Sommerpost-Finissage

Heft an Heft – So viel wunderschöne Post!

Das Ende des Sommers möchten wir selbstverständlich nicht einläuten. Und die Sommerpost ist zwar abgeschlossen und flattert nicht mehr in unseren Briefkästen herum, … jedoch für unsere Hefte, geht das kreative Leben jetzt erst mal so richtig los. Oder?

Michaela: Ich habe nichts dagegen, dass der Sommer vorbei ist. Wenn es jetzt noch schöne Herbsttage gibt, darf es ruhig kuschelig und kreativ werden. Die ganzen Sommer-Impressionen müssen ja verarbeitet werden.

Wir konnten viele neue Vogelarten entdecken

Tabea: Meine erste Version des Gummibandbuches war ein voller Erfolg. Die meisten von euch haben mein Ostseereisebuch auf Instagram schon gesehen. Als ich es gebunden habe, befand ich mich im Material- und Werkzeugparadies bei Michaela. Und weil bei mir im Atelier die Bedingungen für die Entstehung eines Gummibandbuches wenig günstig sind, träume ich noch davon. Jedoch ein paar Hefte sind bereits ausgewählt. Und da ich eine puristische Veranlagung habe, überlege ich gerade, wie ich mir so ein Teil mit sehr einfachen Mitteln gestalten kann.

Mit »Gummibandbuch auf Probe« an der Ostsee

Michaela: Das Schöne am Gummiband-Buch ist, dass du es mit unterschiedlichsten Materialien herstellen kannst. Dein Sommerbuch mit festem Pappdeckel und Leinenrücken, das wir in meinem Studio gebunden haben, war schon die aufwändigere Variante. Es geht auch einfacher, aus Filz oder aus Leder.

Tabea: Ich finde das nun interessant und muss auf der Stelle loslegen – mal sehen wie es klappt mit dem, was ich hier habe:

Spontan im Atelier gefunden: Korallenrotes Gummiband (frisch per Post eingetroffen) von Maike. Ein Probestück SnapPap von Michaela, leider zu klein für den Rücken. Daher noch Leder zur Ergänzung. Und Karton bereits grundiert.
SnapPap gestückelt aufs Leder (12 x 22 cm) geklebt und Karton auf 15 x 22 cm zurechgeschnitten
Schön biegsam und stabil
4 cm vom Leder an die Pappen geleimt, ergibt einen Rücken von 4 cm Breite. Das ging jetzt aber verdächtig schnell.
Dieses tolle Stanzwerkzeug habe ich heute eingeweiht, es ist auch ein Geschenk von der lieben Maike (oh Danke!!!) Die Löcher wirken sehr stabil, ausfransen kann nichts, keine Metallösen nötig.

Michaela: Das ist ja ein cooles Teil, das habe ich nicht im meinem Studio-Paradies!

Gummiband reingezurrt und per Hand verknotet, drei Hefte und einen schönen Umschlag eingespannt. Juchu – fertig! Kein Nähen, Ösen und Nieten.
Oh wie schön!
Ich bräuchte 10 Stück davon, um alle tollen Hefte unterzubringen.

Tabea: Ich fühle mich nun komplett, denn nein: 9 Stück werde ich mir nicht zusätzlich binden. Aber vielleicht eins, zwei, drei … Was meinst Michaela?

Michaela: Ja, mach noch welche! Geht doch flott. Ich wollte noch zeigen, wie man mehr als zwei Hefte in einen Umschlag einhängen kann, ohne zusätzliche Löcher. Du hast das auch gemacht, sehe ich beim genauen Hinschauen. Das geht ganz einfach, indem man je zwei Hefte mit einem zusätzlichen Gummiband verbindet und dann erst in das Gummiband im Umschlag einhängt …

Das Fotografieren ist nicht so einfach, weil ich das Gummiband auseinanderziehen musste.

und dann noch zwei und noch zwei … natürlich muss der Rücken dann dementsprechend breit sein und es ist auch schöner, wenn die Deckel etwas länger sind, damit die Hefte vorne nicht herausgucken.

Tabea: Ja das stimmt, die Maße nicht zu knapp berechnen. Mit meinen Maßen kam ich sehr gut hin. Außer bei der Höhe würde ich vielleicht 2 mm mehr nehmen, da ja die gestanzten Löcher sehr weit am Rand sitzen. Ich habe das zusätzliche Gummiband nicht um ein Heft geschlungen, sondern nur um die Gummibänder (oben und unten, links und rechts) der anderen Hefte herumgewickelt und gleich wieder zurückgeschlauft, so konnte ich Platz für zwei weitere Hefte schaffen. Ich habe mich jedoch für nur 3 Hefte entschieden und das 4. Gummi mit einem schönen Briefumschlag aus der Frühlingspost versehen. Der Rücken wäre tatsächlich zu schmal gewesen für 4 Hefte.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmerinnen der Sommerpost! Ihr habt es, wie immer, so kreativ und liebevoll belebt! Nun könnt ihr den Herbst genießen und wenn ihr mögt, sehen wir uns, wenn alle Blätter von den Bäumen gefallen sind, zur Adventskalenderpost.

Frühlingspost-Finissage

Finissage, das klingt nach Abschluss und Ende, dabei ist uns viel eher nach: »Herzlich willkommen!« oder: »Leg los!« oder nach: »Schreib mal wieder!« Denn dies strahlt unsere Frühlingspost aus! Wie wäre es, wir verschicken ein paar liebevoll gestaltetet Briefsets an gute Freunde oder an die Familie? Die Kärtchen, Umschläge und Etiketten sehen so einladend aus und sind noch unbeschrieben. Finissage bedeutet in diesem Frühling also nicht, dass Ruhe in den Briefkästen einkehrt.

Tabea: Da mir die Winterpost so gut gefallen hat, durfte sie sehr lange auf dem Fensterbrett liegen bleiben. Doch eines Tages, bei Sonnenschein, fand der Wechsel von Schwarz zu Pastell statt. Was für ein Kontrast! Anfangs dachte ich noch, es könnte mir gelingen, die wunderschönen Briefumschläge und Karten einlagig abzulegen. Brief um Brief trudelte ein, ich öffnete sie staunend und stand dann vor der langen Fensterbank und habe überlegt, welches Kunststück nun welches Kunststück überlagern darf. Mittlerweile wölbt sich in einem Farb- und Musterrausch die liebliche Post und bildet Hügel, Haufen und Stapel. Und bei dir? Wie ging es an deiner Magnetwand zu?

Michaela: Nix Magnetwand, die hat auch mal Alltagsdienst und muss in diesem Frühjahr Büchereifristzettel, Arzttermine, Kalender, Einladungskarten, Fische und einfach nur private Post tragen. Außerdem wären die dicken Umschlagspäckchen zu schwer für die Wand. Ich habe mir im Wohnzimmer einen Frühlingspost-Altar eingerichtet. Als Hintergrund dient an der Wand ein tolles nepalesisches Blumenpapier in Frühlingsfarben, alles andere kam nach und nach dazu, zum Beispiel die Wimpelkette! Aber ich muss zugeben, dass ich einige Postpäckchen noch gar nicht richtig auseinander gerissen habe. Die viele Post sammelt sich einfach in der Schachtel, die schon viel zu voll ist.

Tabea: »Altar« ist gut! Und toll, wie manche mit dem »Bonus« gespielt haben! Es gab viele Extras in Form von Kärtchen, Etiketten, Stanzereien, Aufklebern, Lesezeichen und Anhängern. Es wurde verziert, gestempelt und gestanzt. Im Grunde waren das Liebesbriefe. Ich würde sagen, unser Thema »Brieffreundschaft« ist wunderbar aufgegangen! Vielen Dank allen, die sich so auf das Thema eingelassen haben! Ich habe noch nicht entschieden, welche Sets bei mir bleiben und von welchen ich mich trennen kann …

Ein wunderschönes Gesamtwerk von Heike @buntewerkelei

Michaela: Oh, der Bleistift! Den habe ich nicht bekommen. Dafür einen Magneten und ein Briefmarken-Sammelbuch. Ja, das ist echte Brieffreundschaft und wird hoffentlich den Briefstrom nicht mehr abreißen lassen. Ganz entzückt war ich auch von diesen ausgewöhnlichen Briefumschlägen innen und außen:

Umschlag-Variationen von Katharina Kucharek @katharinakucharek
Umschlag-Variationen von Katharina @katharinakucharek

Tabea: Ja, diese Umschläge sind mir auch aufgefallen. Es gibt viele schöne Ideen, denen ich gern nachgehen möchte. Immer wieder interessant, wie aus der Grundidee, bestehend aus Technik und Farbe, so viele unterschiedliche Dinge entstehen können. Allein die Kleisterei! Beim Kleistern musste ich mich sehr konzentrieren, denn schnell wurde klar, wie viel Potenzial diese Technik hat. Um mich nicht zu verzetteln, habe ich mich – nach einigen Experimenten – auf das Wesentliche konzentriert: Pastell und Läusekamm. Manchmal gab es einen Ausrutscher in Schwarz, auch hatte ich plötzlich eine Version in Magenta vor mir liegen und ich fragte mich, wie wäre es wohl, wenn ich Weiß auf Eierschalen-Weiß teste? Selbstauferlegt brauchte ich jedoch eine Menge Papier in Pastell und dachte mir, das gelingt mir nur, wenn ich mir zwischendurch auf die Finger klopfe und alle Versuche (jenseits der Projekt-Palette) auf später verlege. Am Ende hatte ich dann gerade so viele Bögen, dass ich genau 9 Sets zusammenbekommen habe.

Michaela: Meinen Kleisterprozeß habe ich ja schon in meinem Blogpost beschrieben. Meine Papiervorräte reichten auch so gerade eben. Ein paar einzelne Umschläge und Karten aus meiner Produktion sind noch da, die verschicke ich nach und nach. Eine Karte aus dem nun großen Brieffundus habe ich auch schon als Geburtstagskarte verschickt. Aber ich als notorische Selbermacherin stecke jetzt in einem Dillema. Irgendwie habe ich immer den Anspruch, meine Post selbst zu gestalten. Und jetzt habe ich eine Kiste voll mit tollen Karten und Umschlägen der anderen. Wenn ich die nun verschicke, denken dann meine Adressaten, die Karte hätte ich gemacht? Also schreibe ich am besten immer einen Abschnitt dazu, der die Postkunst erklärt. Wir sollten uns ein Post-Kunst-Label ausdenken, das wir dann darauf kleben: „Diese Karte ist im Rahmen der Frühlingspost-Aktion 2019 von XXX entstanden“, oder so ähnlich. Was meinst du dazu?

Tabea: Daran habe ich auch schon gedacht. Bei mir ist es ähnlich, wenn ich private Post verschicke, verwende ich schon seit Jahren nur eigene Gestaltungen. Würde ich diese wunderschönen Post-Kunst-Werke verschicken, wäre ein Info-Zettelchen sehr hilfreich. Lass uns ein Label gestalten!

Michaela: Das machen wir, wenn wir nächste Woche an einem Tisch sitzen!


Wir melden uns schon bald mit einem 100%-Vollformat-Sommer-Post-Teaser per Newsletter bei unseren Unterstützerinnen.
Bleibt dran, es geht ganz bald weiter!
Und sind sehr gespannt auf eine neue Runde!

Bis dahin in aller Frische:

Tabea und Michaela

Brieffreundschaften

Herzlich willkommen im Jahre 2019! Es wird ein Postkunstjahr! Nach einer kleinen Ruhepause bei uns soll es nun weitergehen. Viel ist geschehen und viel liegt vor uns! Obwohl die Adventspost nun verklungen ist, unsere Briefkästen im verdienten Urlaub sind, sieht man hi und da auf Instagram noch Postkarten aus unserer letzten Postkunstaktion. Das ist schön! Auch unsere Linkliste ist reichlich gefüllt. Wer mag, setzt seinen Link noch hinzu.

Tabea: Bei dieser Postkunst war besonders die Verbindung und Kommunikation innerhalb der Gruppen erfreulich. Es fand sehr viel persönlicher Austausch per Mail und auf den Karten statt. So ein Wir-Gefühl ist nicht konstruierbar, nicht mal als logische Folge eines kreativen Briefwechsels. Das Post-Kunst-Werk möchte Wirkungsraum und Möglichkeit geben, erfüllen und beleben können es nur die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Danke und welch Glück: Es ist wahre Brieffreundschaft aus uns geworden! Wie siehst du das Michaela?

Michaela: Oh ja, das ist so, bei der diesjährigen Adventspost mehr denn je. Aber zunächst einmal auch von mir ein frohes neues Postkunstjahr, darf man das Mitte Januar noch wünschen? Aber sicher! Brieffreundschaft, schönes altmodisches Wort, aber genauso habe ich das empfunden im vergangenen Dezember. Multimediale Brieffreundschaft auf allen Kanälen. So viel begleitende Mails innerhalb der Gruppen, Dank, Rückmeldungen und Begeisterung hatten wir noch nie. Ich hoffe, es war für euch alle O.K., dass Tabea und ich uns in eure Kommunikation in den Gruppen so gar nicht eingemischt haben. Wir fanden es einfach schön, von außen zuzuschauen und zu lesen, wie ihr euch gegenseitig näher kommt und begeistert.

Tabea: Neben der vielen Sonderpostkarten im Adventpost-Style, erreichten uns auch einige sehr individuelle Extra-Sonderpöste. Es gab handgemachte Seife, Karten im Umschlag mit kleinen Extrawünschen und Beigaben. Und dieser liebevoll kalligrafierter Briefumschlag von Maike (@fraugaebel.de). Ich weiß nicht, ob mir jemand meinen Namen schon mal so schön geschrieben hat. Vielen Dank liebe Maike! Als ich den Umschlag öffnete, bin ich fast umgefallen vor Freude und Verwunderung. Doch seht selbst, ihr erkennt ihn sicher alle sofort wieder:

Michaela: Ja, von Maike habe ich auch so tolle Post bekommen, mir hat sie mein neues Logo als Stempel geschnitzt, unglaublich toll!
Das perfekte Weihnachtsgeschenk.

Michaela: Aber nochmal zurück zur Adventspost. Mark Making war eine Herausforderung und ein großartiges Thema, das ein sehr einheitliches Gesamtergebnis geschafft hat. Alle Karten passen und fügen sich zusammen. Bei mir hängt noch eine übervolle Wand in schwarz-weiß in der Küche, ein bisschen darf sie noch hängenbleiben. Obwohl meine Familie diesmal nicht so begeistert war wie alle Teilnehmerinnen. Ihnen war die Aktion einfach zu schwarz, vielleicht liegt das auch einfach an der puren Masse an Post, die bei uns angekommen ist.
Ein genaues Konzept, was ich mit den Karten mache, habe ich noch gar nicht, und du? Zwischendurch hatte ich die Idee, aus meinen Reststücken des bemalten Stoffes, aus dem ich meine Karten gemacht habe, eine Tasche zu nähen und darin die Karten aufzuheben.

Tabea: Also meine neue Präsentations-Fensterbank im Atelier gefällt mir so sehr, dass ich sie nun extra für die Postkunst dauerreserviere. Warum sollte ich meine Karten abräumen? Als ich sie gerade mal kurz alle in die Hand nahm, um ein Gruppenfoto zu machen, fand ich den Anblick der leeren Fensterbank so untragbar, dass ich die Karten schnell wieder dort abgelegt habe.

Mir erging es ganz anders als deiner Familie, ich glaube, ich bin gerade so richtig angekommen im Schwarz-Weiß Spektrum. Besonders die dunklen Werke haben es mir positiv angetan. Schwarz gehörte bisher nicht zu meiner persönlichen Farpalette. Das hat sich mit dieser Aktion geändert. Und ich frage mich, warum erst jetzt ;o) Ein Blick in meine Postkunst-Vitrine zeigt ein sehr buntes Bild. Schon recht voll, gell! Dabei ist längst nicht alles drin.

Michaela: In meinem neuen Studio werde ich auch eine Post-Kunst-Präsentations-Ecke einrichten. Muss mal schauen, wie ich das mache. Deine Vitrine ist ja unschlagbar, sowas müsste ich noch auftreiben. Dann braucht meine Familie sich auch nicht mehr beschweren, dafür ist alles für meine Workshop-Teilnehmerinnen, die ja auch oft Postkünstlerinnen sind, sichtbar. Also wird mein Studio eine Post-Kunst-Galerie, genau das ist doch die Idee!

Und jetzt? Nach der Postkunst ist vor der Postkunst. Es kam schon öfters die Frage nach der Frühlingspost auf. Natürlich geht es bald weiter, wir arbeiten im Hintergrund an neuen Ideen und Konzepten und werden sie euch rechtzeitig mitteilen und schmackhaft machen, keine Sorge. Wenn ihr uns auf Steady unterstützt, bekommt ihr die drei Start-Termine für alle Aktionen des Jahres schon im Januar, wie versprochen.

Tabea: Genau! Ich freue mich schon! Lass uns gleich loslegen Michaela ;o)
Liebe Grüße an euch alle und bis demnächst mit mehr …

 

Sommerpost-Finissage

Sommerpost 2018 Finisage Foto: ©Michaela Müller

Schon ist er wieder vorbei, der Sommer. Während es in diesen Tagen noch einmal richtig spätsommerlich war und ist, laden wir euch ein zur Sommerpost-Finissage. 9 bzw. 10 Wochen lang wurden unsere Briefkästen gefüllt mit Traumreisecollagen im Format 15fünfzehn. Wieder einmal eine Aktion, die alle Grenzen sprengte, kreative Menschen herausforderte, Begeisterungstürme auslöste und Träume erfüllte. Wir durften mit euch an exotische Ziele, konkrete Orte oder in eure Traumwelten reisen. Tabea und mich erreichte wieder so viel Extrapost, dass wir zwischendurch gar nicht mehr wussten, wohin damit.

Tabea: Ja, das stimmt! Jede Postkunst-Aktion ist anders toll! Wir hatten viele schöne Wochen mit traumhafter Post. Für die Sommerpost durfte ich die Frühlingspost lüften. Die hatte es sich nämlich in meinem frisch entrümpelten Regal bequem gemacht. Ich habe die Traumreisebriefe immer gebündelt und in Ruhe geöffnet. So zwischendurch wollte ich das nicht tun. In der Stube, welche eigentlich aussieht wie ein Atelier, sammeln sich im Buffet Relikte aus verschiedenen Postaktionen. Hier seht ihr im Vordergrund Michaelas über Land und lang gereiste Englandkarte, meine aktuellen Postwerke, Milchtütendrucke, Streifenpost und Sonnendruck-Motiv auf Glasscheibe. Alles sehr schöne Erinnerungen.

Sommerpost 2018 Finisage Foto: ©Tabea Heinicker

Michaela: Bei mir zuhause sammelten sich die Collagen auf der Kommode im Wohnzimmer und an der Magnetwand in der Küche, die meine flexible Post-Kunst-Galerie durch die Jahreszeiten ist, wisst ihr noch die Streifen im letzten Advent? Nachdem alle verfügbaren starken Magnete in Gebrauch waren und die Bilderleiste über der Kommode voll, habe ich kurzerhand einigen Collagen einen Aufhänger verpasst. Meine Collagen hatte ich schon so auf die Reise geschickt.

Sommerpost 2018, Finisage, Foto: ©Michaela Müller

So kann ich nun die allerliebsten Traumreisen dreireihig präsentieren. Ich finde es großartig, wie sie sich zusammenfügen und sich die Farben und Formen verbinden. In der Kiste sammeln sich die Umschläge und die schönen Beigaben.

Sommerpost 2018 Finisage Foto: ©Michaela Müller

Gerade hatte ich alles arrangiert, da kam noch Ghislanas gelbgrüne Papierbatik dazu, die sich perfekt zwischen Claras und Ulrikes Collage einsortiert, auch wenn es jetzt etwas eng auf dem Regalbrett wird.

Sommerpost 2018 Finisage Foto: ©Michaela Müller

Tabea: So eine schöne lange Reihe hatte ich früher mal über dem Sofa hängen. Das ist eine perfekte Präsentationsform, wie ich finde. Jedoch, unser jüngstes Kind hatte dann mal so eine sehr intensive »Abreißphase«. Ihr wisst schon, ihm hat meine Reaktion auf das Abgereiße dann am Ende größere Freude bereitet, als das Runterreißen selbst. Ist vermutlich vorbei die Phase, ich könnte eine neue Postkartenleine spannen. – Bei mir landeten die Collagen also an verschiedene Stellen. Zum Beispiel ins Bücherwälzerregal:

Sommerpost 2018 Finisage Foto: ©Tabea Heinicker

Michaela: Zwei Collagen füllen noch eine Lücke in der Küche, die nun meine Blogger-Kunst-Ecke geworden ist.
Tabea wollte so gern Angelikas Collage tauschen, deshalb wohnt nun der Oktopus in Geringswalde und die Traumtasse in Bergisch Gladbach: Guck mal Tabea, da träumt dein Bücherwesen über der Tasse, neben Katrins Teller, über Andies Spruch und neben Stefanies Aquarell, und die kleinen Keramiktöpfchen kennst du auch!

Sommerpost 2018 Finisage Foto: ©Michaela Müller

Sommerpost 2018 Finisage Foto: ©Michaela Müller

Tabea: Das sieht wunderschön aus bei dir! Ja der Oktopus und ich! Das war Liebe auf dem ersten Blick! Zum Glück konnte ich eine Tasse anbieten. Auch sehr liebe ich manos Kunstschachtel, neben der jetzt natürlich manos wunderschöne Reisecollage hängt. Auch die Vorgeschichte mit der Schreibmaschine, hat mir gefallen.

Sommerpost 2018 Finisage Foto: ©Tabea Heinicker

Sommerpost 2018 Finisage Foto: ©Tabea Heinicker

Michaela: Wir sind immer wieder ganz entzückt und überrascht, was uns alles an Post erreicht. Wir möchten uns tausendfach bedanken! Und da es dieses Jahr so viel geworden ist, dass wir fast den Überblick verloren haben, schaffen wir es auch nicht, jeder persönlich ein Dankeschön zurück zu schicken. Ich habe allerdings noch zwei Collagen übrig, die gerne unter die Leute bringen möchte. Dazu habe ich nun heimlich still und leise zwei aus den vielen Einsendungen ausgesucht, die mir sehr am Herzen liegen und schicke sie heute einfach auf die Reise. Überraschung!

Sommerpost 2018 Finisage Foto: ©Michaela Müller

Tabea: Ich war auch überwältigt von der Post und habe im Überschwang eine unglaubliche Menge an Dankeskarten gestaltet. Es müssen so um die 60 gewesen sein. Mir ist dann jedoch aufgefallen, dass das katalogisieren und Bedanken wiederum eine Verantwortung ist, die viel Raum einnimmt. Ich kam dann auf die Idee, in Zukunft mache ich ein Duzend Werke mehr und verschicke diese. Wir wissen ja, ihr wollt uns eine Freude bereiten. Es ist tatsächlich eine Überlegung wert, auf welchem Wege bedankt man sich heutzutage? Jeder hat sein eigenes bevorzugtes Medium. Wir hatten ja erst neulich eine Diskussion darüber.

Sommerpost 2018 Finisage Foto: ©Tabea Heinicker

Für die vielen schönen Sonderpöste habe ich eine Kiste mit Ausguck gebaut. Bezogen mit Michaelas Musterpapier in der quick & dirty Technik. Dirty ist mir auch gelungen, an quick arbeite ich noch. Wie ihr wisst, stehe ich auf Blau-Türkis-Töne, deshalb dürfen diese Karten zuerst »Schaustehen«. Ich kann immer mal wechseln, das ist praktisch. Auf dem Tisch seht ihr noch ein ehemaliges Geburtstags-Geschenk-Büchlein von Michaela, welches ich sehr sehr mag, ein Steinchen von der Ostsee und ein Foto aus guten alten Zeiten in Weimar. Und die Sonnendruck-Stöffchen betrachte ich auch immer wieder gern.

Michaela: Oh, diese Schachtel! Das ist ja eine Super-Idee!

Sommerpost 2018 Finisage Foto: ©Tabea Heinicker

Wir sind gespannt, wie ihr eure Sommerpost aufhebt und präsentiert, archiviert und ehrt. Wer mag, erzählt uns davon per Kommentar und kann auch gern einen Link in der Liste hinterlassen. Nun haben wir schon viel für den Advent vorbereitet und freuen uns, wenn es dann weiter geht. Das heißt aber nicht, dass wir bis zum Winter Nichts für euch hätten. Bis bald also hier im Blog.

Frühlingspost-Finissage und große Neuigkeiten!

Schon wieder geht eine Post-Kunst-Aktion zuende. 10 Wochen Walzendruck, 10 Wochen Post im Kasten. Wieder erreichten Tabea und mich so viele Extra-Umschläge mit herrlichen Drucken im mehr oder weniger sanften Morgentau. Während der Zeit haben wir euch ja fast täglich auf Instagram auf dem Laufenden gehalten.Heute feiern wir mit Euch Finissage und zeigen, was wir mit den vielen tollen Bögen machen. Wir erschlagen euch mit vielen vielen Bildern, aber bitte lest bis ganz zum Ende, da verraten wir euch noch ganz wichtige Neuigkeiten!

Eine Buntpapier-Sammlung für verschiedenste Zwecke sollte es werden und das ist es geworden! Ich habe überlegt, wohin damit? Einfach nur in meinen Papierschrank für kommende Projekte wollte ich die Bögen nicht legen, dafür sind sie mir zu kostbar. Einige hängen auch an der Wand und sind echte Kunst (der Bogen von Simone zum Beispiel). All die anderen können irgendwann einmal Bucheinbände, Schachteln oder Collagen verzieren, aber bis dahin? Bis dahin kommen sie in ein großes Buch!

So habe ich alle Papiere zurecht geschnitten auf A3, große Deckel mit Leineneinband gebaut und die Deckel nur mit Schnipseln der Briefumschläge beklebt. Die Umschläge allein waren oft so schön, dass sie auf jeden Fall gewürdigt werden mussten.

Ich konnte alle vier Seiten, außen und innen nur mit Schnipseln der Umschläge oder Zugabeschnipseln bekleben, ohne die großen Bögen anschneiden zu müssen.

Das Album hat Buchschrauben bekommen, die ich ganz außen angebracht habe. So haben die Bögen nur zwei Löcher am Rand, die das Motiv nicht weiter zerstören.

Innen sieht es so aus:

Dann gibt es reichlich zu Blättern:

Ein riesiges Album wie ein Tapetenbuch ist es geworden, ich werde noch ein paar Taschen einfügen für die gesammelten Karten, die ja auch noch dabei waren. Das schöne an den Schrauben ist ja, dass ich sie immer wieder öffnen kann.

Und du Tabea? Was hast du mit deinen Drucken vor?

Bevor in ein paar Wochen schon die Sommerpost losgeht, werden wir beide noch ganz fleissig werden, denn ganz bald wird es diesen Blog hier nicht mehr geben! Keine Panik, es wird Zeit und ist uns durch die leidige Datenschutz-Disskussion in den letzten Wochen erst richtig deutlich geworden. Wir ziehen um! Ganz bald wird es einen neuen frischen WordPress-Post-Kunst-Blog geben. Daran schrauben wir jetzt mal weiter, wünschen euch viel Freude mit euren Frühlingspapieren und viel Vorfreude auf den Sommer!

Eure Michaela und Tabea