Herzlich willkommen im neuen Jahr! Wir beenden unser Projekt mit unserer traditionellen Adventpost Finissage. Das Konzept zur diesjährigen Postkunst findest du hinter diesem Link. Wir schauen heute zurück auf unsere Engelschar, die wir im Advent gesammelt haben. 24 Tage lang hatten wir Engelspost im Briefkasten. Wie schön, dass wir uns für Briefumschläge entschieden haben! So konnten wir den Adventskalender-Effekt noch mehr genießen. Wenn sich mal die Post stapelte, konnten wir sie sortieren und am richtigen Tag öffnen.

Tabea: Meine Magnetwand hat sich dieses Jahr sehr bewährt! Alle ATC-Engelchen fanden ihren Platz. Über 24 Tage sammelten sich immer mehr Lichtboten, die aus ganz Deutschland – und sogar einigen fernen Ländern – herbeigeflogen kamen.

Michaela: So schön, dass es bei dir jetzt auch eine Magnetwand gibt. Meine Küchenwand gehört ja traditionell zur Adventspost dazu, das erzähle ich jedes Jahr um diese Zeit. Das kleine ATC-Format passte perfekt, so dass ich in diesem Jahr nicht die ganze Wand abräumen musste oder gar noch ausweichen musste auf andere Räume.
Tabea: Anfangs bewahrte ich die Umschläge auch an der Magnetwand auf, doch rasch wurde es zu eng. Wirklich sehr praktisch waren dieses Jahr die Umschläge! Das Geheimnis konnte bis zum richtigen Tag bewahrt werden. Danke, für all die Sonderpöstchen, die ihr mir geschickt habt! Ich habe bündelweise Post aus dem Kasten in meine gute Stube getragen und sortiert.


Michaela: Auch von mir ein ganz herzlicher Dank für die viele wunderbare Post. Durch die Umschläge war es dieses Jahr ein richtiger Überraschungs-Adventskalender. Scheinbar nicht dein einziger… oder waren die Päckchen für deine Kinder?
Tabea: Ja, das sind nicht meine, sondern die der Jungs. Die mögen auch noch kleine Überraschungen. Die Magnetwand mit den Engeln hat noch andere vorweihnachtliche Rituale angezogen. So eine adventliche Ecke in der Wohnung hatten wir so auch noch nicht und es hat sich recht feierlich angefühlt.

Tabea: Obwohl wir im Advent in einer Auflage von mindestens 24 Stück gearbeitet haben, waren die Umschläge wieder wunderschön gestaltet! Einige sind Kunstwerke mit schöner Handschrift, Stempeln, Drucken und Zeichnungen. Ich mag diesen grafischen Schneemann mit 2-Hut:

Tabea: So liebevoll gepackte Briefe! Es gab, neben den Engel-Karten, viele kleine Überraschungen: persönliche Worte und Wünsche, Arbeitsberichte, gestaltete Kärtchen und Verzierungen, schöne Geschenkpapiere und Musterbanderolen. Es hat Freude bereitet, die Post zu öffnen und ich habe mich sehr beschenkt gefühlt! Hier habe ich für euch ein paar Augenweiden zusammengestellt:


Michaela: Oh ja, die schönen Verpackungen waren ganz besondere Geschenke an jedem Tag im Dezember. Ich habe es morgens als erstes bei Kerzenlicht immer zelebriert, die jeweilige Karte auszupacken.


Tabea: Werfen wir einen genaueren Blick auf die Engel. Das Motiv war weit gefasst, wir suchten nicht ausschließlich den christlichen Engel. Willkommen waren alle Engelskreaturen, selbsterdacht oder aus anderen Kulturen stammend. Die künstlerischen Interpretationen gehen von klassischen, illustrativen Engeln, bis hin zu sehr abstrakten, eigensinnigen Wesen. Komplexe und detailreiche Drucke finden sich neben intuitiven Mark Making Lösungen. Denn unser Spektrum ließ dies zu, der Mixed-Print wurde vielseitig und ideenreich angewandt und das Nachtblau hat alle Drucke miteinander verbunden.



Michaela: Und es waren wirklich alle Drucktechniken dabei! Die Freiheit der Möglichkeiten konnte jede Teilnehmerin in ihrer Lieblingstechnik ausleben. So gab es natürlich gestempeltes von Frau Gäbel mit einer ganz besonderen Rückseite. Überhaupt sind die Rückseiten ja teilweise Kunstwerke für sich, und auch wenn sie schlicht sind, helfen sie immer bei der Zuordnung, was bei anderen Aktionen manchmal schwierig war.





Michaela: Ich selbst habe mich bei meinen Engeln gefragt, ob sie Gesichter haben sollten und mich dagegen entschieden (den Blogpost über meine Lichtwesen findet ihr hier). Dann war ich ganz entzückt, welche netten Engelgesichter mich täglich anstrahlten, während andere Engel sehr abstrakt und frei gestaltet waren.


Tabea: Vor ein paar Tagen habe ich meine Engel abgenommen, gebündelt und in die fünf getragen. Warum nur? Wir haben etwas sehr Besonderes mit der Schar vor. Sie ist zu schön und mächtig für die Schublade. Später mehr darüber, jetzt möchte ich wissen, was du mit deiner Sammlung angestellt hast, Michaela?
Michaela: Meine Engelwand in der Küche ist noch komplett, die Engel dürfen noch etwas hängen bleiben und den Januar begleiten. Ich habe die Umschläge, Karten und Zugaben in einer Schachtel gesammelt. Als ich diese Woche alles einmal durchgeschaut habe, hat es mich gepackt und ich habe an einem Abend die schönsten Stücke der Umschläge ausgeschnitten, Briefmarken abgelöst und Teile der Verpackungen und Karten zerschnipselt.

Michaela: Eigentlich hatte ich vor, eine neue Schachtel passend für die Karten zu bauen und mit den Schnipseln zu bekleben. Aber die fertige Stülpschachtel, die ich zum Zwischenlagern benutzt hatte, passte auch sehr gut, besonders da der untere Teil mit einem goldenen Papier bezogen ist. So habe ich die schönsten Schnipsel auf dem Deckel der Box zu einer Collage zusammengeklebt. Schau mal, diese besonderen Details: Ein gestickter Stern, ein goldenes Siegel!


Tabea: Toll, manchmal gestaltet sich das Interim um – in die Dauerbehausung. Finde ich schön, dass du die Beiwerke und Umschläge auch untergebracht hast. Da liegt bei mir ein hoher Stapel auf dem Tisch und ich haben noch keine konkrete Idee dafür.
Michaela: Auch von innen habe ich den Deckel der Schachtel beklebt. Dort fanden Briefmarken und weitere Engelschnipsel ihren Platz. Aus Österreich und der Schweiz kamen ja noch sehr schöne Briefmarken. Während es in Dänemark ja gar keinen Briefversand mehr gibt, werden die deutschen Marken auch immer hässlicher. Die Weihnachtsmarken waren ja sogar KI-generiert. Ich habe mich bei der Post geweigert, sie zu kaufen und wurde ausgelacht. Da lobe ich mir die kreative Idee mit dem Portocode rechts. Werden Briefmarken bald so aussehen? Und wie lange werden wir noch analoge Post verschicken?


Tabea: Schon als Kind fand ich Briefmarken magisch! Es ist so schade, dass sie kurz vor dem Aus stehen! Du hast recht, die Marken werden von Jahr zu Jahr glanzloser, da ist ein handgeschriebener Code mit Verzierung vielleicht die bessere Lösung. Allerdings würde ich sie trotzdem vermissen, die Briefmarken mit den fransigen Rändern und den Stempeln. Da muss ich mir wohl ein paar eigene Ziermarken anfertigen.
Michaela: Jetzt möchte ich aber auch wissen, was mit deinen Engeln in deinen schönen neuen Räumen passiert? Erzähl mal!
Tabea: Ja, ich spreche auch gern von Räumen, aber im Grunde ist er nur einer. Er ist gut eingeteilt, sodass sich im hinteren Bereich ein zweiter Bereich eröffnet. Das ist schön, um den Raum für Veranstaltungen zu gliedern. Ich habe unsere Engel erst mal auf den Tisch gelegt und in 10er-Häufchen sortiert. Es sind ungefähr 80 Stück.


Tabea: Ich hatte die Idee, eine Engel-Ausstellung zu machen. Katrin, meine Mitstreiterin in der »fünf«, hatte ich gleich auf meiner Seite. Die Motive sind so wunderschön! Also habe ich spontan die meisten Rahmen von den Wänden genommen und die Werke (die damals im kalligrafischen Workshop entstanden sind) herausgeräumt. Ein schöner, großer Rahmen eignet sich besonders gut. Ich habe die Engel schon mal in seine Nähe gebracht. Wir haben unsere Rahmen in Trödelläden erworben, sie sind sehr schön alt und haben Charme. Die Rahmenrückseite ist so passend, dass ich dachte, ich hänge ihn falsch herum auf. Aber nun ja, mag sein, das ändert sich noch, denn hinter Glas wären sie geschützter.
Wie viele Engel in den einen Rahmen kommen und wie viele Rahmen durch die Adventspost gefüllt werden könnten, das steht noch nicht fest. Da fällt mir ein, einige schöne Umschläge könnten wir auch ausstellen! Katrin und ich ergänzen die Ausstellung durch eigene Engelwerke. Ich habe viele Entwürfe, die durch die Vorarbeiten zu meiner Postkunst entstanden sind.
Meine eigene Herangehensweise zu meinen TabEngeln werde ich noch posten. Ich vermute, in der kommenden Woche.
Michaela: Ach wie schön, ich muss unbedingt endlich mal nach Rochlitz kommen. Übrigens: Ich könnte mir vorstellen, dass wir unsere Adventspost in den nächsten Jahren immer im ATC-Format machen. Das Sammelkarten-Prinzip passt so schön in den Advent und hat sich doch wirklich bewährt. Was meinst du?
Und dann werden wir uns schon ganz bald mit der nächsten Postkunst-Aktion beschäftigen. Der Frühling will geplant werden und wir wollen die analoge Post genießen, solange es noch möglich ist!
Tabea: Hui! »Immer ATC«? Mal sehen, ich dachte auch, das Format ist sehr perfekt für die Adventspost. Den Briefumschlag würde ich gern beibehalten für den Dezember! Warten wir ab, bis Weihnachten wieder vor der Tür steht. Gerade bin ich froh, dass es hinter uns liegt. Ich bin gespannt, was uns für den Frühling einfällt. In diesem Moment bin ich noch ahnungslos.
Vielen Dank für eure rege Teilnahme und auch für den freundschaftlichen Austausch auf allen Kanälen. Kreative Grüße und bis bald • Tabea und Michaela

Vielen Dank Euch beiden für Eure unerschöpflichen Ideen und Eure Begleitung. Es hat großen Spaß bereitet!
Meine Engelschar hängt auch noch an der Magnetwand und immer wieder entdecke ich etwas Neues…
Habt ein tolles Jahr!
Das ist schön, liebe Uta! Meine Engel würden jetzt hier auch noch ein paar Wochen hängen … wenn sie nicht andere Pläne hätten 🙂
Liebgruß von Tabea
Herrliche Bilder! Auf den Umschlag werdet ihr nicht mehr verzichten können, denn Post wird selbst in Großstädten nicht mehr täglich ausgeliefert. Die Adventspost kam halt irgendwann an….Mit dem Umschlag: Adventskalender!
ATCs sind wirklich nicht mein Ding – sooooo klein! Aber für die Adventspost muss ich zugeben, dass sie ziemlich perfekt waren.
Ich freue mich auf jetzt mal auf die Frühlingspost!
Danke an alle, die so wunderbare Engelchen auf die Reise schickten.
Liebe Eva,
danke für deine Rückmeldung! Ja, sehe ich ähnlich, ATC ist schön, aber mit »für immer« kann ich mich auch nicht anfreunden 🙂 Wir werden sehen. Bei mir lag die Post auch nicht täglich im Kasten, dafür aber wohl sehr zuverlässig, nichts ist hängen geblieben oder so. Und ich muss sagen, meine Post geht meist erst einen Tag vor »meinem Termin« in die Post, weil ich es nicht eher schaffe … und bisher war sie immer gleich am nächsten Tag bei den anderen!
Äh ja … ich bin auch sehr gespannt, was wir uns ausdenken werden für die Frühlingspost 🙂
Liebe Grüße von Tabea
Es war wirklich eine der schönsten Postkunstaktionen… Und wenn du, liebe Michaela, nach Rochlitz kommst, gib Bescheid, dann mache ich mich – spätestens, liebe Tabea – auch mal auf nach Rochlitz. Times are flying, und ohne Auto sind die Wege selbst in einem Landkreis weit und umständlich… Meine Engelschar schwebt inzwischen in der Veranda.
Liebe Ghislana
Tja, vielleicht sollten wir mal was planen 🙂 Jetzt wo es die fünf gibt, haben wir ja auch neue Möglichkeiten! Postkunst Ausstellungen oder einen kleinen Workshop mit Freundinnen der Postkunst …
Also auf bald! Liebgruß von Tabea
Die Adventspost war ein Fest, das Thema, die Technik, die Farben, das Format … für mich perfekt, das tägliche Briefumschlagöffnen eine große Freude. Jeden Tag habe ich einen Engel gepostet und vielen FreundInnen eine Freude gemacht, einigen habe ich erklärt was das Post-Kunst-Werk ist und wenige meinten, da möchte ich nächstes Jahr dabei sein.
Danke für Eure immer wieder sprudelnde Quelle an Ideen. Es entsteht ein so nettes Miteinander und macht einfach Spaß!
Liebe Ulla, das ist schön, dass du so die Freude vervielfältigen konntest! Und deine Freundinnen sind natürlich herzlich willkommen bei uns 🙂
Tabea grüßt