Collografische Vorstudien und Linkliste

Unsere Listen sind in Bearbeitung und werden bald an 208 Teilnehmerinnen verschickt. Wir lassen uns auf fantasievolle Insekten und auf die vielseitige Drucktechnik »Collagafie« ein. Schön, dass einige Postkünstlerinnen bereits Studien zum Thema und auch zur Technik auf Instagram posten. Wir haben vier davon angefragt und freuen uns, euch hier ihre Arbeiten zu zeigen …

Am Fuße dieses Posts befindet sich unsere Linkliste, in die ihr alles zum Thema dieser Postkunst Aktion verlinken könnt. Nutzt für Instagram bitte #frühlingspost2021.

Käfer und Motte von Barbara . Wir können uns nicht entscheiden, was schöner aussieht, die Druckplatten oder die Drucke? Die Druckstöcke der Collagrafie sind allein schon Kunstwerke. Ihr seht, wie aus einfachen Materialien Charakterwesen entstehen.

Um sich in ein neues Thema oder in eine Technik einzuarbeiten und mit ihr warmzuwerden, könnt ihr gern so frei arbeiten wie Barbara. Bei solchen kreativen Vorarbeiten können Regeln (Format, Seitenanzahl, Farben) auch teilweise entfallen. Das hilft Hemmschwellen und Verkopfungen entgegenzuwirken.


Andie entwirft ein Insekatarium im Skizzenbuch, alle diese Tierchen könnten auch Stempel werden. Charakteristisch für ihre Werke sind die Farben und die filigrane Ausarbeitung in unerschöpflichen Abwandlungen. Andie kombiniert ihre Musterleidenschaft mit Insektenkunde. Fantasie ist in der Frühlingspost herzlich willkommen.

Wer seinen eigenen Stil oder persönliche Arbeitsweisen bereits gefunden hat, kann sich mit dieser Aktion wunderbar Zugang zu neuen Themen verschaffen. Auch kann es helfen, nicht all seine Ideen und Vorstellungen in einen einzigen Entwurf zu packen.


Annette taucht intensiv ins Studium der heimischen Insekten-Fachliteratur ein. Ein entspannter Ausblick ist auch parat. Möglicherweise tummeln im Frühling noch ein paar Fantasietierchen am Teich? Anette, wir sind gespannt, wie sich deine Forschungsarbeit entwickelt!


Der Käferkerl der anderen Anette zeigt exemplarisch, worum es in der Collagrafie geht. »Colla« kommt nämlich von »Leim«. Der hält alles zusammen und kann, wenn er so großzügig verwendet wird wie hier, auch gleich die Oberfläche versiegeln.

Mit einem Motiv in Serie zu gehen, kann einen Druckrausch herbeiführen. Mit nur leichten Veränderung in der Farbgebung entstehen sehr unterschiedliche Ergebnisse. Auch ist es interessant, auf bereits bedruckte Papiere zu drucken.


Die Fotos wurden uns von Barbara, Annette, Anette und Andie zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!


Und nun sind wir gespannt auf eure Collagrafien. Legt los! #frühlingspost2021

Zeigt her eure Insekten:

You are invited to the Inlinkz link party!

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Frühlingspost 2021

Es kribbelt …
in den Fingern wieder aktiv zu werden. Diese trüben Tage im langen Lockdown brauchen Auflockerungen im kreativen Tun und im Briefkasten. Also, lasst uns die Frühlingspost starten, eine neue Drucktechnik ausprobieren und damit etwas für die Vielfalt der Insekten tun.

Das Insektenbuch: Collagrafie

Es krabbelt …
auf dem Papier. Wir erforschen und erfinden Krabbeltiere, Käfer, Schmetterlinge, Asseln, Fliegen, Mücken, Bienen und Eigenkreationen. Wir drucken uns ein Insektenbuch.

Collagrafie ist eine experimentelle Drucktechnik, eine gedruckte Collage. Wir kombinieren unterschiedliche Materialen, schneiden Formen und Teile aus und kleben daraus ein Instektentier nach einem lebenden Vorbild oder unserer Fantasie auf eine Platte, lackieren die Oberfläche, färben alles ein und drucken das gesamte Motiv. Durch die unterschiedlichen Materialen können wir ganz verschiedene Texturen und Strukturen im Druck erzielen.

Der Druck kann ein- oder mehrfarbig sein. In der Farbgestaltung bist du diesmal frei, denn wir geben keinen Farbraum vor. Gerne kannst du dein Getier nachträglich colorieren und beschriften, wie in einem Naturkundebuch. Hier ist deine Handschrift gefragt. Um die Drucktechnik möglichst gut auszunutzen und detailreich arbeiten zu können, haben wir uns für ein entsprechend großes Format entschieden.

Damit alles am Ende zu einem Buch gebunden werden kann, drucken wir auf einem Doppelbogen im offenen Format Din A3. Wir haben also vier Seiten A4 zur Verfügung, die wir gestalten können. Es müssen nicht alle vier Seiten vollflächig gestaltet sein: Auf eine Seite drucken wir das große Insekt, die Rückseite und die anderen beiden Seiten können mit kleinen Elementen, Farbspuren oder Texten geschmückt sein, die im gebundenen Buch nicht zusammenhängen werden. Denn sie werden später im Buch mit den anderen Drucken aus deiner Gruppe gemischt. Es müssen nicht alle vier Seiten vollflächig gestaltet sein.

Das Prinzip
8 Teilnehmer drucken 8 Insekten als Collagrafie auf je einen Doppelbogen und senden 7 Bögen am Tag X per Post an die anderen Teilnehmerinnen auf der Liste. So hat am Ende jede ein eigenes Insektenbuch.

Projektdaten
Format: Din A4 (21 x 29,7 cm) Hochformat, einmal gefalzt
Offenes Format Din A3 (42 x 29,7) cm
Technik: Collagrafie
Thema: Insekten
Farbe: frei
Material: Papier
Umfang: 8
Porto: 7 x 1,55 Euro (bis 500 g)
(je nach Aufwand, kann sich durch Teilnehmer aus dem Ausland erhöhen)

Zeitrahmen
Anmeldung: 15. bis 21.2.2021
Listen verschicken bis: 28.2.2021
Start: 22.3.2021

Anmeldung

Die Anmeldung ist abgeschlossen.

Inspiration
Pinterest Board
Papierplausch • Michaela und Tabea • Blogbeitrag
Aninie Hansen
Mael Matthews • Papier-Collagrafie • Youtube
Katherine Jones • Collagrafie, Karton, Radierung, Schablone • Youtube
Bronx Museum • Materialdruck • Youtube
Studio Stepping Stones • Collagrafie Alufolie Verblendung • Youtube
Vicky Oldfield • Collagrafie Tiefdruck ohne Presse • Youtube
Jonathan Parham • Textil • Youtube

Adventspost 2020

Die Blätter verfärben sich hübsch und die Vorboten der Weihnachtszeit begrüßen uns an den Supermarktkassen. Schon den ersten Spekulatius gegessen? Traditionell bereiten wir uns in dieser Zeit auf die Adventpost vor. Was liegt zwischen dem bunten Aufflammen der Natur und der weihnachtlich heimeligen Deko? Klare, karge, neblige, feuchte, kalte Tage mit Weitblick in der Landschaft. Wir laden euch ein, zu einem winterlichen Spaziergang.

Winterspaziergang – Glasscheibendruck
Wir gehen raus in die Natur und atmen tief durch: kein Blattwerk und knalliges Blütenrauschen lenkt vom Wesentlichen ab. Die Jahreszeit, in der sich alles zurückzieht, um Kraft zu schöpfen. Wir blicken durch knorriges Geäst, schauen in den Himmel oder auf den Fußboden. Was liegt den da, erstaunlich was wir trotz Frost und Bodenkälte alles noch finden. Wir sammeln uns: reduzierte Farben, Gedankenwolken, Mitbringsel wie Zapfen, Steine, Gräser, Äste. Die Geräusche sind anders im Winter, findest du eine Farbe dafür? Die Strukturen der Blätter, Rinden, Steine treten hervor, wie kannst du sie festhalten?

Wie kommt der Spaziergang aufs Papier? Verdichtet sich deine Landschaft? Zeichnest du deine Fundstücke ab? Ein Stillleben, Flatlay, Dekoration? Hast du Fotos gemacht? In diesem Jahr wenden wir uns einer besonderen Monoprint-Technik zu, dem Glasscheibendruck. Im Vergleich zum Gelli-Print ist er härter, kontrastreicher und weniger geschmeidig, passend zum spröden Winter! Besonders am Glasscheibendruck ist, dass er sehr filigrane Linien erlaubt und somit direkt Zeichnungen abgebildet werden können. Auch für ungeübte Zeichnerinnen gut geeignet, denn Fotos und Skizzen können mit einfach gezeichneten Linien im wahrsten Sinne des Wortes »durchgedruckt« werden. Reizvolle Strukturen entstehen, eine angenehme Mischung aus Plan und Zufall. Es gibt viele Varianten, direkt mit dem Finger auf die Scheibe malen, flächig in vielen Schichten übereinander drucken oder mit Vorlagen Linien bzw. Strichzeichnungen auf das Papier bringen.

Den Teilnehmerinnen der Aktion stellen wir unsere Buchseiten aus »Schöne Post« zur Verfügung, die sich mit dem Glasscheibendruck befassen. Zudem werden wir zeitnah einen Post zum Thema »Winterliche Farbpalette und Glasscheibendruck« veröffentlichen.

Farbpalette
Passend zum Spaziergang suchen wir uns eine winterliche Farbharmonie. Wir möchten an unserer Mischtechnik feilen und uns weniger an den klassischen Weihnachtsfarben orientieren. Auf der Glasscheibe lässt es sich wunderbar mischen! Dafür haben wir euch inspirierende Farbpaletten herausgesucht (s.u. Inspirationslink pinterest). Fühlt euch frei, eure Winterfarben zu finden.

Das Prinzip
24 Teilnehmer gestalten 24 Postkarten und senden 23 davon am Tag X per Post an die anderen Teilnehmer des Projektes. Diesen Tag, an dem all deine gestalteten Postkarten bei den anderen im Briefkasten liegen sollte, findest du auf der Liste vor deinem Namen. So bekommen wir im Dezember täglich schöne Post. Am Ende haben wir einen sehr langen und vielseitigen Spaziergang auf 24 Karten. Ein winterliches Pot­pour­ri.

Projektdaten
Format: 12,5 x 17 cm Hochformat 
Thema: Winterspaziergang
Technik: Glasscheibendruck
Farbe: Winterfarbpalette
Material: Druck auf Papier
Postkarte: Stabiles Material ab 300 g/qm
Porto: 24 x 0,60 Euro (Kann sich durch Post aus dem Ausland oder durch starkes Gewicht erhöhen – erkundigt euch.)

Zeitrahmen
Aufruf und Anmeldung: 26. Oktober. bis 1. November 2020
Verschicken der Listen: bis 8. November 2020
Dauer: 1. bis 24. Dezember 2020

Noch Fragen?
Dann wäre es sehr schön, du stellst sie hier in den Kommentaren, dann können sie alle lesen, wir können sie für alle beantworten und alle können mitreden. Nächste Woche zeigt Tabea euch die Technik und das Farbenmischen nochmal ganz genau.

Die Anmeldung ist abgeschlossen!

Zubehör

Inspirationen:
Winterspaziergang Pinterest Board
Linda Germain Trace Monoprint

Marke zum Mitnehmen:

Kreative Lektüre – Handlettering. Die 33 schönsten Alphabete von Norbert Pautner

»Handlettering. Die 33 schönsten Alpabetet mit Rahmen, Ornamenten und Bordüren«, von Norbert Pautner, ist 2017 im Bassermann Verlag erschienen: 80 Seiten Paperback • 21,5 x 28,0 cm • durchgehend illustriert • 7,99 Euro

Im Zusammenspiel mit der gewählten Schrift geben diese Faktoren vor, wie wir die gelesenen Worte mit der inneren Stimme »auszusprechen« haben.

Seite 5, Über dieses Buch

Obwohl mich das Thema »Handlettering« sehr interessiert, habe ich wenig Bücher darüber. Denn es gibt sehr viele, sehr oberflächliche gemachte Werke. Neben dem allerbesten Buch zu diesem Thema von Chris Campe (hier besprochen), ist dies auch eines meiner Lieblingsbücher. »33 Alphabete« ist ungefähr Din A4 groß und liegt in der Hand wie ein Magazin vom Kiosk. Das Buch kostet zwar ungefähr so viel wie eine Zeitschrift, ist allerdings hochwertiger verarbeitet. Dank Fadenheftung lässt es sich gut aufschlagen.

Mir gingen zwei Dinge durch den Kopf: »Oh wie schön, so günstig!« und »Kann das für den Preis denn gut sein?«. Ja es ist sogar sehr gut! Es geht natürlich nicht so in die Tiefe wie ein Designklassiker, ist jedoch professionell und liebevoll auf dem Punkt gebracht. Bücher, die einen seichten und unbedarften Einstieg ermöglichen, haben ihre Berechtigung und sind eine sehr gute Ergänzung der bestehenden Büchersammlung.

Dieses Buch ist ansehnlich gestaltet und vermittelt konzentrierten Inhalt. Der Fokus liegt darauf, dem Leser einen schnellen Einstieg in das Thema zu verschaffen, außerdem möchte es erfahrenen Schreibern Anregungen geben, eigene Ideen umzusetzen. So wird die Abteilung »Geschichte, Theorie, Werkzeug und Co« knapp auf zwei Doppelseiten besprochen und dann gehts auch schon los mit dem ersten der 33 Alphabete. Und das ist manchmal eben genau das richtige, wenn man vor Begeisterung sprudelt und gern schnell anfangen möchte.

Ein A ist ein A ist ein A. Das sollte man meinen – schließlich lesen wir ja auch immer »A«. Aber jede geschriebene oder gedruckte Schrift interpretiert jede Grundform eines A (oder a) anders.

Seite 5, Über dieses Buch

Die gewählten Schriftarten geben einen guten Überblick sehr unterschiedlicher und gängiger Schriftarten. Ein Alphabet präsentiert sich jeweils seitenfüllend auf Karopapier. Das ist nicht nur ansprechend, sondern auch zum Nachzeichnen und Lernen sehr wichtig. Nichts lenkt ab, die Proportionen sind nachvollziehbar und die Details sind gut zu erkennen. Auf der linken Seite finden wir oben, immer an der gleichen Stelle in Layout, ein Anwendungsbeispiel. Darunter befinden sich genau auf diese Schrift zugeschnittene Infos, Tipps und Tricks. Ich nehme das Buch auch gern mit in die Schule, denn es ist so übersichtlich gestaltet, dass es sich sehr gut zum Veranschaulichen eignet.

Gut gefällt mir, dass die Buchstaben authentisch rüberkommen. Man sieht ihnen an, dass sie handgeschrieben sind. Verschiedene Werkzeuge kamen zum Einsatz: Feder, Pinsel, Bleistift.

Bevor Sie mit dem Schriftentwurf beginnen, sollten Sie die nach unten schmaler zulaufenden Pinselstriche üben.

Seite 58, Plakat Pinselschrift

In welchem Winkel steht die Schrift? Wie fange ich überhaupt mal an? Womit schreibe ich? Ich passe ich Größen an? Es ist zwar immer nur eine halbe Seite, auf der Erklärungen stehen, doch übers Buch verteilt, werden alle wichtigen Grundlagen vermittelt: Verbindungen, Konstruktionen, Abwandlungen, Herleitungen, Fehlerquellen, Wirkung, etc.

Es ist erstaunlich, wie viel Input in so wenig Text verpackt werden kann, wenn ein Autor weiß, wovon er spricht und offensichtlich das Anliegen hat, alles zu verraten. Norbert Pautner möchte, dass du deiner Leidenschaft frönen kannst! Ein Buch für Anfänger und Fortgeschrittene. Also für jeden! Neulich nahm ich Kontakt zum Verlag auf … und ihr werdet dieses Buch schon bald wiedersehen …

Wie das Buch zu mir fand: Ich habe es im Buchladen meines Vertrauens erworben und seitdem schon sehr oft verschenkt. (Was ich jedem empfehlen kann.)

Tipp! Din A3 Format ohne Knick verschicken

Nicht nur für unsere diesjährige Frühlingspost wäre es doch schön, große Formate günstig ohne zu knicken zu verschicken, oder? Ich persönlich stand schon öfter mal vor dem Problem. Hier also ein kleiner Tipp:
1. Suche einen Pappumschlag oder eine Kiste, ungefähr im Din C4 Format
Bis 35,3 x 25 cm, einer Höhe von 2 cm und bis zu einem Gewicht von 500g, darf die Post als »Versandtasche« oder »Karton« für 1,45 Euro in den Briefkasten.
Für unsere Technik könnt ihr quasi jeden Umschlagstyp wählen, den ihr gerade zur Verfügung habt, auch flache Umschläge. Wichtig ist, dass sie aus stabiler Pappe gemacht sind.
 
2. Nun benötigst du Wellpappe aus der du eine »Knick-Schutz-Rolle« bildest
  • Die Länge der Rolle sollte mindestens 21 cm betragen, damit ihr sie – in den locker auf DIN A4 zusammengelegten – Din A3 Bogen stecken könnt. Siehe Foto unten.
  • Die Breite des Wellpappstreifens richtet sich danach, wie hoch eure Post werden darf oder soll. In meinem Fall ergab ein 7 cm breites Stück Wellpappe, im aufgerollten Zustand, ca. 1,5 cm Höhe.
  • Wellpappe zurechtschneiden, aufrollen und mit Klebestreifen fixieren. Mit Klebeband am Papierbogen-Rand oder auch direkt an der Bogen-Rückseite fixieren. Es ist wichtig, dass die Rolle fest an der Stelle sitzen bleibt, an der wir den Knick vermeiden möchten.

 

3. Diese Konstruktion legt ihr in euren Wunschumschlag. Die Wellpappe schützt den Bogen vor dem unerwünschten Knick.