Schablonendruck-Tipps

Schablonendruck-Tipps nach Müllerin Art

Die Frühlingspost kann starten, heute flattern eure Listen in die Mail-Postfächer. Habt ihr schon angefangen, eure Flora und Fauna zu entwerfen? Vielleicht schon die Stoffe rausgesucht und die ersten Schablonen geschnitten? Wir freuen uns, wenn ihr experimentiert und euren Weg findet. Da einige Fragen aufkamen, teile ich hier gerne noch ein paar Tipps zu Technik und Material, denn schließlich ist diese Technik meine absolute Lieblingsdruck-Technik.

Schablonen
Deine Entwürfe kannst du aus unterschiedlichen Materialien ausschneiden. Ich nehme meist einfache Overheadfolie, die kannst du auf den Entwurf legen, mit Folienstift durchzeichnen und mit dem Skalpell ausschneiden. Der große Vorteil der stabilen Folie ist ihre Haltbarkeit, sie verschiebt sich wenig beim Druck. Leichter schneiden kannst du dünneres Material: Tyvek habe ich gerade entdeckt und zeige es in meinem Blogpost von Mittwoch. Auch Freezerpapier, ein kunststoffbeschichtetes Papier funktioniert gut, das Papier kann man auf den Stoff aufbügeln und rückstandslos wieder abziehen. Erst einmal ausprobiert habe ich Steinpapier, das ist ein papierartiges, wasserfestes, stabiles Material. Die erste Schablone hielt leider nur fünf Drucke, vielleicht waren die Stege zu dünn. Natürlich können die Schablonen auch aus Pappe sein, diese weicht nach einiger Zeit durch. Deshalb sind Milchtüten auch eine gute Alternative. Schneiden kannst du deine Schablonen mit einem scharfen Skalpell oder auch mit dem Plotter, wenn du einen hast.
Achte beim Schneiden darauf, dass die Schablonen rundum einen breiten Rand haben, damit du nicht versehentlich über den Rand druckst.

Die Schablone aus Steinpapier hielt bei mir nicht lang.

Druck
Ich drucke im Schablonendruck am liebsten mit einer weichen Schaumstoff-Farbrolle aus dem Baumarkt, die Farbe mischt sich beim Rollen, der Farbauftrag geht flott und wird gleichmäßig. Die Schablone muss dabei immer mit der anderen Hand festgehalten werden oder bei größeren feinen Motiven von der Rückseite leicht mit wiederablösbaren Sprühkleber fixiert werden. Natürlich kannst du auch mit einem Schwämmchen oder Stupspinsel die Farbe durch die Löcher in der Schablone tupfen, dadurch entstehen andere Strukturen und die Ränder werden nicht so scharfkantig. Auch Sprühen kann man die Farbe, dabei bleibt aber viel Farbe auf den Schablonen. Auch für den Siebdruck können Schablonen genutzt werden, das ist aber eigentlich eine andere Technik, die aufwendiger ist, aber auch vielfältigere Möglichkeiten bietet (hatten wir schon mal vor ein paar Jahren).

Farben (Werbung)
Für den Textildruck nutzt du am besten bügelfixierbare Textildruckfarbe. Die Farben dürfen nicht zu dünnflüssig sein, damit sie nicht unter die Schablonen rutschen. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit Dekaprint-Siebdruck-Farben gemacht. Im Jeromin-Shop gibt es eine große Auswahl an unterschiedlichen Druckfarben. Achtet darauf, ob die Farben auch für dunkle Untergründe geeignet sind und deckend drucken.

Ganz frisch getestet habe ich die neuen Siebdruckfarben von Alles für Selbermacher, die sind sehr schön dickflüssig und deckend, sehr gut auch für den puren Schablonendruck ohne Sieb geeignet. (nur leider schon so schnell ausverkauft.) Die Farben trocknen sehr langsam, was für den Siebdruck wichtig ist, für den Schablonendruck nicht so sehr.

Normale Acrylfarben für Papier werden zu fest auf Stoff. Es gibt auch ein Medium, das man mit normalen Acrylfarben mischen kann, um sie bügelfixierbar und weicher zu machen. Das habe ich allerdings noch nicht getestet. Flüssige Farben eignen sich nur für die Sprüh-Technik.

Stoffe
Baumwolle, Leinen, Omis Bettwäsche, Webware in allen Varianten, möglichst aus Naturfasern eignen sich zum Bedrucken. Nehmt keinen elastischen Stoff und keine offensichtlichen Plastikstoffe.
Der Stoff sollte nicht rein weiß sein. Entweder ihr benutzt einen farbigen Stoff oder färbt ihn vorher ein. Bitte den Stoff vorher waschen, damit er später nicht einläuft und die Farbe besser aufnimmt. Und nach dem Druck gut trockenen lassen und fixieren.

Viel Spaß beim Drucken
wünscht Euch Michaela

Post-Kunst an einem Tisch

Michaela und Tabea ©postkunstwerk

Wenn wir an einem Tisch sitzen… hatten wir euch im letzten Post versprochen …. gestalten wir euch ein Label für die Frühlingspost-Karten. Jetzt saß Tabea letzte Woche wirklich zwei volle Tage an meinem Studio-Tisch und zu den Labels sind wir gar nicht gekommen. Dafür hecken wir andere tolle Dinge aus, von denen wir euch jetzt noch nichts erzählen können.

Frühlingspostdank ©postkunstwerk

Als Tabea dann weiterreiste an einen anderen kreativen, viel bunteren Tisch, habe ich mich daran gemacht, meine Frühlingspost zu sortieren, zu markieren und mich zu bedanken. Jetzt gibt es für euch alle einen Bogen mit Labels zum Ausdrucken und Beschriften. Meine Labels habe ich auf Ettikettenpapier ausgedruckt, aber selbstklebend müssen sie ja gar nicht sein. Wichtig ist, dass man erkennen kann, wer die Karte und den Umschlag gestaltet hat.

Die Labels könnt ihr euch hier runterladen und ausdrucken.

Frühlingspostdank ©postkunstwerk

Weil ich ja so viel Sonderpost bekommen habe, nutze ich genau diese, um mich bei den anderen Postkünstlerinnen zu bedanken. Dabei hoffe ich wirklich, dass ich nichts durcheinander gebracht habe und auch wirklich allen ein Danke schicke.

Frühlingspostdank ©postkunstwerk

Von Ihren Versand-Umschlägen befreit, passen die schönen Karten und Umschläge nun auch in meine Kleisterpapier-Schachtel, die ich letzten am Schachteltag beklebt habe. Schachteln beklebt haben wir mit Tabea und zwei lieben Postkünstlerinnen am letzten Freitag auch noch. So gingen unsere gemeinsamen Tage mit herzlichen Begegnungen zuende.


Eure Michaela

Frühlingspostdank ©postkunstwerk