Buntes Grau mit der Glasscheibe drucken – Ein kleiner Leitfaden für die Adventspost 2020

Herzlich willkommen: 264 Teilnehmerinnen und ein Teilnehmer werden bald Adventspost gestalten! Schön, dass ihr mitmacht! Wie versprochen, gehen wir heute auf einige Fragen ein und erzählen, wie wir uns das Vorstellen mit den Farben und der Drucktechnik. Zusätzlich erhaltet ihr bald per Mail eure Liste und 2 Doppelseiten aus unserem Buch »Schöne Post« als PDF. So können die, die unser Buch nicht haben, Einblicke in den Glasscheibendruck gewinnen.

Michaela: Tabea hat sich ans Abenteuer Video begeben und wir freuen uns riesig, ihr heute in ihrem Atelier beim Mischen, Walzen und Drucken auf die Finger schauen zu dürfen. Einen Einblick ins Mini-Post-Kunst-Museum gibt es noch dazu! Das Drucken mit der Scheibe ist Tabeas Lieblingstechnik und ich lerne bei dieser Aktion genauso wie ihr alle. Deshalb bin ich froh, dass sie es so genau erklärt.

Michaela: Oh ja, schön mischt du. Dass ich dir die Farbpalette einmal mitgegeben habe, wusste ich gar nicht mehr. Ich verwende übrigens so gut wie nie Schwarz, es sei denn, ich will Schwarz drucken.

Michaela: Tabeas Klang der Farben! Ich lausche dem Schmatzen und Walzen und staune. Da spricht die langjährige Erfahrung.

Michaela: Das Museum ist allerliebst! Ich muss dich allerdings korrigieren, das Paradiesbuch war eine Sommerpost-Aktion, ansonsten ist es wunderbar, die ganzen Werke so gesammelt zu sehen!
Zum Papier erreichten uns ja einige Fragen. Mit einem dicken Karton funktioniert das Durchzeichnen nicht. Ein kräftiges Aquarellpapier klappt aber noch. Für die Postkarte solltet ihr eure Drucke dann auf ein stärkeres Material aufbringen.

Michaela: Na, wenn jetzt nicht alles klar ist! Damit können doch jetzt alle loslegen. Ich habe auch noch ganz schnell ein paar Versuchsdrucke gemacht. Ich bin ja mehr der Acrylfarben-Typ, wahrscheinlich weil ich so ungeduldig bin. Linolfarbe trocknet mir zu langsam. Ein ganz wenig Siebdruckpaste oder Trocknungsverzögerer hilft ungemein und macht auch ganz normale Acrylfarbe glasscheibenfähig.
Restliche angetrocknete Farbe auf der Scheibe feuchte ich übrigens mit einem nassen Papiertuch an und kratze sie dann mit einem Schaber ab, so kommt auch keine Farbe ins Abwasser.

Ein bisschen Frischfisch zum Freitag!

Wir wünschen euch viel Freude beim Machen. Lasst euch inspirieren und findet euren Weg. Eure Werke, Versuche und Erfahrungen teilt gern mit uns in der Linkliste, die schon veröffentlicht wurde. Auch Links zu Instagram sind möglich.

Michaela und Tabea

34 thoughts on “Buntes Grau mit der Glasscheibe drucken – Ein kleiner Leitfaden für die Adventspost 2020

  1. Dankeschön für die hilfreichen und inspirierenden Videos. Ich geh dann mal weiter üben. Herzlichen Gruß von Kerstin

  2. Super diese Videos und die dazugehörigen Erklärungen. „Klang der Farbe“ beim Auswalzen- sehr poetisch!!! Herzlichen Dank Euch beiden für diesen zusätzlichen Aufwand. Diese Technik bietet ja soviel Spielraum und ist so schön individuell abwandelbar. Toll, dass ich das im Rahmen dieser Aktion lernen und ausprobieren werde. Dankeschön!!!! Große Vorfreude in Gruppe 5

    1. Liebe Uta,

      Danke für deine Rückmeldung :o) Das mit dem Schmatzgeräusch der Farbe habe ich von einem richtig guten Lehrer an der Uni gelern, beim Bleisetzen.

      Viel Spaß . Tabea

  3. wow, was für ein toller leitfaden! und wie schön tabeas stimme zu hören und ihr über die schulter zu schauen. ganz herzlichen dank. liebe grüße, martina

  4. supertolle Videos mit zahlreichen Hilfestellungen, lieben Dank!
    Freue mich sehr auf das Ausprobieren und auf die vielen schönen Karten, die dann den Dezember versüßen. Wieder einmal ein sehr schönes Thema

  5. Danke für die spannende Erklärung der Technik, Tabea. Und schön, dich zu hören. Ich habe mich zwar nicht angemeldet, aber mich interessierte es auch, wie das funktioniert und jetzt habe ich Lust, das mal auszuprobieren. Liebe Grüße, Sabine

  6. Jetzt habe ich so richtig Lust bekommen, auch meine ersten Versuche mit dieser so vielseitigen Technik anzugehen! Tabea, du hast die Möglichkeiten ganz wunderbar demonstriert, so schön ruhig und unaufgeregt, wie der Winter selbst ist!
    Auch ich fand es schön, mal deine Stimme zu hören!

    Eine Frage habe ich noch zur Trocknung der Linolfarben: Gibt es eine Möglichkeit, die doch sehr lange Trockenzeit zu beschleunigen? Fönen, Backofen?
    Liebe Grüße – Ulrike

    1. Liebe Ulrike

      Vielen Dank für deine Rückmeldung 🙂

      Ja, du kannst den Fön einsetzen. Das mache ich auch manchmal, besonders, wenn ich in mehreren Schichten drucke. Allerdings kann es passieren, je nachdem wie dick die Farbschicht ist, dass nur die oberste Schicht trocknet und untendrunter ist noch Farbbrei. Aber so dick druckt man ja in der Regel nicht. An die Heizung oder in die Sonne legen, geht auch. Backofen … ui … dann aber nicht zu heiß, nicht, dass dein Papier braun wird …

      Liebe Grüße . Tabea

  7. Vielen lieben Dank für diese ausführliche und liebevolle Erklärung. Ich bin jetzt ganz beseelt und fange sofort an. Mit wieviel Liebe zum Detail und Hingabe ihr das hier gestaltet, ist wirklich beeindruckend. Ich bin jetzt schon so neugierig, wie die Postkarten aussehen werden, die ich selber mache und die ich dann erhalten werde!

    Liebe Grüße
    Natalie

  8. Hi, ihr Lieben! Ich habe noch eine konkrete Frage zur Größe der Postkarten. Ihr schreibt, die Größe 12,5x17cm ist von der Post als Postkarte genehmigt. Heißt das, wir müssen diese Größe nehmen, oder darf es auch eine klassische Postkarte im DinA 6 Format sein? Ich habe nämlich hier Aquarellpostkarten in der Größe Din A6, welches 14,8 x 10,6cm. Kann ich diese verwenden, oder soll ich mich lieber an dem Format 12,5 x 17 cm orientieren? Über eine Antwort freue ich mich,
    Lieber Gruß Natalie

    1. Liebe Nathalie

      Vielen Dank für dein Lob 🙂

      Ja, unser Format ist verbindlich. Denn am Ende sollen alle arbeiten schön zusammenpassen und das gleiche Format haben. Ihr könnt sie dann rahmen oder ein Buch daraus binden … oder was auch immer.

      Ich schneide mir meine Karten gern aus großen Bögen selbst heraus.

      Liebe Grüße . Tabea

  9. Nun werde ich nie mehr weghören können, wenn die Walze Schmatzgeräusche macht 🙂 – meine quietscht noch fröhlich dazu, als wäre irgendwo ein Vögelchen am Erzählen…
    Die Tipps zum Mischen waren äußerst hilfreich und deiner Stimme hört man gerne zu, Tabea, echt.
    Weiter geht’s!
    Liebe Grüße, Verena

  10. Vielen lieben Dank für die Tipps!
    Auch nach vielen eignenen Druckversuchen lernt man immer dazu 🙂 und ich freue mich, dass ich dieses Jahr dabei sein darf.
    Ich bin schon gespannt auf die Post und die Inspirationen durch die Werke der anderen Gruppenmitglieder.
    Liebe Grüße
    Heike

  11. Liebe Tabea, liebe Michaela,
    auch dank der tollen Videos habe ich gleich am Wochenende mit dem Drucken losgelegt und es hat von Druck zu Druck immer besser funktioniert!
    Das einzige Problem: ich habe zuerst mal 32 (mehr ist immer besser) querformatige Motive gedruckt… Keine Ahnung warum, die Masse hatte ich nochmal nachgelesen, aber nicht die Ausrichtung… Naja, habe ich das halt als Übung abgebucht, die nächsten 32 im Hochformat werden um so schöner!
    Vielleicht könnt Ihr aber noch einen kleinen Hinweis in Euren Text einbauen – Tabea druckt zwar nicht explizit Querformat im dritten Video, aber in meinem Kopf ist es wohl so angekommen…
    Und vielleicht geht es ja anderen auch noch so.
    Liebe Grüsse, Stefanie.

    1. Liebe Stefanie

      Ja, das kann passieren! In unserer Projektausschreibung stehen extra gebündelt die wichtigsten Angaben. Derzeit fällt mir nichts ein, wie wir es noch eindringlicher platzieren könnten. Ich denke, je öffter jemand mit macht, desto seltener passieren soche Verwechseler :o)

      Liebe Grüße . Tabea

      1. Liebe Tabea,
        naja, an der fehlenden Übung beim Mitmachen kanns jetzt nicht direkt liegen… Aber Du hast schon recht, man muss halt genau lesen. Auch wenn man denkt, man wäre eine alte Häsin, bleibt einem halt manchmal nix erspart.
        ;-))) Stefanie.

      2. Tja, bin schon lange dabei… aber in der letzten Sommerpost habe ich auch erstmal das falsche Format gewählt. Und was soll ich sagen: diesmal schon wieder! 🤣 Ich lerne es einfach nicht… 🤪

  12. ich mache zwar bei der adventspost nicht mit und drucke eigentlich immer mit der gelliplatte, aber deine videos, liebe tabea, haben mich sehr angesprochen, es irgendwann doch mal auszuprobieren. danke, dass du hier deine arbeitszeit und -kraft ganz kostenlos und frei allen zur verfügung stellst!!!
    liebe grüße
    mano

    1. Das waren die schönsten Gutenachtgeschichten, die ich mir heute aussuchen konnte. Wunderbare Farb-Misch-Papier-Geschichten… Freue mich schon aufs Probieren. Wie durch ein Wunder bin ich diesmal relativ spät ausgelost und freue mich auf Glasdruck ohne Zeitdruck. Herzlichen Dank für diesen lehrreichen Monotypie-Kompaktkurs, liebe Tabea, und liebe Grüße Ghislana

  13. Liebe Tabea,
    zunächst mal vielen Dank für diese wunderbaren, inspirierenden Videos! Die Idee mit Wasser und Sprühflasche wurde sofort umgesetzt :- )
    Jetzt noch eine Frage: ich werde meine eigentlichen Drucke auf dünne Buchseiten machen und möchte die dann auf Fotokarton kleben/aufziehen. Mit was machte ich das dann am besten? Tapetenkleister?Buchbindeleim? Klebestift?
    Liebe Grüße Petra/@archimedes31415

  14. Hallo Ihr beiden,
    Habt Ihr vielleicht noch einen Tipp zum Papier, auf das gedruckt wird?
    Für welches sind denn zb linoldruckfarben besonders gut geeignet? Bis zu welcher Dicke/Grammzahl geht denn das durchdrücken gut?
    Liebe Grüße Verena

    1. Hallo Verena

      Ich verwende normales Kopierpapier in 80 g/qm Qualität. Wie im Buch beschrieben. Das ist optimal, da man hier ein hochwertiges Papier eh nicht wiedererkennen würde, wenn man vollflächig druckt.

      Je glatter, desto berechenbarer die Ergebnisse. Dicke musst du ausprobieren, das hängt sehr vom Papier und auch von der Farbschicht ab. Ich habe erfolgreich auf ca 180 g/qm Papier gedruckt. Werde selbst noch experimentieren …

      Liebe Grüße . Tabea

  15. Hallo Tabea,
    womit fixierst du die Linoldruckfarbe?
    Ich bin seit Dienstag auch glückliche Besitzerin der „Schöne Post“, aber darüber steht nichts drin.
    LG Birgit

    1. Liebe Birgit

      Das freut mich! Toll! Seite 99, mittlerer Textblock :o)

      Mein nächstes Buch hat ein Fachbegriffregister, Fußnoten, ein Glossar und ein Erste-Hilfe-ABC :o)

      Liebe Grüße . Tabea

  16. Vielen Dank für die schnelle Reaktion, soweit hatte ich noch nicht gelesen. Also geht Haarspray auch, ich war mir nicht sicher.
    Nun fehlt mir nur noch die finale Idee.
    Liebe Grüße Birgit

  17. Danke für die tollen Videos.
    Irgendwie klebt bei mir oft an paar Stellen das Papier an der Glasplatte/Farbe an und beim Hochziehen reißt/löst sich dann das Papier auf und gräsliche weiße Flecken entstehen. Ich habe 80g Kopierpapier mit Acrylfarbe genommen. Wasser in die Farbe? Irgendwie habe ich es noch nicht ganz raus.

    1. Hallo Karoline
      Acrylfarbe ist nicht oprimal, da sie zu schnell trocknet. Dann klebt das Papier an der Farbe fest. Verwende entweder einen Trocknungsverzögerer oder Linoldruckfarben.

      Liebe Grüße . Tabea

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