stempeldrucke, Handschriften, Ein- und Aufdrucke experimentell und künstlerisch verpacken. Festgelegt ist dabei nur das Format und die Vorgabe, dass die Karten nicht zu verkaufen, sondern nur zu tauschen sind. Wir geben uns dem Sammelkarten-Charme hin, nutzen das Taschenformat, um uns auf kleinen Raum auszutoben.

Technik • Mixed Print (Printmaking und Mixed Media)

»Mixed Print« bedeutet: Wir erlauben viel bis fast alles! In den letzten Jahren haben wir in der Postkunst 
eine Menge Techniken ausprobiert. Welche ist deine Liebste? Welche Techniken möchtest du gern mal kombinieren? Milchtüte mit Schablone, Linoldruck mit Siebdruck, Gelliprint mit Stempel … alles ist möglich. Kleine Collage-Elemente, aufgeklebte Zeilen oder Zahlen, Zeichnungen und Handschrift sind ebenso willkommen.

Ob du hier deinen eigenen Stil entfaltest und zu vertrauten Techniken greifst oder ob du dich weit aus dem Fenster lehnst und etwas Neues ausprobierst, sei dir überlassen. Such dir etwas, was gut von der Hand geht, denn du gestaltest in einer Auflage von 24 Stück. Da es sich um Originale handelt, müssen die Karten nicht identisch sein. Aber mit ähnlichen Mitteln in Serie zu arbeiten, erleichtert dir dein Vorankommen.

Bitte verwende keine Kopien und Ausdrucke, sondern Unikate und Handgemachtes. Verzichte auf fremde Vorlagen, Stanzen, fertige Muster und Co.

Motiv • Engel

Ein gemeinsames Motiv verbindet unsere ATC´s. Unser Motiv wirkt auf den ersten Blick sehr weihnachtlich und passt gut in unsere Adventszeit. Besonders durch die große Auswahl an Techniken versprechen wir uns Vielfalt. »Mixed Print« bringt es auf den Punkt, durch die individuellen Darstellungsmöglichkeiten kann jede ihre eigene Auffassung eines Engels visualisieren. Möchtest du es aus der christlichen Tradition heraus betrachten? Dann ist der Engel ein Bote Gottes, eine geflügelte Lichtgestalt, die zwischen Himmel und Erde vermittelt.

Doch wir möchten weiter gehen. Engel als Wesen zwischen den Welten kamen und kommen in vielen Kulturen vor. Möchtest du die Geschichte der Engel studieren? Du wirst staunen wie unterschiedlich die Engels-Figuren beschaffen sind. Mit und ohne Flügel, in menschlicher oder in Tiergestalt, Wesen aus dem Himmel, der Unterwelt, aus Traumwelten, der Natur und anderen Daseinsebenen. Oft leuchten sie, sind von einer Aura umgeben oder wirken durchsichtig. Engel erscheinen, werden geschickt, um zu vermitteln, zu beschützen, zu lehren. Sie sind ein Zeichen für Wärme, Geborgenheit, Licht und Rettung.
Wenn du das zu abgehoben oder esoterisch findest, kannst du vielleicht eine ironische oder grafische Herangehensweise zu dem Thema finden, alles ist möglich.

In diesem Winter begleiten uns Engel – lass dich beschenken durch die vielen Sichtweisen unserer Postkünstlerinnen.

Farbe • Abstimmung im Zoom-Meeting

Viel Freiheit in der Technik und ein kleines Format – brauchen etwas Rahmung! Dafür suchen wir uns eine Akzentfarbe aus. Diese Farbe sollte auf dem Werk untergebracht werden, die Menge und Größe ist dir überlassen. Unsere Serie bekommt durch die wiederkehrende Farbe einen guten Zusammenhalt. Kombiniere die Farbe mit anderen Farbtönen, Gold, Silber oder Glitzer ist bei diesem Thema natürlich erlaubt!

Im Zoom Meeting wählen wir aus drei Farben eine aus. Dafür verwenden wir ein Abstimmungstool während des Meetings. Wird es Nachtblau, Rubinrot oder Smaragdgrün?

Format, Auflage und Signatur

Traditionell werden ATC´s im Hochformat 64 x 89 mm (2 ½ × 3 ½ inches) angelegt. Dies soll auch unser Format sein. Ob deine Karten runde oder kantige Ecken haben, entscheide selbst. Verwende für deine Karten bitte ein hochwertiges und stabiles Papier. Denk an die Stabilität eines Kartenspiels. Kopierpapier und zu leichte Papiere eignen sich nicht.

Auf der Vorderseite platziere deinen Engel und arbeite unsere gemeinsame Farbe ein. Auf der Rückseite bringe Infos über dich unter: Vor- und Nachname, Datum, Titel, Kontakt, Seriennummer. Wir haben für dich eine Vorlage gestaltet, die du gerne nutzen kannst. Oder du machst dir deine eigene Vorlage mit deinen Worten und Einteilungen. Für die Rückseite ist es okay, wenn du dir die Vorlage ausdruckst. Fülle die Zeilen jedoch bitte mit deiner Handschrift selbst aus. Du kannst dir auch gern einen Stempel gestalten oder andere Techniken entwickeln.

Das Prinzip

Für die Adventspost 2024 gestalten wir ATC-Karten in einer Auflage von 24 Stück. 23 davon schicken wir in Briefumschlägen an die Teilnehmerinnen der Gruppe. Am Ende hat jede Teilnehmerin eine große thematische Sammlung, aus vielen kreativen und unikaten ATC´s. Gestalte dir ein Lichtwesen-Poster, kreiere dir kleine Bücher und Leporellos oder binde dir ein Sammelkarten Album.

Projektdaten

Technik: Mixed-Print
Auflage: 24 Stück
Format: 64 x 89 mm im Hochformat, im Briefumschlag verschicken
Papier: Griffig, hochwertig, stabil
Motiv: Engel
Farbe: Abstimmung im Zoom-Meeting
Umfang: Porto 23 x 0,95 Euro (kann sich durch Auslandspost und Gewicht erhöhen)

Zeitrahmen

Anmeldung: 13.10 bis 20.10.2025
Zoom-Meeting: Sonntag, 19.10.2025 um 19 Uhr (LINK)
Listen verschicken bis: 26.10.2025
Start: 1.12. Ende: 24.12.2025

Inspirationen

Unser Pinterest-Board

Artist Trading Cards: Wikipedia

Papiergemetzel • Blogbeitrag• Fast alles über ATCs

Kristina Schaper • Blogbeitrag • Kunst tauschen im XXS Format

Mittwochs-Interview mit Anna Kieburg zum Thema ATC

Roswitha Böhm • Blogbeitrag • Was sind ATCs (Artist Trading Cards)?

Kreatives Leben • Youtube • Warum ATCs toll sind

Alison Hazel Art • Youtube • How To Make 12 ARTIST TRADING CARDS

Susanne Rose Art • Youtube • Mixed Media ATCs from Recycled Packaging

Bethany Thiele • Youtube • Mixed Media Nature Prints Art Lesson

Sommerpost 2025 Finissage

Sommerpost 2025 Finissage

Der Sommer 2025 war eine Reise durch unterschiedlichste Landschaften, ans Meer, in die Berge, zu Leuchtürmen und Sonnenuntergängen. Jetzt sind die letzten Sommerpöste verschickt und angekommen und damit ist der Sommer auch kalendarisch vorbei. Zeit für uns, zurück zu blicken und noch einmal durch die Landschaften zu reisen. Wie gewohnt reisen wir dabei von Ost nach West, aber nicht nur von Bergisch Gladbach nach Rochlitz, dieses Jahr geht es auch nach Köln.

Michaela: Am letzten Freitag habe ich Christine @buntpapierfabrik in Köln besucht. Sie hatte Besuch von ihrer Freundin Gabi @esser_gabi, die auch schon lange bei der Postkunst mitmacht. Die beiden treffen sich regelmäßig, um gemeinsam an den Post-Kunst-Themen zu arbeiten. Für das Treffen hatten sie sich die Verarbeitung der Sommerpost vorgenommen. Ich durfte diesmal dabei sein und habe meine komplette Sammlung von mehr als 40 Drucken mitgenommen. So wurde unser Treffen eine kleine Finissage in Christines Wohnzimmer.

Tabea: Ich freue mich sehr über diese etwas größere Finissage-Runde! Ebenso freue ich mich über die Fotos, auf denen ich immer wieder neue Interpretationen von Landschaften entdecke, obwohl das Projekt ja nun zu Ende ist. Es wurden ja bereits viele Ansichten auf Instagram geteilt und trotzdem habe ich noch nicht alle gesehen.

Michaela: Christine und Gabi hatten sich vorher im Künstlerbedarf Karton in langen Streifen zugeschnitten, um es zu Leporellos zu falten und die Drucke darauf zu kleben.

Michaela: Wir alle haben unsere Lieblinge in der Sammlung, hier zeigt Christine ihre liebsten Drucke von Franziska @ziskasch und Carmen @mein_wintergartenatelier. Der grüne Irland-Druck von Carmen ist auch mein absoluter Liebling in der ganzen Aktion und nicht nur, weil ich in diesem Sommer in Irland war.

Michaela: Christine und Gabi haben ihre Leporellos doppelseitig bestückt und am nächsten Tag die Deckel dazu beklebt. Christine zeigt hier ihr fertiges Faltbuch im Video. Gabis Finissage könnt ihr hier sehen. Leider habe ich vergessen, ein Foto von den beiden zu machen, nur ihre Hände sind zu sehen.

Michaela: Zunächst lagen alle Drucke, die zuvor bei mir zuhause und im Studio an der Wand hingen, auf Christines Fußboden und ich habe nach Farben und Motiven sortiert. Wir waren uns alle einig, dass diese Aktion ganz besonders gelungen ist. Die Drucke sind alle unterschiedlich, passen aber doch alle so gut zusammen. Hast du auch einen Lieblingsdruck?

Tabea: Ja! Diese Aktion war wunderbar! Ich habe mich so gefreut, wie aktiv und individuell die Teilnehmerinnen gestaltet haben! Was die Farbigkeit betrifft, muss ich euch recht geben. Das dachte ich auch, beim Anblick meiner Sammlung. Es war schön, in dieser Aktion keine Farbvorgaben zu haben. Durch den Fokus auf gewisse Motive, wie Strand (Gelb, Blau), Berg- und Wiesenlandschaft (Grün, Blau) harmoniert alles wunderbar miteinander. Hier ein paar meiner Lieblingsdrucke:

Drucke von oben links bis unten rechts: Stephanie @farben_papier_stifte, Watraud @wdeplazes, Christine @Christine_buntpapierfabrik und Carmen @mein_wintergartenatelier

Tabea: Ich habe – kurz bevor ich meine eigene Post verschickt habe – alle Blicke durchgeblättert und die zur Seite gelegt, die mich besonders angesprochen haben. Diesen Künstlerinnen habe ich Sonderpost geschickt. Sonst verlose ich meine Sonderpost, diesmal hatte ich Lust und Laune bewusst zu antworten. Was spricht mich bei den Drucken an? Ich folge da keinem bestimmten Muster und die Drucke entsprechen auch nicht meinem farblichen Beuteschema. Es sind Arbeiten, die individuell sind, besonders in der Zusammenstellung und Kombination von Farbe und Abstraktion. Mutige Farben oder Ton in Ton, klare Flächen oder gebrochene Flächen, Minimalistisch oder detailreich, grobe Einteilungen oder filigrane, …

Tabea: Ich liebe die Strukturen, die durch den Druck entstehen – gern tauche ich in die Details ein. Besonders beeindruckend finde ich diesen Druck von Nadine @nahanssen. Das Neon-Magenta ist so mutig und obwohl es eine Signalfarbe ist, gestaltet sie hier einen sanft-fulminanten Sonnenuntergang. Verträumter habe ich eine Neonfarbe bisher noch nie im Einsatz gesehen:

Tabea: Auch das Spiel von Positiv und Negativ ist – trotz minimalistischer Stilmittel – sehr gelungen. Besonders die Kombination dieser beiden Drucke gefällt mir. Links ist Nadines Druck und rechts Waltrauds. Farbtechnisch stehen sie zwar deutlich im Kontrast, aber inhaltlich treffen sie für mich eine ähnliche Sprache und Stimmung. Der Duktus, die Strichstärken, Bildaufbau und Ausdruck passen perfekt zueinander. Die beiden Blicke unterhalten sich sanftdiesig miteinander. Ich wäre gern an beiden Orten, um eine Weile Luft in die Landschaft zu starren.

Tabea: Zurück zu deiner Sammlung, Michaela. Ich finde die Leporello-Idee sehr schön! Allerdings frage ich mich gerade, wie man das mit 40 Arbeiten macht.

Michaela: Da ich so viel mehr Drucke zusammenbringen musste, habe ich mich dafür entschieden, die einzelnen Drucke nur mit gefalzten Papierstreifen zu Leporellos zusammen zu fügen und daraus drei Faltbücher zu machen. Dann ging es ans falzen und kleben. Mit diesem Stapel bin ich dann nach Hause geradelt, eine sonnige Spätsommer-Radtour am Rhein entlang, in Gedanken noch in den sommerlichen Landschaften der Drucke.

Tabea: Das Faltbuch sieht sehr schön aus im Profil! Eine schöne Idee mit den Streifen, da bleiben die Rückseiten frei. Die unterschiedlichen Papierqualitäten und -farben kommen gut zur Geltung. Bei mir stehen die Namen der Künstlerinnen auf der Rückseite. Was hast du mit den Drucken auf dünnem Papier gemacht? Ich denke da an mein Linoldruckpapier, welches wirklich hauchdünn ist.

Michaela: Teilweise habe ich eine dickere Pappe hinter die dünnen Papiere geklebt, damit sie nicht verknicken. Aber durch die Pappstreifen bleiben sie auch so recht stabil. Am Sonntag habe ich dann für meine drei Faltbücher die Deckel gestaltet. Die Umschläge der Sommerpost boten reichlich Collagematerial dafür:

Michaela: Mit einem eingebauten Bindeband kann ich die Faltbücher verschließen. Zwei der Bücher haben hinten einen Umschlag mit Beigaben, Briefen und netten Kleinkram, die einfach dazu gehören.

Tabea: Deine Titel-Collagen mit den »Sommerpost« Schriftzügen der Umschläge finde ich richtig toll! Ich habe mir ein paar schöne Umschläge zur Seite gelegt für eventuelle Buchdeckel. Werde ich dem diesjährigen Trend zum Leporello folgen? Vermutlich, wo ich jetzt so viele Inspirationen dazu habe. Ist schon sehr fesch! Und auf jeden Fall wäre das ein würdevoller Abschluss für den Stapel an Puzzledrucken, die gerade noch neben mir liegen.

Michaela: Die Leporellos haben den Vorteil, dass man durch den Sommer blättern oder auch die gesammelten Werke nebeneinander aufstellen kann, um zusammen die wunderbare Landschaft zu bewundern, die wir alle gemeinsam gedruckt haben.

Tabea: In letzter Zeit habe ich eher Bücher gebunden. Da freue ich mich, dass ich nun mal eine andere Archivierungsmethode anwenden kann. Vermutlich wird es auch ein Leporello, oder eben mehrere, damit man sie auch gut händeln kann. Übrigens habe ich auf meinem Schreibtisch noch ein paar Stapel aus den älteren Postkunst Aktionen liegen. Bei meiner noch immer aktuellen Aufräum-Aktion fanden sich so einige noch nicht verarbeitete Post-Sammlungen. Das sind schöne Projekte für den Winter! Eindeutig ist es viel schöner, wenn die Post eine Form bekommt und nicht als wildes Bündel leben muss.

Tabea: Ich poste heute über meine Herangehensweise für die Sommerpost. Komm gern vorbei und schau dich um! Ich führe durch meine Skizzenbücher und zeige meine intuitive Annäherung an eine vierteilige Druckplatte.

Das war ein schöner Sommer! Danke, dass so viele Postkünstlerinnen aktiv und kreativ waren und für eine gemeinschaftliche Stimmung gesorgt haben! Teilt eure Ergebnisse, Bindungen, Archivierungen und Sammlungen gern auf Social Media. Wir freuen uns über jedes Werk und über jeden persönlichen Blick!

Nun gehen wir in eine kleine Herbst-Pause und begrüßen euch dann bald zu Adventspost. Für unseren postalischen Adventskalender gibt es schon ein paar Ideen. Wir sind selbst noch gespannt, wie unser diesjähriges Konzept aussehen wird.

Kreative Grüße und bis bald • Michaela und Tabea

Schwarmwissen Sommerpost 2025

Schwarmwissen Sommerpost 2025

Hier ist das Ergebnis unseres Zoom-Meetings. Danke für eure rege Teilnahme und für die guten Gespräche. Nur so konnte unser »Schwarmwissen Sommerpost 2025« so vielseitig werden. Bitte beachte, dass einige Tipps bereits im Konzept stehen.

Papier

Welches Papier du verwendest, hängt auch von der Farbe ab. Linoldruckfarbe trägt dicker auf, als Akuafarbe. Papiere, die extra für den Linoldruck gemacht wurden, können dünn sein und trotzdem haltbar. Denn sie sind recht reißfest und können mit Feuchtigkeit umgehen.

Tipps für Papiere, die sich für den Linoldruck eignen:

  • Paint ON Mix Media Papier 250 g/m2
  • Linoldruckpapier gibt es von Boesner ca 120 g/m2
  • Für die Akua Farbe eignet sich das hochvolumige Papier von Boesner – Roter Block
  • Boesner Le Grand Bloc
  • Boesner Profi Zeichnblock
  • Vang Linolblock – Japanpapier

Farbe

Linoldruckfarbe bleibt auch nach dem Trocknen wasserlöslich. Das hat den Vorteil, dass du Werkzeuge und Co gut reinigen kannst. Buchdruckfarbe und Akua Farben sind nach dem Trocknen wasserfest. Alle erwähnten Farben trocknen langsam und sollten dünn verarbeitet werden. Berücksichtige die Trocknungszeiten bei deiner Arbeit.

  • Talens Art Creation Lino Colour
  • Schmincke Linoldruckfarben
  • Creall LINO
  • Akua
  • Charbonnel Buchdruckfarbe
  • Keine Empfehlung: TUGA Linoldruckfarbe ist billig, aber verdirbt schnell
  • Bitte keine Acrylfarbe verwenden. Sie trocknet zu schnell und fließt in eure Vertiefungen.

Linoldruck

Inspirationen im Web:

Auf trockenem Papier drucken oder anfeuchten?
Beim Linoldruck feuchtet man das Papier vorher nicht an wie beim Tiefdruck. Um scharf Kanten beim Drucken zu erhalten, verwenden wir das Papier trocken.

Druckplatten

Im Meeting wurde empfohlen: Essdee Mastercut 2x DIN A4

Je weicher die Druckplatte, desto einfacher das Schnitzen. Bitte beachte, je weicher die Druckplatte, desto biegsamer ist auch das Material und verträgt entsprechend weniger Druckkraft beim Drucken. Damit sehr feine Stege beim Drucken nicht wegbiegen, brauche es eine gewisse Festigkeit in der Platte.

Um sicher zugehen und sich beim Schnitzen nicht zu verletzten, empfiehlt sich eine Schneidehilfe. Zum Beispiel das Brett von Sostrene Grene.

Wie färbe ich die Puzzleteile ein?
Die Druckplatten müssen für einen sauberen Druck gleichmäßig eingewalzt werden. Dafür verteilst du die Farbe vorher auf einer Glasscheibe oder Platte und trägst sie dann eher dünn als dick auf deine Druckplatte. Bitte beachte, dass du für jeden Farbton eine Walze brauchst. Bei Drucken mit vier Teilen brauchst du auch vier Farbrollen für den Farbauftrag. Es wäre zu aufwändig jedes Mal die Rolle zu reinigen.

Womit zerteile ich die Puzzleteile?
Mit einem Skalpell oder Cutter. Bei Lionoldruckplatten können die Fäden mit einer Schere durchtrennt werden.

Wie drucke ich?
Hinweise findest du bereits im Konzept. Du kannst außerdem Druckpressen oder eine Buchpresse verwenden. Du musst keine Geräte kaufen! Drucken mit der Hand klappt gut!

Wie drucke ich passgenau?
Wir haben extra einen ein cm breiten Rand freigelassen. Diese Zone ist auch dafür gedacht, dass du das Blatt positionieren kannst. Abweichungen beim Drucken sind okay. Du kannst dir eine Positionierhilfe oder Maske bauen. Markierungen auf der Tischplatte können auch helfen.

Darf der Rand bedruckt werden?
Unsere Druckplatte ich einen cm kleiner als das Papier. Dadurch entsteht automatisch ein kleiner Rand. Dieser Rand wird nicht eingefärbt, sondern lässt die natürliche Farbe deines Papiers frei.

Signieren und Beiwerk

Darf ich dem Motiv einen Titel geben?
Wir freuen uns über Titel und Geschichten rund um deinen Blick! Schreibe gern auf extra Zetteln etwas zu deiner Arbeit.

Wie signiere und nummeriere ich?
Wir haben einen Papierrand von einem cm gelassen. Am unteren Rand kannst du links deine Auflage mit Bleistift schreiben. Zum Beispiel 1/9 oder, wenn deiner Auflage höher ist, entsprechend deine Auflage. Signiere und datiere hinter der Auflage.

Hinterlasse deinen Namen auf deinem Werk
Sollte deine Unterschrift vorne auf dem Druck nicht gut zu lesen oder ein Künstlername sein, schreibe deinen vollen Namen bitte auf die Rückseite. Verwende einen Bleistift.

Beiwerk, Briefchen und Co sind immer willkommen, wenn du magst!

Verschicken

Versenden wir als Postkarte? Oder im Umschlag?
Wir versenden die Drucke sicher im Umschlag mit Papprückwand. Bitte schreibe deine Adresse auf den Umschlag.

Wir freuen uns, wenn die Post auch von außen schön aussieht. Die Gestaltung ist dir frei überlassen. Berücksichtige, dass die Seite, auf der sich die Adresse befindet, gut lesbar ist. Das erhöht die Chance, dass die Post ankommt. Achte darauf, dass nichts in den Maschinen der Post hängen bleiben kann, z. B. durch angeklebte Sachen, die sich lösen.

»Was kann ich noch beachten?«

Bitte keine Klar-Adressen im Netz veröffentlichen oder vorab fertige Arbeiten zeigen.

Zeige sehr gern Teaser, Experimente und deine Freude am Gestalten auf Instagram und Co. Verlinke dich mit dem Post-Kunst-Werk.

Das Bedanken und die Rückmeldung, dass ein Brief angekommen ist, ist eine feine Geste, worüber sich viele sehr freuen. Beachte bitte, dass dies kein Zwang sein sollte. Wenn du unbedingt wissen möchtest, ob deine Post angekommen ist, dann frag ohne Vorwürfe nach.

Sollte dir etwas dazwischen kommen, besprechen dies bitte freundlich mit deiner Gruppe. Sie wird Verständnis für dich haben und ihr findet gemeinsam eine Lösung.

Deine Anmeldung ist bindend! Nimm dies bitte ernst, denn viele Kreative verlassen sich auf dich und möchten Freude an der Aktion haben. Bitte ghoste niemanden! Melde dich bei deiner Gruppe, wenn du deinen Termin verschieben musst. Reagiere auf persönliche Anfragen. Auch wenn es dir unangenehm sein sollte, wenn du dich verspätest oder aufgeben musst. Du hast das Verständnis deiner Gruppe, wenn du sie freundlich informierst und emotional abholst.

In Notfällen, melde dich bei uns ab. Wir kümmern uns dann um den Rest.

Habt viel Spaß mit der Sommerpost 2025!
Michaela und Tabea

Sommerpost 2025: Sommerlandschaft im Puzzledruck

Sommerpost 2025: Sommerlandschaft im Puzzledruck

Herzlich willkommen zum Start der Sommerpost 2025. In diesem Sommer holen wir nach längerer Zeit wieder die Schnitzwerkzeuge aus der Schublade und vertiefen uns in den mehrfarbigen Linol- oder Stempeldruck. Bring Bewegung und Tiefe in deinen Druck, in dem du deine Druckplatte und das Motiv zerschneidest. Es entstehen Segmente, die du in verschiedenen Farben einwalzen, wieder zusammensetzen und als Einheit drucken kannst. Wir sind begeistert von der Idee, mit einem Druckdurchgang in unterschiedlichen Farben zu drucken. Diese Technik bietet uns ungeahnte Möglichkeiten, die wir in dieser Sommerpost-Aktion austesten werden.

Landschaft als Motiv

Erinnerst du dich an Blicke in die Ferne, die dich berührt haben? In diesem Projekt lassen wir Raum für deinen Weitblick, ein Freiheitsgefühl, Zeit zum Rasten! Es geht uns um diese wenigen und besonderen Blicke, die hängen bleiben. Das kann eine Landschaft aus deiner Heimat sein, eine besondere Urlaubserfahrung oder das Gefühl an einem Ort endlich angekommen zu sein. Hast du einen Vision von einem Phantasieblick? Lass deine persönliche Wohlfühllandschaft entstehen!

Aus welchen Bereichen besteht dein Lieblings-Fernblick? Hat er einen Grund und Boden, Wiesen, Hügel, Berge, Gewässer und darüber einen freien Himmel? Oder verknüpfst du diesen Blick in die Landschaft mit einem bestimmten Wettergefühl? Hörst du den Wind, der die Wolken am Himmel aufmischt? Zirpt da eine Grille im sommerlichen Gras? Gibt es Zwischenräume, Übergänge, einen Horizont? Der Horizont ist mehr als nur eine Linie, er teilt ein und ist die Stelle, an der sich Erde und Himmel scheinbar berühren. Ist der Horizont für dich eine Grenze oder ein Übergang? Was grenzt sich ab, woraus besteht der Übergang?

Finde Muster

Gestaltest du detailreich Wurzeln, Pflanzen, Steine, Hügel, Berge heraus, so dass ein verwebendes Muster entsteht? Oder gestaltest du minimalistisch mit bloßen Andeutungen verschiedener Landschafts-Elemente? Punkte, Linien, Flächen können geschickt angeordnet ein Landschaftsmuster ergeben. Du brauchst keine komplexe Zeichnungen zu erstellen. Arbeite mit den Mitteln und Fähigkeiten, die du hast. Bei dieser Postkunst Aktion kannst du frei wählen, wie sehr du ins Details gehst. Auf unserem Pinterest-Board findest du komplexe und einfache Inspirationen.

Technik und Material

Linolschnitt erlebt gerade eine neue Blüte. Nachdem die meisten ihr Schultrauma »Linol« mithilfe von weichem Schnitzgummi verarbeitet haben, können wir uns jetzt auch wieder an dem Ursprungsmaterial zuwenden und nicht nur Stempel schnitzen. Neben den klassischen braunen Platten gibt es mittlerweile auch Druckplatten in helleren Farben und unterschiedlichen Härtegraden. Auch die weichen Stempelplatten sind natürlich erlaubt. Das weiche Material erleichtert es, die Platte zu zerschneiden. Je nachdem, ob du deine Landschaft in detaillierte Formen aufteilen möchtest oder einfach eine Landschaft aus Streifen aufbaust, ist die Wahl des Materials entscheidend. Beides ist möglich und willkommen!

Aber wie drucken wir eigentlich? Keine Panik, du musst dir keine großen Maschinen zulegen. Wer hat, kann natürlich gern eine Druckpresse verwenden. Ansonsten legst du das Papier auf die eingewalzte Druckplatte und reibst den Druck auf das Papier. Mit einer Druck- oder Farbwalze kann mehr Druck ausgeübt werden. Es gibt Walzen, die eine besonders dicke und etwas weichere Gummierung haben, als Farbwalzen. Auch Hilfsmittel, wie Handreiber – die man kaufen oder selbst bauen kann – eignen sich gut, um den Druck gleichmäßig zu übertragen.

Wir drucken mit wasserlöslichen Linoldruckfarben, Stempelkissen oder Hochdruckfarben. Für ein gutes Ergebnis achte auf Farben, die für den Hochdruck geeignet sind. Experimentiere gern.

Das Papier sollte hochwertig sein und sich für diese Technik gut eignet. Wir möchten dir keine genauen Vorschriften machen. Linoldruckpapier ist sehr reißfest, obwohl es dünn ist und sich für den Hochdruck sehr gut eignet. Strukturierte Papiere eigenen sich weniger, je glatter das Papier, desto schärfer wird der Druck.

Freie Farbwahl

Bei dieser Postkunst Aktion machen wir dir keine farblichen Vorgaben. Setzt du auf kräftige Kontraste, um deine Landschaft interessant und aufregend zu gestalten? Oder suchst du Ton in Ton ein harmonisches Miteinander deiner verschiedenen Bereiche? Wieviele unterschiedliche Farben möchtest du einsetzen? Entscheide selbst, ob du minimalistisch oder sehr komplex gestalten möchtest.

Format, Auflage und Signatur

Wir drucken auf einem Papier im Format DIN A5 im Hochformat. Auf dem Hochformat haben wir mehr Möglichkeiten, in die Tiefe zu gehen. Damit du das Druckmotiv gut auf der Druckplatte positionieren kannst, ist es rundherum 1 cm kleiner als A5. Wir berücksichtigen also einen 1 cm Rand. Die Drucke werden mit Bleistift nummeriert, datiert und signiert.

Das Prinzip

Wir gestalten Kunstwerke in einer Auflage von 9 Stück. Jede Teilnehmerin deiner Gruppe erhält 1 Exemplar und eine Landschaft behältst du für dich. Am Ende kannst du in die besonderen Landschaftsstreifen der Teilnehmerinnen deiner Gruppe blicken. Du hast eine kleine Sammlung besonderer Orte. Gestalte dir eine Mappe, einen Leporello oder einen keinen Schöne-Orte-Katalog. 9 Arbeiten kannst du auch gut rahmen.

Projektdaten

Technik: Mehrfarbiger Hochdruck
Motiv: Landschaft
Druckplatte: Linol-, Stempelplatte
Papierformat: 148 x 210 mm = DIN A5 Hochformat
Motivformat: 128 x 190 mm (rundherum 1 cm weniger als DIN A5)
Auflage: 9
Farbkonzept: frei
Papier: Linoldruckpapier, Hochdruckpapier

Zeitrahmen

Anmeldung: 16.6. bis 22.6.2025
Zoom-Meeting: 20.6.2025 um 19 Uhr
Listen verschicken bis: 29.6.2025
Start: 14.7.2025
Ende: 8.9.2025

Inspirationen

Unser Sommerpost-Pinterest- Board
Youtube • Handprinted • Jigsaw Linocut
Youtube • Art by Tatiana Svistunova • jigsaw linocut printing process
Blog • Michelle Hughes
Blog • Troubleshooting Linocut • Booba Prints
Anleitung • Jigsaw-linocut
Linoldruck Inspiration • Lino Lord
Tipps und Einblicke • Boarding all rows
Instagram • https://www.instagram.com/booba_prints

Die Anmeldung ist abgeschlossen!

Frühlingspost 2025 Finissage

Frühlingspost 2025 Finissage

In den letzten Wochen haben wir uns einen bunten Strauß Blumen gepflückt. Sie wuchsen direkt aus dem Briefkasten. Wir haben uns über wöchentliche, wunderschöne Briefumschläge und Schnittblumen gefreut. Heute beenden wir die Aktion mit der »Frühlingspost 2025 Finissage«. Wir sprechen über unsere eigenen Herangehensweisen und zeigen die ganze Pracht. Dankeschön für die vielen Sonderpöste, wir freuen uns immer sehr darüber!

Tabea: Das Gärtnern ist mir wichtig. Mein kleiner Garten wird nun ein Jahr alt. Als die Frühlingspost begann, schlief er noch, um so eifriger habe ich mich meinen Schnittblumen zugewandt. Da ich diesmal recht weit vorn auf der Liste stand, habe ich früh angefangen, Ideen zu sammeln. Einen gewissen Eindruck hatte ich vorher schon. Meine persönliche Herangehensweise und Ideenfindung im Skizzenbuch findest du HIER in meinem Blog. Ich hatte viel Freude dabei, dass Papier mit Tusche passend einzufärben. Und war begeistert von den Eigenschaften des Linoldruckpapiers, das hauchdünn und trotzdem sehr strapazierfähig ist.

Michaela: Diese Frühlingspost bot sich für uns beide an, so ganz in unserer jeweils eigenen Art und Weise zu arbeiten. Das sieht man auch an unseren Fotos, deine auf deinem lilafarbenen Tisch, meine auf dem grünen Arbeitsbrett. Meine Schnittblumen sind komplett in meiner Komfortzone gewachsen, Scherenschnitt in Grüntönen, so ganz meins. Ich habe hier schon in meinem Blog darüber geschrieben. Ich war, im Gegensatz zu dir, diesmal als letzte in meiner Gruppe dran. Zwar waren die eigentlichen Bögen schon im März fertig, aber das drumherum, die Umschläge und persönlichen Grüße habe ich erst Anfang Mai fertig gestellt.

Tabea: Für mich stand diesmal von Anfang an fest, dass ich ein Buch binden würde. Die japanische Bindung ist nicht meine Lieblingstechnik. Daher habe ich kaum Bücher dieser Art in meinem Regal stehen. Also dachte ich, perfekte Gelegenheit, mal eins zu binden! Aber es kam anders. Der Vielfalt zuliebe und weil ich zeigen wollte, dass es auch mit eher dünnen Papieren funktioniert, habe ich mich für die Waisenbindung entschieden.

Michaela: Mit der japanische Bindung hatten wir am Anfang geplant. Es ist auch nicht meine Lieblingsbindung, wenn ich in den Büchern noch zeichnen und schreiben will. Aber sie bietet sich sehr gut an, um fertige Seiten zusammen zu binden. Und auch besonders für dieses schmale Format, das an der kurzen Seite gebunden wird. Schauen wir uns aber erst mal die Entstehung deines Buches an, danach zeige ich mein japanisches Buch.

Tabea: Für die Deckel habe ich wunderschön gestaltete Umschläge der Teilnehmerinnen verwendet, in die ich Kartons zur Verstärkung eingelegt habe. Vier Löcher erschienen mir passend für eine gute Stabilität. Beim Lochen habe ich bemerkt, dass nun auch meine Beschriftungen erhalten bleiben. Viele Arbeiten waren nicht signiert, um zu wissen, welche Arbeit vom wem ist, habe ich die Namen mit Bleistift an den Rand geschrieben. Bei der japanischen Bindung wäre dies im Bund verschwunden. Das finde ich so toll an der Waisenbindung, die ganze Arbeit bleibt erhalten!

Michaela: Oh ja, das ist ein entscheidender Vorteil, da hast du vollkommen Recht. Bei mir ist irgendwann die Zuordnung verlorenen gegangen, das hätte ich mal vorher beachten sollen!

Tabea: Meine bunte und eher dicke Bindfaden-Sammlung war leider ungeeignet für das dünne Papier. Daher habe ich einen weißen, dünneren Faden gewählt und ihn im Tusche-Pinselwasser eingefärbt. Das war sehr beglückend! Der Faden hatte kaum Rückgrat, also habe ich ihn gewachst und er war perfekt!

Tabea: Beim Binden ist mir aufgefallen, dass die japanische Heftung vermutlich schneller von der Hand geht. Warst du schnell fertig Michaela? Die einzige Schnittblume, die ich verstärkt habe, ist meine eigene. Das Linoldruckpapier wiegt nur 45 g/qm. Für die Verstärkung habe ich einen Streifen aus meiner Frühlingspost 2025 ausgeschnitten. Passte farblich wie die Faust aufs Auge.

Michaela: Ja, ich war tatsächlich ziemlich schnell fertig. Ich habe mein Büchlein an einem Sonntag Abend während des Tatorts gebunden (der mir nicht in Erinnerung geblieben ist, war wohl nicht so spannend).

Tabea: Ein Regenbogen bunter Blumenwälzer ist es geworden! Das Gefühl beim ersten Blättern ist immer besonders! All die schönen Kombinationen, die ja eher zufällig aufeinandertreffen. Obwohl ich an der schmalen Seite gebunden habe, ist das Buch stabil und lässt sich gut handhaben. Der Vorteil ist, dass man die Seiten flach aufschlagen kann. Ich bin gespannt, wie das bei deinem Buch ist Michaela, zeig mal!

Michaela: Oh, ja, so schön, wie sich sich alles zusammen fügt. Textseiten und Bildseiten sind ja immer von anderen Postkünstlerinnen und trotzdem passt irgendwie alles zusammen. Ein wenig gehadert habe ich mit den Quer- und Hochformaten. Im Rückblick wäre es einfacher gewesen, wir hätten eine Richtung vorgegeben. So muss man das ganze Buch immer wieder einmal drehen. Aber das macht es auch spannend. Da ich mein Buch so nebenher auf dem Sofa gebunden habe, gibt es keine Fotos der Entstehung, nur des fertigen Werkes. Wir beide bekommen ja immer so viel Extrapost und es ist wieder ein dicker Wälzer geworden, ein wenig zu dick für die japanische Bindung. Man hätte die Bindung noch durch Papierstreifen ausgleichen können, aber dazu hatte ich keine Lust. So »schnabelt« das Buch, es springt also vorne auf, während die Bindung fest ist.

Tabea: Mir gefällt der handgemachte Look sehr! Es darf ruhig etwas schnabeln.

Michaela: Ich habe es mir einfach gemacht und gar keinen festen Deckel gebaut. Auf der Rückseite eine Graupappe und die Titelseite ist einfach mein eigenes Schnittblumen-Blatt. Ich habe auch alle Blätter nach Farben sortieren und jeweils bei 3 cm mit dem Falzbein gerillt, damit sie sich besser falten lassen.

Michaela: Das japanische Buch lässt sich natürlich nicht komplett aufschlagen, aber das finde ich nicht so schlimm, da wir es eigentlich ja auch eingeplant haben und auf den meisten Bögen Platz für die Bindung war, nur wenige Worte verschwinden in der Bindung.

Michaela: So genial, wie gut die Seiten jeweils zusammen passen, auch wenn man zwischendurch den Kopf drehen muss.

Tabea: Ja, das finde ich auch. Und interessant, ich habe Arbeiten aus den gleichen Serien, die sich in meinem Buch natürlich anders kombinieren. Deine japanische Bindung lässt sich wunderbar aufschlagen! Ist gewiss die stabilere Variante, da die Seiten fest verbunden sind. Bei mir schiebt es etwas beim Blättern. Aber absolut in einem Bereich, der okay ist. Also zwei Bindetechniken, die sich gut für die Frühlingspost eignen.

Michaela: Hinten habe ich noch zwei Taschen mit eingeheftet für diverse schöne Kleinigkeiten aus den Umschlägen.

Tabea: Deine Idee mit den Taschen habe ich gern übernommen. Ich vermute, wir haben die gleiche Quelle für diese transparenten Papiertaschen? Sie hatten das perfekte Format und ließen sich wunderbar einheften. Da die Blätter bei der Einzelblattbindung anders strapaziert werden, als bei der japanischen Bindung, habe ich die transparenten Papiertüten im Bund mit einem Streifen verstärkt. Ich habe die vielen kleinen kreativen, beschrifteten Beigaben aus den Briefen in die drei Taschen einsortiert. Auch schöne Ausschnitte aus Briefumschlägen, die mal wieder wunderschön beschriftet waren. Einige trugen kalligrafische Handschriften und waren bedruckt.

Michaela: Wir hatten einmal die gleiche Quelle an transparenten Umschlägen, aber meine sind schon lange aufgebraucht. Ich habe sie für als Wundertüten genutzt, die ich immer auf dem Papiermarkt verkaufe. Die Hüllen im Frühlingsbuch habe ich aus einem festen Transparentpapier gefaltet und zusammengeklebt.

Michaela: Am letzten Wochenende habe ich dann auch endlich einen Haufen Dankespost geschrieben und verschickt. Meine Schnittblumen-Muster sind ja gleichzeitig Entwürfe für Schablonen. Eine davon gibt es schon und mir der habe ich Postkarten bedruckt und mich damit für die viele Sonderpost bedankt. Das musste jetzt sein, sonst sind wir bald schon wieder mitten in der Sommerpost und es wird noch vergessen. Auch an dieser Stelle nochmal einen dicken Dank an alle, die mitgemacht haben

Tabea: Schön die Variationen in deiner Serie zu sehen. Und toll, dass du es zeitnah geschafft hast, Danke-Post zu gestalten und zu verschicken. Ich habe das geplant, bin aber noch nicht aktiv geworden. Ich wünsche mir, die Papierfärberei mit andern Farbtönen auszuprobieren.

Zeigt gern eure Bücher und Verarbeitungen auf Instagram und in euren Blogs! Wir sind gespannt. Danke, danke für eure rege Teilnahme! Die Sommerpost naht! Unser Konzept steht bereits und wir sind schon sehr eingenommen von dem neuen Thema. Wir freuen uns auf den Startschuss am 16. Juni, also weniger als in einem Monat!

Bis dahin liebe Grüße von Michaela und Tabea

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