Klapp-Karten-Kiste

Gestern reichte es. Die Zeit der bunten Adventsstreifenwand ist Ende Januar endgültig vorbei. Abgeräumt und gestapelt brauchten die Karten sofort ein neues Zuhause.


Einige Streifen der schwarzen Pappe, aus der meine Karten gemacht sind, lagen sowieso noch rum. Passenderweise hatten sie genau die gleiche Höhe wie der Kartenstapel, mussten also nur noch auf die richtige Länge gebracht werden und ein passender Boden dazu geschnitten werden. Als Deckel dient meine Streifenkarte, an die Kiste mit einem Leinenstreifen angebracht, so dass sie als Klappdeckel funktioniert.

Damit der ganze dicke Stapel auch wieder aus der Kiste herausfindet und man bequem blättern kann, habe ich ein Band eingebaut, das von unten alles anhebt.

Mit Kügelchen zum anfassen. In den Boden habe ich zwei Löcher gebohrt, durch die das Band innen in der Kiste befestigt ist.

Natürlich habe ich das Etikett noch beschriftet …
um dann beim Hochladen der Fotos zu merken, was ich da geschrieben habe:

Stimmt doch nicht! Bin ich meiner Zeit voraus? Scheinbar bin ich schon gut in 2018 angekommen. Jetzt habe ich das Etitkett einfach abgerissen. Also Klappe zu, Kiste fertig.

Wir wissen, ihr scharrt schon alle mit den Hufen und freut euch auf die Frühlingspost, aber wir verraten noch nichts. Nur soviel: An meine große Magnetwand werden die Ergebnisse der Frühlingspost nicht passen, es wird größer! Neugierig? Am 19. Februar geht’s los!

Ich freu mich schon

Eure Michaela

Adventspost-Finissage

Ach, was war der wieder schön, der Advent in diesem Jahr, so bunt und gestreift. Jetzt zwischen den Tagen nehmen wir beide euch wieder mit zu uns nach Hause für die Finissage. Abschluss der Ausstellung. Tabea und ich haben wieder so unglaublich viel Extrapost bekommen. Alle Karten haben sich wunderbar zusammengefügt zu einem Gesamtkunstwerk. 
Bei mir zuhause hängt die Adventspost wieder in der Küche an der großen Pinnwand mit Fenster zur Straße, also eigentlich öffentlich. Nur wohnen wir in einer Sackgasse und so viele Leute kommen nicht vorbei. An der Wand habe ich die Karten farblich sortiert von oben (rot) bis unten (grün). Die Farbstreifen ergänzen sich und fügen sich zusammen, Töne finden sich wieder und Streifen setzen sich fort. 
Im Gesamtbild und im Detail gibt es so viel zu entdecken.
Tabea, schau mal, deine Karte hat eine Schwester, und die Straße führt aufs Haus zu. Wie sieht es denn bei dir aus? Hängen sie noch an der Wand, oder hast du die Karten schon verarbeitet?
Jetzt habe ich mich instinktiv umgedreht und an meine Wand geschaut, aber die ist ja schon leer! Es gibt nämlich einige Karten-Schwestern, was mir natürlich sehr gefallen hat. Gesammelt habe ich sie also in meinem Zimmer, damit ich mich immer an ihnen laben kann. Einige Eckkombinationen sind schon sehr interessant und viele Farbklänge haben mir gefallen, obwohl es deutlich nicht meine Instinktfarben sind.

Besonders gefallen hat mir ja das Vögelchen von Katrin, auch der Orangefarbklang von Martina mit Grauriegel dazwischen und ach die herrlichen Streifen von mano und faszinierend die Musterstreifen von Regnitzflimmern – auf dem ersten Blick sieht es aus wie eine Collage, aber es sind sehr feine Stempel! Ich musste mir auf die Finger klopfen, denn ich könnte nun noch viel mehr Lieblingskarten auflisten.
Auch die Rückseiten boten Erfreulichkeiten. Selbstgeschnitzte Motivstempel, Bushlettering und schöne Handschrift, tolle Briefmarken …
Dieses Jahr hatte ich schnell meinen Plan (hier einzusehen), was aus den Karten werden soll und habe vorgesorgt. Per Post trafen also die nötigen Untensilien ein. Und trotz der Fülle an Karten, fand ich passend große Buchringe. Schnell alles gelocht mit dem klassischen Bürolocher – außer einer Karte wollte da auch jede reinpassen – und schon war mein Postkartenbuch fertig. Als Bühne kam natürlich meine Vorarbeiten für meine diesjährige Adventspostkarte in Frage. Noch Fragen?

So schnell war ich noch nie fertig mit der Nachbearbeitung. Und was hast du so mit deinen Karte geplant Michaela?
Ich glaube, meine Karten dürfen noch ein bischen hängen bleiben, so weihnachtlich sind sie ja gar nicht. Bunt geht auch im Januar.
Nun bin ich gespannt, was aus EUREN Karten so wird. Gern könnt ihr dazu kommentieren oder posten. Die Link-Liste bleibt offen.
Eure Michaela und Tabea

Blaue Wände: Sommerpost Finissage

Das wars mit dem blauen Sommer. Die erste Post-Kunst-Aktion in unserem neuen digitalen Zuhause ist abgeschlossen. Zeit für die Finissage. Für die Abschlussausstellung nehmen wir euch mit zu uns nach Hause. Leider liegen Geringswalde und Bergisch Gladbach über 500 km auseinander. Am Sonntag gab es bei Tabea eine echte Ausstellung im Haus, zu der ich leider nicht kommen konnte.

Wir kommunizieren fast nur über E-Mail und ein bischen über Whatsapp, ein fast täglicher Austausch über Projekte, Ideen und Privatkram. Ein Email-Ping-Pong, bei dem meist was Gutes herauskommt. So wollen wir heute auch den Abschluss der Sommerpostkunst gemeinsam schreiben und euch zeigen, wie es bei uns so läuft.

Tabea, zeig mal Bilder deiner Ausstellung!

Spontan. Eine kleine Post-Kunst-Werk Sonderausstellung konnte ich für Sonntag in unserer bestehenden Ausstellung integrieren. Es wurden zum »Tag des offenen Denkmals« Aquarelle aus dem Nachlass Eberhard Heinicker gezeigt. Dank meiner prallen Postkunstkisten waren die Vitrinen schnell gefüllt. Es hat Freude gemacht, die Themen der Aktionen zu drapieren.

Für mich eine wunderbare Vernissage-Finissage zum Ausklang der Sommerpost. Umzingelt von Werken der letzten Jahre, hängen die blauen Stoffläppchen in bester Gesellschaft.
 

Schön, dass du alles nochmal rausgekramt und herrlich beschriftet hast.
Was ist das da unten rechts denn für ein Bild? Das ist aber keine Postkunst?

Noch ein bisschen Kinderkunst von der Ausstellung davor. Der Zeitpunkt, wenn die kleinen Menschen noch nicht professionell alphabetisiert wurden, ist der beste für ganz große Kunst.
Liebe Michaela, was hast du denn so vor mit deiner Sommerpost?
Ach, Kinderkunst-Zeit, die schönste Zeit, genieß sie mit deinen noch Kleinen.

Die Sommerpost? Ein paar feine Sonnendrucke habe ich ins Wohnzimmer in Stickrahmen gehängt …

und mir eine passende Sonnendruck-Vase aus Snappap dazu gesonnendruckt. Auf dem Material funktioniert die Technik mit der verdünnten Seidenmalfarbe auch gut.
Der Großteil der Stoffe hängt noch im Arbeitszimmer an der großen Pinnwand, die dafür zu klein ist. In den langen Wintermonaten sollte ich mir daraus einen Sommerquilt nähen, oder ganz viele Bücher damit beziehen, oder jede Menge Taschen nähen. Mal sehen …
Ich weiß auch noch gar nicht, worum sich dieses Jahr die Adventspost drehen wird. Es gab schon Anfragen. Aber ich weiß, wir hecken wieder was schönes aus, nicht wahr, Tabea?
Aber nicht so öffentlich, und es dauert noch ein bischen.

Ja. Ich hab Ideen für den Advent! Ehrlich gesagt sogar was tolles für Frühling und Sommer und den nächsten Winter …

Gern können wir und könnt auch ihr die Linky-Listen nutzen, um Ergebnisse zu zeigen. Ihr könnt euch Zeit lassen, die Listen bleiben einfach dauergeöffnet. Vielleicht finde ich bei euch noch Inspirationen für meine Stöffchen. Ich bin schon glücklich, wenn sie Kante auf Kante in meinem Regal liegen. Ich werfe ihnen dann hin und wieder verliebte Blicke zu. So wie ich es mit den Fisch-Stoffen zu halten pflege.

Finissage im Bücherhaus · DIY

Bücherhaus DIY ©Post-Kunst-Werk, Michaela Müller

Der Frühling ist zuende. Das merkt man nicht nur an den Temperaturen. Die 70 Teilnehmerinnen der Frühlingspost merken es an ihrer vollständigen kleinen oder größeren Frühlingsbücherei. 70 kreative Frauen haben mindestens 10 Minibüchlein im Format A9 gestaltet, gebunden und verschickt. Bei mir haben sich 30 Büchlein angesammelt, somit hat fast die Hälfte der Teilnehmerinnen mir und Tabea auch eins geschickt. So lieb von euch, vielen vielen Dank! Mir ist es hier nicht gelungen, die Bücher nach Gruppen zu sortieren, also habe ich es nach Farben gemacht: Ist das nicht eine herrliche Pracht? Alle anderen Bücher, die hier noch fehlen, findet ihr in der Liste und auf dem Frühlingsbücherei-Pinterest Board.

Frühlingspost, Mail Art, Post-Kunst-Werk ©Post-Kunst-Werk, Michaela Müller

Ich sammle meine Büchlein in einem Bücherhaus, das hatte ich auf meinem Blog schon gezeigt. Mittlerweile habe ich das Dach ausgebaut, um allen Minibüchern ein Zuhause zu geben. Wenn ihr auch so ein Bücherhaus haben wollt, dürft ihr das gerne nachmachen. Ich zeige euch heute in einem kleinen DIY, wie der Hausbau funktioniert. Dieses Haus passt für eine Gruppe mit 10 Büchlein und hat bestimmt auch noch Platz für ein paar Gastbücher.

Material:

· Graupappe (alte Zeichenblock-Rückwand oder eine eine Verpackungspappe)
· Bunte Papiere zum Bekleben
· Buchbindeleim
· Kreppklebeband
· alte Zeitungen zum Unterlegen

Werkzeuge:

· Cutter, Lineal, Schneidematte
· alternativ Schneidemaschine
· Bleistift
· einen dicken und einen dünnen Pinsel
· Schere
· Falzbein
· evtl. Lochbohrer

Bücherhaus DIY ©Post-Kunst-Werk, Michaela Müller

Die Pappen schneide ich zu, ich mache das mit meiner Schneidmaschine, es geht aber genauso mit Schneidelineal und Cutter auf der Schneidematte. Das Haus hat ein Format von 9cm  x 21,5 cm, die Seitenwände sind 5 cm tief. Den Boden am besten etwas breiter zuschneiden: Breite der Rückwand plus Pappstärke.

Bücherhaus DIY ©Post-Kunst-Werk, Michaela Müller

1. Unverdünnten Buchbindeleim streiche ich auf die Kanten der Pappen,

2. die einzelnen Hausteile setze ich zusammen,

3. mit Kreppklebeband fixiere ich das ganze solange der Leim trocknet.

4. Der Rohling ist fertig, die Regalböden setze ich später ein.

Bücherhaus DIY ©Post-Kunst-Werk, Michaela Müller

5. Ich suche mir farblich passende Musterpapiere und schneide zunächst grob die Tapeten für die Seitenwände und den Boden zu:

6. So groß, dass das Papier etwas auf die Innenseite und die Rückseite überlappt.
Ich streiche das zugeschnittene Papier von der Rückseite mit Buchbindeleim ein.

7. Ich beklebe nach und nach alle Seiten, streiche alles schön glatt, die Kanten mit dem Falzbein.

8. Das Dach beklebe ich mit einem Stück Papier, dafür muss ich es vorne am Giebel einschneiden. Ich bin dabei nie so ganz perfekt, die Stücke dürfen etwas überlappen.

Bücherhaus DIY ©Post-Kunst-Werk, Michaela Müller

9. Die Tapete für die Rückwand innen muss aber genau zugeschnitten werden, lieber etwas kleiner. Auch diese mit Leim bestreichen und einkleben.

10. Genauso die Rückseite bekleben, dann kann das Haus auch frei im Raum stehen und sieht von hinten schön aus. Die Wellen, die hier noch zu sehen sind, ziehen sich später glatt.

11. Die Regalböden bezeihe ich extra,

12. streiche Leim auf die Kanten und setze sie ins Haus ein.

Bücherhaus DIY ©Post-Kunst-Werk, Michaela Müller

13. Jetzt kann das ganze Haus mit einem schweren Gegenstand gepresst trocknen.
Ich habe dafür ein altes Bügeleisen.

14. In die Rückwand bohre ich ein Loch zum Aufhängen,

15. dann können die Büchlein einziehen… oder auch etwas anderes?

Habt ihr Lust so ein Haus zu bauen?
Wenn ja, dann zeigt euren neuen Eigenheime in der Frühlingspost-Liste!

Michaela