Sommerpost 2021

Nach unserem wunderbaren Start mit der krabbeligen Frühlingspost, möchten wir dich heute zur Sommerpost einladen. Gern nutzen wir die wärmere Jahreszeit für besondere Projekte, wer mag, öffnet die Fenster weit oder verlegt seinen Kreativplatz gleich in den Garten. Wie praktisch, da können die Werke in der Sonne auf der Leine trocknen …

Sommerschöpfung – Wir gestalten Papier

Papier ist die Basis für unsere Postkunst Projekte. Es gibt Papier in unzähligen Varianten für die unterschiedlichsten Gestaltungsbedürfnisse. Mit diesem Projekt möchten wir mal ganz von vorne beginnen: Wir schöpfen unser eigenes Papier! Beschäftigen uns mit Pulpe, Cellulose und Einschlüssen. Nicht nur das! Wir geben dem Papier eine individuelle Geschichte mit auf dem Weg: wir schöpfen unseren persönlichen Sommer mit ein. Finden zarte und helle Farbtöne, streuen unsere Lieblings-Sommermomente mit in die Pulpe.
Und am Ende legen wir um je drei Papiere eine gestaltete Banderole, finden einen Namen für unser Papier, der sich mit dem Farbton auseinandersetzt. Wir inszenieren unsere Schöpfung und geben mit der Verpackung etwas mit, von unseren Inspirationen und Ideen zum eigenen Papier.

Farbraum: Hell und zart
Wir fangen die Leichtigkeit des Sommers ein. Experimentieren mit sanften Farben. Studiere die vielen Nuancen, die Papier haben kann, indem du verschieden Bücher aufschlägst oder schau in deinen Papierfundus. Papier kann bläulich, gelblich oder rötlich schimmern, obwohl es eigentlich als »weiß« bezeichnet wird.
Wir tönen unser Papier entweder spielerisch mit farbigen Papierresten, gezielt mit Pigmenten oder lassen Einschlüsse, wie Fäden und Blüten den Farbton beeinflussen.
Wir suchen kreative Namen für unsere eigenst erdachten Farbtöne. Erinnert ihr euch an den »Sanften Morgentau«? In der Frühlingspost 2018 war ein helles, buntes Grau unsere Projektfarbe. Diesmal sind eigene Ideen gefragt.

Material und Werkzeug:
Du brauchst vor allem Zeit, für die Vorbereitung, das Schöpfen an sich und das Trocknen… und Platz, am besten im Freien, denn es ist eine sehr nasse Angelegenheit. Plane einen warmen Sommertag dafür ein, dann ist es ein erfrischendes Vergnügen. Aber auch im Badezimmer, in der Küche oder im Keller kannst du Papierschöpfen.

Fang frühzeitig an, Papier zu sammeln. Sortiere dein Altpapier nach Farben. Es eignen sich alle Arten von ungestrichenem und nicht lackiertem Papier. Zeitungspapier ist ungünstig, da es einfach nur grau wird. Als Grundlage sind Papierservietten gut geeignet, da sie aus reinem Zellstoff bestehen.
Du brauchst einen zweiteiligen Schöpfrahmen, den du fertig kaufen oder selber bauen kannst. Alte Bilderrrahmen eigenen sich gut dafür, Anleitungen dazu verlinken wir unten. Papierschöpfen kannst du auch ohne Rahmen nur mit einem Fliegengitter, dann werden die Bögen aber weniger gleichmäßig.

Ansonsten brauchst du:
– Mixer oder Pürierstab
– Schöpfwanne (Bütte)
– einfache Haushaltstücher als Gautschtücher
– saugfähige Unterlage und Handtücher
– Schwamm
– Wäscheleine oder Wäscheständer mit Klammern
– evtl. Bretter und Gewichte zum Pressen

Die Banderole
Während die Papierbögen für sich sprechen, kannst du die Banderole frei gestalten. Setze deine Handschrift ein! Inszeniere den Namen deines Papier-Sets. Vermittel die Geschichte, die hinter deiner Sommerschöpfung steckt. Vielleicht hast du Lust die Banderole mit einem Wasserzeichen zu schmücken. Die Banderole muss nicht aus selbst geschöpftem Papier gestaltet sein.

Das Prinzip
7 Teilnehmer gestalten 7 Papier-Sets mit je 3 Bögen und senden 6 davon am Tag X per Post an die anderen Teilnehmer des Projektes. So bekommen wir im Sommer wöchentlich schöne Post. Am Ende haben wir einen großen Stapel wunderschönes Papier, Potential für das individuelle Weitergestalten …

Projektdaten
Format: ca Din A5 (handgeschöpftes Papier wird nicht exakt)
Technik: Handschöpfen
Farben: Hell & zart – Erfinde einen Namen für deinen Papierton
Material: Allerart Papier, Naturmaterialien (keine Folien, Glitzer oder Plastik)
Umfang: 7 x 3 Bögen
Porto: 6 x 1,55 Euro (bis 500 g)
(je nach Aufwand, kann sich durch Teilnehmer aus dem Ausland erhöhen)

Zeitrahmen
Anmeldung und Aufruf: 21. bis 27.6.2021
Zoom-Meeting: 19.6.2021
Listen verschicken bis: 1.7.2021
Start:. 19.7.2021
Ende: bei 7 Teilnehmer/Gruppe:. 5.9.2021

Die Anmeldung ist abgeschlossen!

Inspirationen:

Pinterest Inspirationsboard

Eifeltor Mühle John Gerard
Basis Anleitung von Ghislana
Ynas Papierschöpf-Anleitung
Anleitung bei Selberbuchbinden

Auf Instagram:
@filzpapier Karin steht uns für Fragen zur Verfügung!
@shacee
@pulp_craft

Auf YouTube
Schöpfrahmen selber bauen (YouTube)
Papierschöpfen im Papiermuseum Düren

Bücher
300 Papierezepte

Buntes Grau mit der Glasscheibe drucken – Ein kleiner Leitfaden für die Adventspost 2020

Herzlich willkommen: 264 Teilnehmerinnen und ein Teilnehmer werden bald Adventspost gestalten! Schön, dass ihr mitmacht! Wie versprochen, gehen wir heute auf einige Fragen ein und erzählen, wie wir uns das Vorstellen mit den Farben und der Drucktechnik. Zusätzlich erhaltet ihr bald per Mail eure Liste und 2 Doppelseiten aus unserem Buch »Schöne Post« als PDF. So können die, die unser Buch nicht haben, Einblicke in den Glasscheibendruck gewinnen.

Michaela: Tabea hat sich ans Abenteuer Video begeben und wir freuen uns riesig, ihr heute in ihrem Atelier beim Mischen, Walzen und Drucken auf die Finger schauen zu dürfen. Einen Einblick ins Mini-Post-Kunst-Museum gibt es noch dazu! Das Drucken mit der Scheibe ist Tabeas Lieblingstechnik und ich lerne bei dieser Aktion genauso wie ihr alle. Deshalb bin ich froh, dass sie es so genau erklärt.

Michaela: Oh ja, schön mischt du. Dass ich dir die Farbpalette einmal mitgegeben habe, wusste ich gar nicht mehr. Ich verwende übrigens so gut wie nie Schwarz, es sei denn, ich will Schwarz drucken.

Michaela: Tabeas Klang der Farben! Ich lausche dem Schmatzen und Walzen und staune. Da spricht die langjährige Erfahrung.

Michaela: Das Museum ist allerliebst! Ich muss dich allerdings korrigieren, das Paradiesbuch war eine Sommerpost-Aktion, ansonsten ist es wunderbar, die ganzen Werke so gesammelt zu sehen!
Zum Papier erreichten uns ja einige Fragen. Mit einem dicken Karton funktioniert das Durchzeichnen nicht. Ein kräftiges Aquarellpapier klappt aber noch. Für die Postkarte solltet ihr eure Drucke dann auf ein stärkeres Material aufbringen.

Michaela: Na, wenn jetzt nicht alles klar ist! Damit können doch jetzt alle loslegen. Ich habe auch noch ganz schnell ein paar Versuchsdrucke gemacht. Ich bin ja mehr der Acrylfarben-Typ, wahrscheinlich weil ich so ungeduldig bin. Linolfarbe trocknet mir zu langsam. Ein ganz wenig Siebdruckpaste oder Trocknungsverzögerer hilft ungemein und macht auch ganz normale Acrylfarbe glasscheibenfähig.
Restliche angetrocknete Farbe auf der Scheibe feuchte ich übrigens mit einem nassen Papiertuch an und kratze sie dann mit einem Schaber ab, so kommt auch keine Farbe ins Abwasser.

Ein bisschen Frischfisch zum Freitag!

Wir wünschen euch viel Freude beim Machen. Lasst euch inspirieren und findet euren Weg. Eure Werke, Versuche und Erfahrungen teilt gern mit uns in der Linkliste, die schon veröffentlicht wurde. Auch Links zu Instagram sind möglich.

Michaela und Tabea

Adventspost 2020

Die Blätter verfärben sich hübsch und die Vorboten der Weihnachtszeit begrüßen uns an den Supermarktkassen. Schon den ersten Spekulatius gegessen? Traditionell bereiten wir uns in dieser Zeit auf die Adventpost vor. Was liegt zwischen dem bunten Aufflammen der Natur und der weihnachtlich heimeligen Deko? Klare, karge, neblige, feuchte, kalte Tage mit Weitblick in der Landschaft. Wir laden euch ein, zu einem winterlichen Spaziergang.

Winterspaziergang – Glasscheibendruck
Wir gehen raus in die Natur und atmen tief durch: kein Blattwerk und knalliges Blütenrauschen lenkt vom Wesentlichen ab. Die Jahreszeit, in der sich alles zurückzieht, um Kraft zu schöpfen. Wir blicken durch knorriges Geäst, schauen in den Himmel oder auf den Fußboden. Was liegt den da, erstaunlich was wir trotz Frost und Bodenkälte alles noch finden. Wir sammeln uns: reduzierte Farben, Gedankenwolken, Mitbringsel wie Zapfen, Steine, Gräser, Äste. Die Geräusche sind anders im Winter, findest du eine Farbe dafür? Die Strukturen der Blätter, Rinden, Steine treten hervor, wie kannst du sie festhalten?

Wie kommt der Spaziergang aufs Papier? Verdichtet sich deine Landschaft? Zeichnest du deine Fundstücke ab? Ein Stillleben, Flatlay, Dekoration? Hast du Fotos gemacht? In diesem Jahr wenden wir uns einer besonderen Monoprint-Technik zu, dem Glasscheibendruck. Im Vergleich zum Gelli-Print ist er härter, kontrastreicher und weniger geschmeidig, passend zum spröden Winter! Besonders am Glasscheibendruck ist, dass er sehr filigrane Linien erlaubt und somit direkt Zeichnungen abgebildet werden können. Auch für ungeübte Zeichnerinnen gut geeignet, denn Fotos und Skizzen können mit einfach gezeichneten Linien im wahrsten Sinne des Wortes »durchgedruckt« werden. Reizvolle Strukturen entstehen, eine angenehme Mischung aus Plan und Zufall. Es gibt viele Varianten, direkt mit dem Finger auf die Scheibe malen, flächig in vielen Schichten übereinander drucken oder mit Vorlagen Linien bzw. Strichzeichnungen auf das Papier bringen.

Den Teilnehmerinnen der Aktion stellen wir unsere Buchseiten aus »Schöne Post« zur Verfügung, die sich mit dem Glasscheibendruck befassen. Zudem werden wir zeitnah einen Post zum Thema »Winterliche Farbpalette und Glasscheibendruck« veröffentlichen.

Farbpalette
Passend zum Spaziergang suchen wir uns eine winterliche Farbharmonie. Wir möchten an unserer Mischtechnik feilen und uns weniger an den klassischen Weihnachtsfarben orientieren. Auf der Glasscheibe lässt es sich wunderbar mischen! Dafür haben wir euch inspirierende Farbpaletten herausgesucht (s.u. Inspirationslink pinterest). Fühlt euch frei, eure Winterfarben zu finden.

Das Prinzip
24 Teilnehmer gestalten 24 Postkarten und senden 23 davon am Tag X per Post an die anderen Teilnehmer des Projektes. Diesen Tag, an dem all deine gestalteten Postkarten bei den anderen im Briefkasten liegen sollte, findest du auf der Liste vor deinem Namen. So bekommen wir im Dezember täglich schöne Post. Am Ende haben wir einen sehr langen und vielseitigen Spaziergang auf 24 Karten. Ein winterliches Pot­pour­ri.

Projektdaten
Format: 12,5 x 17 cm Hochformat 
Thema: Winterspaziergang
Technik: Glasscheibendruck
Farbe: Winterfarbpalette
Material: Druck auf Papier
Postkarte: Stabiles Material ab 300 g/qm
Porto: 24 x 0,60 Euro (Kann sich durch Post aus dem Ausland oder durch starkes Gewicht erhöhen – erkundigt euch.)

Zeitrahmen
Aufruf und Anmeldung: 26. Oktober. bis 1. November 2020
Verschicken der Listen: bis 8. November 2020
Dauer: 1. bis 24. Dezember 2020

Noch Fragen?
Dann wäre es sehr schön, du stellst sie hier in den Kommentaren, dann können sie alle lesen, wir können sie für alle beantworten und alle können mitreden. Nächste Woche zeigt Tabea euch die Technik und das Farbenmischen nochmal ganz genau.

Die Anmeldung ist abgeschlossen!

Zubehör

Inspirationen:
Winterspaziergang Pinterest Board
Linda Germain Trace Monoprint

Marke zum Mitnehmen:

Frühlingspost-Finissage

Sind alle schablonierten Stöffchen bei euch angekommen? Seit ihr schon am nähen, binden, werkeln?

Michaela: Kommt zum Abschluss unserer Frühlings-Aktion in unsere Gärten nach Geringswalde und Bergisch Gladbach. Nehmt Platz auf meiner Gartenbank und spaziert in Tabeas Hof umher.

Schon im April habe ich einmal probeweise die Stoffe auf Kissen drapiert und auf der Bank ausgestellt, schön bunt das Ganze, alles zusammen gar nicht Ton in Ton. Ziemlich weit weg von meinem gewohnten Farbschema. Also blieben die Stoffe zunächst noch in ihrer Kiste liegen bis meine Schwester mir ein Patchwork-Kissen mitbrachte, das sie aus unseren beiden und einem anderen Stoff genäht hatte.

Ganz rechts: Das Kissen von Brigitte.

Dazu passend wollte ich eine Sommer-Kissen-Kollektion und am Pfingstwochenende enstanden so neue Kissen, aus deinen Mäusen, Tabea, aus Christines zarten grünen Blüten und Kerstins wunderschönen Pusteblumen, die ich mir noch ertauscht habe.

Aus den Reststücken habe ich dann noch zwei Patchwork-Kissen genäht, das hat am meisten Spaß bemacht und da in diesen Kissen alle Stoffe der großen vorkommen, passen nun alle sehr gut zusammen. Eine kleine Kollektion also, eine florale Kollektion, denn die Fauna wurde insgesamt etwas vernachlässigt, was aber überhaupt nicht schlimm ist.

Tabea: Sehr fein! Ich freu mich das Mausekissen zu sehen! Und du hast also die Ton-inTon-Kollektion auf den türkisen Punkt gebracht 🙂 Ich habe meine Stöffchen gefaltet – nach regenbogenart. Und … nun hätt ich fast schon gesagt, frankiert … etikettiert ist passender. Die neuen Stoffe, die ich noch nicht präsentiert hatte, durften im Hof unter den Bonsai-Stiefmütterchen flattern.

Neu im Angebot Yellow-Yellow

Mir gefallen die kräftigen Farben. Und wie geplant, hat jedes Tuch für sich eine Ton-in-Ton-Lanschaft. Ich werde sie gestapelt in meinen Postkunstschrank verweilen lassen, bis ich weiß, ob ich eine Kissenserie oder eine schöne Decke daraus quilte.

Kennerinnen brauchen nicht lange, um die Projekte zuzuorden 🙂 Ich denke darüber nach, wie lange dieses Schränkchen noch ausreicht. Und die Farbe strengt mich sehr an.

Michaela: Schau mal, das ist mein Stapel, sieht doch sehr ähnlich aus, nur weniger blau. Schlau, dass du die Stoffe markiert hast. Ich bilde mir ein, die meisten Stoffe noch zuordnen zu können, aber nachdem ich die Briefumschläge auch schon anderweitig verwendet habe, wird es mir nicht mehr gelingen.

Was aus meinen anderen Stoffen wird? Ob ich irgendwann aus meinem Farbschema ausbrechen kann? Wir werden sehen. Sie kommen jetzt erstmal in meine Stoffkiste.

Technisch war der Schablonendruck für mich ja ein Heimspiel und durch den Schablonendrucktag im April hat meine Lieblings-Drucktechnik das Frühjahr geprägt. Umso spannender war es zu sehen, wie unterschiedlich die Technik angewandt wurde.

Tabea: Für mich gehörte Michaelas Schablonen-Workshop mit zur Frühlingspost. Ich habe es genossen, mal einen Tag lang was ganz anderes zu machen. So intensiv habe ich das noch nie betrieben mit dem Schablonieren und Erlernen einer neuen Technik an einem Stück. Das tat sehr gut und hat gereicht, um mich davon zu überzeugen, dass ich das nun öfters machen möchte.

Ergebnis von zwei Druckrauschtagen. Im Hinterkopf hatte ich die Idee, dass ich mit den Musterbögen ein paar Pappschachteln beziehen möchte.
Am zweiten Tag kam ich auf »Ton-in-Ton« und musste mich aus Vernunftsgründen stoppen. Es gibt ja auch noch andere Motive … irgendwann mache ich weiter.

Michaela: Wie schön, dass ich dich und viele andere infizieren konnte!

Tabea: Derweil arbeite ich an den aktuellen Dankeschön-Karten für unsere neuen Steady Abonnentinnen. Ich druck sie immer in Serie. Da die Karten individuell den drei Paketen angepasst werden, warte ich immer ab, bis sich 10 neue Teilnehmerinnen angemeldet haben. Diesmal sehr besonders: gleich 3 Kulturpakete wurden gebucht. In der Regel ist die Grußkarte am beliebtesten. Wir freuen uns sehr, dass es immer mehr werten. Wir sind nun bereits 93! 93 Frauen unterstützen unsere kreativen Postkunst-Projekte! Wir sind sehr begeistert!

Nun genießt die kurze Ruhe vor dem Sturm, denn unser Konzept für die Sommerpost steht bereits und wird in den nächsten Tagen ausgefeilt und verfeinert. Unsere Abonnentinnen können sich in absehbarer Zeit auf den Teaser freuen.

Liebe Grüße . Michaela und Tabea

Anmeldung zur Adventspost 2018

 

Adventspost18_gross

 

Liebe Freundinnen der Postkunst. Vor ein paar Tagen hat der Herbst so richtig angefangen an den Bäumen zu rütteln, wir haben unsere Schals aus den Mottenkisten gezogen und die Heizungen angeworfen. Wenn auch die ersten Schneeflocken noch auf sich warten lassen, möchten wir euch heute herzlich zur Adventspost einladen: Bald ist Postkartenzeit! Jeden Tag im Advent werden wir ein schönes Kunstwerk im Briefkasten finden.

Letztes Jahr ging es bunt zu bei uns. Wir haben uns intensiv mit Farbe beschäftigt, Lieblingsfarben entdeckt und in Streifen kombiniert. Fortgesetzt haben wir das Thema Farbe im Frühjahr mit dem »Sanften Morgentau«. Das war ein Vorbote für das Vergeben poetischer Farbnamen. »Werners Nomenklatur der Farben« bringt dies noch mal so richtig auf den Punkt.

Schwarz-Weiße Weihnachtszeit

Schwarz ist nicht Schwarz! Wir möchten uns sehr reduziert und zugleich vielfältig mit Schwarz beschäftigen. Schwarz auf Weiß. Weiß aus Schwarz. Und alle Zwischentöne. Ein Schwarz, das ein bisschen Blau verschluckt hat, wirkt ganz anders als ein Schwarz, das an einem Topf Gelb vorbeigelaufen ist. Vielleicht bereitet es der einen oder anderen Freude, ihren Schwarztönen kreative Namen zu verpassen?

Nach einem knalligen Sommer und einem bunten Herbst, können wir uns auch am kahlen, kontrastreichen Winter erfreuen. Der Winter ist Meister im Anmischen von bunten Grau und Schwarztönen. Die Farbe Schwarz ist eine klassische Farbe. Der Schwarz-Weiß-Kontrast ist der stärkste Kontrast, den wir erzeugen können.

Ist »Mark Making« eine Jahreszeit? Fällt sie von den Bäumen wie im Herbst die Blätter? Der Winter mit seinen starken Kontrasten – mit dem Schwinden von Farbe und dem Freilegen grafischer Baumgerippe – inspirierte uns. Die Technik Mark Making ist gerade so richtig im Kommen. Wir sehen sie in Social-Media in vielen Varianten. Ob mit Tusche oder gedruckt, collagiert oder geschrieben, es ist eine ursprüngliche Herangehensweise, aus dem Bauch, grobmotorisch und direkt. Spuren und Bewegung, Rhythmus, Aleatorik und Überraschung, keine Perfektion, zelebrierte Ungenauigkeit.

»Hinterlasst eure Spuren, setzt Zeichen, wählt ungewöhnliche Werkzeuge zum Malen, Schreiben und Drucken, setzt eure individuellen und einzigartigen Marken.« Das ist die Übersetzung für das englische »Mark Making«, für das es im Deutschen keinen knappen und einprägsamen Begriff gibt. Diese Technik war bereits in »Bunte Bücher« und beim »Muster-Mittwoch« Thema. Nun ist es endlich so weit: Dieses Jahr machen wir es zum Adventsthema! Wir freuen uns auf eine kreative Weihnachtszeit in Schwarz-Weiß, mit all euren Ideen, Werken und ganz persönlichen Herangehensweisen.

 

Das Prinzip
24 Teilnehmer gestalten 24 Postkarten und senden 23 davon am Tag X per Post an die anderen Teilnehmer des Projektes. So bekommen wir im Dezember täglich schöne Post.

Projektdaten
Format: Postkarte Din-Lang 210 x 105 mm
Technik: Mark Making
Farbe: Schwarz und Weiß und Zwischentöne
Material: frei
Umfang: 24 Exemplare
Porto: 23 x 45 Cent = 10,35 Euro
(kann sich durch Teilnehmer aus dem Ausland erhöhen)

Zeitrahmen
Anmeldung: 29.10. bis 4.11.2018
Versenden der Listen: bis 11.11.2018
Projektdauer: 1. bis 24. 12. 2018

Inspiration
Mark Making: Unser Pinterest-Board
Wilde Pinsel: Pinterest Tabea
Sophie Munns: Instagram
Ashley Goldberg: Pattern-Making
Flora Bowley: Intuitive Mark Making
#markmaking: Instagram
Lynette: Lyrical Abstraction
Lari Washburn: Instagram
BobBlast 185 – »Contrast – Why Value Packs a Wallop.«

Anmeldung
Die Anmeldung ist abgeschlossen!

 

Zubehör

 

Adventspost18_klein

Adventspost18_mittel

Adventspost18_gross