Frühlingspost-Finissage

Sind alle schablonierten Stöffchen bei euch angekommen? Seit ihr schon am nähen, binden, werkeln?

Michaela: Kommt zum Abschluss unserer Frühlings-Aktion in unsere Gärten nach Geringswalde und Bergisch Gladbach. Nehmt Platz auf meiner Gartenbank und spaziert in Tabeas Hof umher.

Schon im April habe ich einmal probeweise die Stoffe auf Kissen drapiert und auf der Bank ausgestellt, schön bunt das Ganze, alles zusammen gar nicht Ton in Ton. Ziemlich weit weg von meinem gewohnten Farbschema. Also blieben die Stoffe zunächst noch in ihrer Kiste liegen bis meine Schwester mir ein Patchwork-Kissen mitbrachte, das sie aus unseren beiden und einem anderen Stoff genäht hatte.

Ganz rechts: Das Kissen von Brigitte.

Dazu passend wollte ich eine Sommer-Kissen-Kollektion und am Pfingstwochenende enstanden so neue Kissen, aus deinen Mäusen, Tabea, aus Christines zarten grünen Blüten und Kerstins wunderschönen Pusteblumen, die ich mir noch ertauscht habe.

Aus den Reststücken habe ich dann noch zwei Patchwork-Kissen genäht, das hat am meisten Spaß bemacht und da in diesen Kissen alle Stoffe der großen vorkommen, passen nun alle sehr gut zusammen. Eine kleine Kollektion also, eine florale Kollektion, denn die Fauna wurde insgesamt etwas vernachlässigt, was aber überhaupt nicht schlimm ist.

Tabea: Sehr fein! Ich freu mich das Mausekissen zu sehen! Und du hast also die Ton-inTon-Kollektion auf den türkisen Punkt gebracht 🙂 Ich habe meine Stöffchen gefaltet – nach regenbogenart. Und … nun hätt ich fast schon gesagt, frankiert … etikettiert ist passender. Die neuen Stoffe, die ich noch nicht präsentiert hatte, durften im Hof unter den Bonsai-Stiefmütterchen flattern.

Neu im Angebot Yellow-Yellow

Mir gefallen die kräftigen Farben. Und wie geplant, hat jedes Tuch für sich eine Ton-in-Ton-Lanschaft. Ich werde sie gestapelt in meinen Postkunstschrank verweilen lassen, bis ich weiß, ob ich eine Kissenserie oder eine schöne Decke daraus quilte.

Kennerinnen brauchen nicht lange, um die Projekte zuzuorden 🙂 Ich denke darüber nach, wie lange dieses Schränkchen noch ausreicht. Und die Farbe strengt mich sehr an.

Michaela: Schau mal, das ist mein Stapel, sieht doch sehr ähnlich aus, nur weniger blau. Schlau, dass du die Stoffe markiert hast. Ich bilde mir ein, die meisten Stoffe noch zuordnen zu können, aber nachdem ich die Briefumschläge auch schon anderweitig verwendet habe, wird es mir nicht mehr gelingen.

Was aus meinen anderen Stoffen wird? Ob ich irgendwann aus meinem Farbschema ausbrechen kann? Wir werden sehen. Sie kommen jetzt erstmal in meine Stoffkiste.

Technisch war der Schablonendruck für mich ja ein Heimspiel und durch den Schablonendrucktag im April hat meine Lieblings-Drucktechnik das Frühjahr geprägt. Umso spannender war es zu sehen, wie unterschiedlich die Technik angewandt wurde.

Tabea: Für mich gehörte Michaelas Schablonen-Workshop mit zur Frühlingspost. Ich habe es genossen, mal einen Tag lang was ganz anderes zu machen. So intensiv habe ich das noch nie betrieben mit dem Schablonieren und Erlernen einer neuen Technik an einem Stück. Das tat sehr gut und hat gereicht, um mich davon zu überzeugen, dass ich das nun öfters machen möchte.

Ergebnis von zwei Druckrauschtagen. Im Hinterkopf hatte ich die Idee, dass ich mit den Musterbögen ein paar Pappschachteln beziehen möchte.
Am zweiten Tag kam ich auf »Ton-in-Ton« und musste mich aus Vernunftsgründen stoppen. Es gibt ja auch noch andere Motive … irgendwann mache ich weiter.

Michaela: Wie schön, dass ich dich und viele andere infizieren konnte!

Tabea: Derweil arbeite ich an den aktuellen Dankeschön-Karten für unsere neuen Steady Abonnentinnen. Ich druck sie immer in Serie. Da die Karten individuell den drei Paketen angepasst werden, warte ich immer ab, bis sich 10 neue Teilnehmerinnen angemeldet haben. Diesmal sehr besonders: gleich 3 Kulturpakete wurden gebucht. In der Regel ist die Grußkarte am beliebtesten. Wir freuen uns sehr, dass es immer mehr werten. Wir sind nun bereits 93! 93 Frauen unterstützen unsere kreativen Postkunst-Projekte! Wir sind sehr begeistert!

Nun genießt die kurze Ruhe vor dem Sturm, denn unser Konzept für die Sommerpost steht bereits und wird in den nächsten Tagen ausgefeilt und verfeinert. Unsere Abonnentinnen können sich in absehbarer Zeit auf den Teaser freuen.

Liebe Grüße . Michaela und Tabea

Adventspost-Finissage

Adventspost post-kunst-werk ©muellerinart

Hallo im neuen Jahrzehnt! Alle gut gelandet? Alle Plätzchen vertilgt und Diätvorsätze gefasst? Nach der üppigen Aventspost mit so vielen tollen Rezepten ist das vielleicht nötig? Aber Post-Diät wollen wir nicht machen.

Michaela: Die Adventspost war ganz besonders lecker, obwohl ich kein einziges dieser Rezepte bisher ausprobiert habe. Die warmen Packpapier-Kraftkarton-Karten mit den wunderbarsten Schriften haben eine ganz besondere Weihnachtsathmosphäre in unsere Küche gezaubert. Dort dürfen sie nun auch noch ein wenig hängen bleiben, bevor ich sie weiterverarbeite und in der nächsten Adventszeit einiges davon ausprobiere.
Wie schon in den letzten Jahren reichte die große Pinnwand nicht aus, ganz besonders, weil auch meine Tochter mitgemacht hat. Ihre Karten durfte sie oben in ihrem Zimmer sammeln. Liegen deine Karten wieder auf der Fensterbank im Tatelier?

Adventspost post-kunst-werk ©muellerinart

Tabea: Oh ja, ich bin sehr erleichtert, dass ich so einen tollen Platz für die Postkünste gefunden habe! Es ist nun schon ein Ritual. Zudem schaue ich eh gern aus dem Fenster :o)

Michaela: Dass ich kein einziges ausprobiert habe, das lag zum einen daran, dass meine Plätzchenback-Aktion schon in der ersten Dezember-Woche abgeschlossen war. Zum anderen sind wir gerade noch mit anderen Dingen beschäftigt, nicht wahr, Tabea? Aber bei dir gab es meinen Selleriesalat, habe ich auf Instagram gesehen.

Adventspost post-kunst-werk ©muellerinart

Tabea: Das einzige Rezept, das ich schon ausprobiert habe, war dein toller Sellerie-Salat! Wir hatten sehr schlichte Weihnachten dieses Jahr und es hat mir gutgetan, dein Lieblingsrezept zu kochen. Ich finde, sich auf Familientraditionen anderer einzulassen, kann wunderbar verbinden. Der Salat hat gut geschmeckt! Allerdings war die Knolle viel zu groß für mich. Ich müsste eine Selleriegemeinschaft bilden, damit die Reste nicht verkümmern.

Adventspost post-kunst-werk ©muellerinart

Michaela: Ich bin echt begeistert von der Vielfalt der Handschriften. Da war ja wirklich alles dabei, so vielfältig wie die Menschen selbst.

Adventspost post-kunst-werk ©muellerinart
Adventspost post-kunst-werk ©muellerinart

Tabea: Da gebe ich dir recht! Ich mag das Authentische an Handschriften sehr. Somit bin ich froh, dass sich jeder auf sich selbst verlassen hat. Die Farbpalette fand ich auch sehr angenehm. Schön, dass hi und da farbliche Ausreißer dabei waren, um Akzente zu setzen.

Adventspost ©tabeaheinicker

Ich habe mir gestern Abend die Mühe und Freude gemacht, die Rezepte zu sortieren. Die Keksfraktion ganz hinten, hat eindeutig gewonnen. Ich sortierte in Herzhaftigkeiten, SüßohneOfen, Getränke, Kuchen und Achtsamkeit. Wie werde ich sie aufbewahren? Klar ist, dass ich mir ein Kochbuch binde. Ich werde es nach meinem Geschmack sortierten und eine Auswahl treffen. Sonst wird es zu dick.

Viele haben nachgefragt, ob es eine gute Bindetechnik gibt. Ja, die gibt es. Hier passt wunderbar die Einzelblattbindung (Single Sheet Bookbinding), die ich auch gern Waisenbindung nenne, weil aus einzelnen, verwaisten Zetteln ein Buch gebunden werden kann. Hier findet ihr eine Anleitung von: Sea Lemon

Das ist meine Sternenschwarte, gebundene Postkarten aus einer alten Adventspost Aktion:

Waisenbindung Adventspost ©tabeaheinicker
Waisenbindung Adventspost ©tabeaheinicker
Waisenbindung Adventspost ©tabeaheinicker

Tabea: Ich möchte mich bei allen Teilnehmerinnen bedanken! Auch für all die Sonderpöste! Wie ihr wisse, kann ich nicht allen antworten. Bitte habt auch Verständnis, dass ich mich nicht per Mail bedanke. Ich habe 6 Karten übrig, die werde ich unter euch verlosen!

Michaela: Ups, bei mir ist gar nichts übrig, eine wenige Zusatzpöste hatte ich mit in die Weihnachtspost gesteckt. Jetzt stehe ich mit leeren Händen da, aber natürlich bedanke ich mich auch von Herzen für die viele Post, die bis Silvester ankam. Meinen Selleriesalat könnt ihr alle auf meinem Blog finden. Ich schaffe aus oben genannten Gründen auch diesmal keine Dankespost-Runde. Aber im Laufe des Jahres wird es wieder viel Gelegenheit für schöne Post geben, das kann ich versprechen!

Die Termine für die Postkunstaktionen 2020 stehen! Unsere Abonnentinnen erhalten demnächst einen Rundbrief mit den Terminen und sensationelle Neuigkeiten!

Euch allen die liebsten Grüße und einen kreativen Start ins Jahr 2020!
Michaela und Tabea

Sommerpost-Finissage

Heft an Heft – So viel wunderschöne Post!

Das Ende des Sommers möchten wir selbstverständlich nicht einläuten. Und die Sommerpost ist zwar abgeschlossen und flattert nicht mehr in unseren Briefkästen herum, … jedoch für unsere Hefte, geht das kreative Leben jetzt erst mal so richtig los. Oder?

Michaela: Ich habe nichts dagegen, dass der Sommer vorbei ist. Wenn es jetzt noch schöne Herbsttage gibt, darf es ruhig kuschelig und kreativ werden. Die ganzen Sommer-Impressionen müssen ja verarbeitet werden.

Wir konnten viele neue Vogelarten entdecken

Tabea: Meine erste Version des Gummibandbuches war ein voller Erfolg. Die meisten von euch haben mein Ostseereisebuch auf Instagram schon gesehen. Als ich es gebunden habe, befand ich mich im Material- und Werkzeugparadies bei Michaela. Und weil bei mir im Atelier die Bedingungen für die Entstehung eines Gummibandbuches wenig günstig sind, träume ich noch davon. Jedoch ein paar Hefte sind bereits ausgewählt. Und da ich eine puristische Veranlagung habe, überlege ich gerade, wie ich mir so ein Teil mit sehr einfachen Mitteln gestalten kann.

Mit »Gummibandbuch auf Probe« an der Ostsee

Michaela: Das Schöne am Gummiband-Buch ist, dass du es mit unterschiedlichsten Materialien herstellen kannst. Dein Sommerbuch mit festem Pappdeckel und Leinenrücken, das wir in meinem Studio gebunden haben, war schon die aufwändigere Variante. Es geht auch einfacher, aus Filz oder aus Leder.

Tabea: Ich finde das nun interessant und muss auf der Stelle loslegen – mal sehen wie es klappt mit dem, was ich hier habe:

Spontan im Atelier gefunden: Korallenrotes Gummiband (frisch per Post eingetroffen) von Maike. Ein Probestück SnapPap von Michaela, leider zu klein für den Rücken. Daher noch Leder zur Ergänzung. Und Karton bereits grundiert.
SnapPap gestückelt aufs Leder (12 x 22 cm) geklebt und Karton auf 15 x 22 cm zurechgeschnitten
Schön biegsam und stabil
4 cm vom Leder an die Pappen geleimt, ergibt einen Rücken von 4 cm Breite. Das ging jetzt aber verdächtig schnell.
Dieses tolle Stanzwerkzeug habe ich heute eingeweiht, es ist auch ein Geschenk von der lieben Maike (oh Danke!!!) Die Löcher wirken sehr stabil, ausfransen kann nichts, keine Metallösen nötig.

Michaela: Das ist ja ein cooles Teil, das habe ich nicht im meinem Studio-Paradies!

Gummiband reingezurrt und per Hand verknotet, drei Hefte und einen schönen Umschlag eingespannt. Juchu – fertig! Kein Nähen, Ösen und Nieten.
Oh wie schön!
Ich bräuchte 10 Stück davon, um alle tollen Hefte unterzubringen.

Tabea: Ich fühle mich nun komplett, denn nein: 9 Stück werde ich mir nicht zusätzlich binden. Aber vielleicht eins, zwei, drei … Was meinst Michaela?

Michaela: Ja, mach noch welche! Geht doch flott. Ich wollte noch zeigen, wie man mehr als zwei Hefte in einen Umschlag einhängen kann, ohne zusätzliche Löcher. Du hast das auch gemacht, sehe ich beim genauen Hinschauen. Das geht ganz einfach, indem man je zwei Hefte mit einem zusätzlichen Gummiband verbindet und dann erst in das Gummiband im Umschlag einhängt …

Das Fotografieren ist nicht so einfach, weil ich das Gummiband auseinanderziehen musste.

und dann noch zwei und noch zwei … natürlich muss der Rücken dann dementsprechend breit sein und es ist auch schöner, wenn die Deckel etwas länger sind, damit die Hefte vorne nicht herausgucken.

Tabea: Ja das stimmt, die Maße nicht zu knapp berechnen. Mit meinen Maßen kam ich sehr gut hin. Außer bei der Höhe würde ich vielleicht 2 mm mehr nehmen, da ja die gestanzten Löcher sehr weit am Rand sitzen. Ich habe das zusätzliche Gummiband nicht um ein Heft geschlungen, sondern nur um die Gummibänder (oben und unten, links und rechts) der anderen Hefte herumgewickelt und gleich wieder zurückgeschlauft, so konnte ich Platz für zwei weitere Hefte schaffen. Ich habe mich jedoch für nur 3 Hefte entschieden und das 4. Gummi mit einem schönen Briefumschlag aus der Frühlingspost versehen. Der Rücken wäre tatsächlich zu schmal gewesen für 4 Hefte.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmerinnen der Sommerpost! Ihr habt es, wie immer, so kreativ und liebevoll belebt! Nun könnt ihr den Herbst genießen und wenn ihr mögt, sehen wir uns, wenn alle Blätter von den Bäumen gefallen sind, zur Adventskalenderpost.

Frühlingspost-Finissage

Finissage, das klingt nach Abschluss und Ende, dabei ist uns viel eher nach: »Herzlich willkommen!« oder: »Leg los!« oder nach: »Schreib mal wieder!« Denn dies strahlt unsere Frühlingspost aus! Wie wäre es, wir verschicken ein paar liebevoll gestaltetet Briefsets an gute Freunde oder an die Familie? Die Kärtchen, Umschläge und Etiketten sehen so einladend aus und sind noch unbeschrieben. Finissage bedeutet in diesem Frühling also nicht, dass Ruhe in den Briefkästen einkehrt.

Tabea: Da mir die Winterpost so gut gefallen hat, durfte sie sehr lange auf dem Fensterbrett liegen bleiben. Doch eines Tages, bei Sonnenschein, fand der Wechsel von Schwarz zu Pastell statt. Was für ein Kontrast! Anfangs dachte ich noch, es könnte mir gelingen, die wunderschönen Briefumschläge und Karten einlagig abzulegen. Brief um Brief trudelte ein, ich öffnete sie staunend und stand dann vor der langen Fensterbank und habe überlegt, welches Kunststück nun welches Kunststück überlagern darf. Mittlerweile wölbt sich in einem Farb- und Musterrausch die liebliche Post und bildet Hügel, Haufen und Stapel. Und bei dir? Wie ging es an deiner Magnetwand zu?

Michaela: Nix Magnetwand, die hat auch mal Alltagsdienst und muss in diesem Frühjahr Büchereifristzettel, Arzttermine, Kalender, Einladungskarten, Fische und einfach nur private Post tragen. Außerdem wären die dicken Umschlagspäckchen zu schwer für die Wand. Ich habe mir im Wohnzimmer einen Frühlingspost-Altar eingerichtet. Als Hintergrund dient an der Wand ein tolles nepalesisches Blumenpapier in Frühlingsfarben, alles andere kam nach und nach dazu, zum Beispiel die Wimpelkette! Aber ich muss zugeben, dass ich einige Postpäckchen noch gar nicht richtig auseinander gerissen habe. Die viele Post sammelt sich einfach in der Schachtel, die schon viel zu voll ist.

Tabea: »Altar« ist gut! Und toll, wie manche mit dem »Bonus« gespielt haben! Es gab viele Extras in Form von Kärtchen, Etiketten, Stanzereien, Aufklebern, Lesezeichen und Anhängern. Es wurde verziert, gestempelt und gestanzt. Im Grunde waren das Liebesbriefe. Ich würde sagen, unser Thema »Brieffreundschaft« ist wunderbar aufgegangen! Vielen Dank allen, die sich so auf das Thema eingelassen haben! Ich habe noch nicht entschieden, welche Sets bei mir bleiben und von welchen ich mich trennen kann …

Ein wunderschönes Gesamtwerk von Heike @buntewerkelei

Michaela: Oh, der Bleistift! Den habe ich nicht bekommen. Dafür einen Magneten und ein Briefmarken-Sammelbuch. Ja, das ist echte Brieffreundschaft und wird hoffentlich den Briefstrom nicht mehr abreißen lassen. Ganz entzückt war ich auch von diesen ausgewöhnlichen Briefumschlägen innen und außen:

Umschlag-Variationen von Katharina Kucharek @katharinakucharek
Umschlag-Variationen von Katharina @katharinakucharek

Tabea: Ja, diese Umschläge sind mir auch aufgefallen. Es gibt viele schöne Ideen, denen ich gern nachgehen möchte. Immer wieder interessant, wie aus der Grundidee, bestehend aus Technik und Farbe, so viele unterschiedliche Dinge entstehen können. Allein die Kleisterei! Beim Kleistern musste ich mich sehr konzentrieren, denn schnell wurde klar, wie viel Potenzial diese Technik hat. Um mich nicht zu verzetteln, habe ich mich – nach einigen Experimenten – auf das Wesentliche konzentriert: Pastell und Läusekamm. Manchmal gab es einen Ausrutscher in Schwarz, auch hatte ich plötzlich eine Version in Magenta vor mir liegen und ich fragte mich, wie wäre es wohl, wenn ich Weiß auf Eierschalen-Weiß teste? Selbstauferlegt brauchte ich jedoch eine Menge Papier in Pastell und dachte mir, das gelingt mir nur, wenn ich mir zwischendurch auf die Finger klopfe und alle Versuche (jenseits der Projekt-Palette) auf später verlege. Am Ende hatte ich dann gerade so viele Bögen, dass ich genau 9 Sets zusammenbekommen habe.

Michaela: Meinen Kleisterprozeß habe ich ja schon in meinem Blogpost beschrieben. Meine Papiervorräte reichten auch so gerade eben. Ein paar einzelne Umschläge und Karten aus meiner Produktion sind noch da, die verschicke ich nach und nach. Eine Karte aus dem nun großen Brieffundus habe ich auch schon als Geburtstagskarte verschickt. Aber ich als notorische Selbermacherin stecke jetzt in einem Dillema. Irgendwie habe ich immer den Anspruch, meine Post selbst zu gestalten. Und jetzt habe ich eine Kiste voll mit tollen Karten und Umschlägen der anderen. Wenn ich die nun verschicke, denken dann meine Adressaten, die Karte hätte ich gemacht? Also schreibe ich am besten immer einen Abschnitt dazu, der die Postkunst erklärt. Wir sollten uns ein Post-Kunst-Label ausdenken, das wir dann darauf kleben: „Diese Karte ist im Rahmen der Frühlingspost-Aktion 2019 von XXX entstanden“, oder so ähnlich. Was meinst du dazu?

Tabea: Daran habe ich auch schon gedacht. Bei mir ist es ähnlich, wenn ich private Post verschicke, verwende ich schon seit Jahren nur eigene Gestaltungen. Würde ich diese wunderschönen Post-Kunst-Werke verschicken, wäre ein Info-Zettelchen sehr hilfreich. Lass uns ein Label gestalten!

Michaela: Das machen wir, wenn wir nächste Woche an einem Tisch sitzen!


Wir melden uns schon bald mit einem 100%-Vollformat-Sommer-Post-Teaser per Newsletter bei unseren Unterstützerinnen.
Bleibt dran, es geht ganz bald weiter!
Und sind sehr gespannt auf eine neue Runde!

Bis dahin in aller Frische:

Tabea und Michaela

Brieffreundschaften

Herzlich willkommen im Jahre 2019! Es wird ein Postkunstjahr! Nach einer kleinen Ruhepause bei uns soll es nun weitergehen. Viel ist geschehen und viel liegt vor uns! Obwohl die Adventspost nun verklungen ist, unsere Briefkästen im verdienten Urlaub sind, sieht man hi und da auf Instagram noch Postkarten aus unserer letzten Postkunstaktion. Das ist schön! Auch unsere Linkliste ist reichlich gefüllt. Wer mag, setzt seinen Link noch hinzu.

Tabea: Bei dieser Postkunst war besonders die Verbindung und Kommunikation innerhalb der Gruppen erfreulich. Es fand sehr viel persönlicher Austausch per Mail und auf den Karten statt. So ein Wir-Gefühl ist nicht konstruierbar, nicht mal als logische Folge eines kreativen Briefwechsels. Das Post-Kunst-Werk möchte Wirkungsraum und Möglichkeit geben, erfüllen und beleben können es nur die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Danke und welch Glück: Es ist wahre Brieffreundschaft aus uns geworden! Wie siehst du das Michaela?

Michaela: Oh ja, das ist so, bei der diesjährigen Adventspost mehr denn je. Aber zunächst einmal auch von mir ein frohes neues Postkunstjahr, darf man das Mitte Januar noch wünschen? Aber sicher! Brieffreundschaft, schönes altmodisches Wort, aber genauso habe ich das empfunden im vergangenen Dezember. Multimediale Brieffreundschaft auf allen Kanälen. So viel begleitende Mails innerhalb der Gruppen, Dank, Rückmeldungen und Begeisterung hatten wir noch nie. Ich hoffe, es war für euch alle O.K., dass Tabea und ich uns in eure Kommunikation in den Gruppen so gar nicht eingemischt haben. Wir fanden es einfach schön, von außen zuzuschauen und zu lesen, wie ihr euch gegenseitig näher kommt und begeistert.

Tabea: Neben der vielen Sonderpostkarten im Adventpost-Style, erreichten uns auch einige sehr individuelle Extra-Sonderpöste. Es gab handgemachte Seife, Karten im Umschlag mit kleinen Extrawünschen und Beigaben. Und dieser liebevoll kalligrafierter Briefumschlag von Maike (@fraugaebel.de). Ich weiß nicht, ob mir jemand meinen Namen schon mal so schön geschrieben hat. Vielen Dank liebe Maike! Als ich den Umschlag öffnete, bin ich fast umgefallen vor Freude und Verwunderung. Doch seht selbst, ihr erkennt ihn sicher alle sofort wieder:

Michaela: Ja, von Maike habe ich auch so tolle Post bekommen, mir hat sie mein neues Logo als Stempel geschnitzt, unglaublich toll!
Das perfekte Weihnachtsgeschenk.

Michaela: Aber nochmal zurück zur Adventspost. Mark Making war eine Herausforderung und ein großartiges Thema, das ein sehr einheitliches Gesamtergebnis geschafft hat. Alle Karten passen und fügen sich zusammen. Bei mir hängt noch eine übervolle Wand in schwarz-weiß in der Küche, ein bisschen darf sie noch hängenbleiben. Obwohl meine Familie diesmal nicht so begeistert war wie alle Teilnehmerinnen. Ihnen war die Aktion einfach zu schwarz, vielleicht liegt das auch einfach an der puren Masse an Post, die bei uns angekommen ist.
Ein genaues Konzept, was ich mit den Karten mache, habe ich noch gar nicht, und du? Zwischendurch hatte ich die Idee, aus meinen Reststücken des bemalten Stoffes, aus dem ich meine Karten gemacht habe, eine Tasche zu nähen und darin die Karten aufzuheben.

Tabea: Also meine neue Präsentations-Fensterbank im Atelier gefällt mir so sehr, dass ich sie nun extra für die Postkunst dauerreserviere. Warum sollte ich meine Karten abräumen? Als ich sie gerade mal kurz alle in die Hand nahm, um ein Gruppenfoto zu machen, fand ich den Anblick der leeren Fensterbank so untragbar, dass ich die Karten schnell wieder dort abgelegt habe.

Mir erging es ganz anders als deiner Familie, ich glaube, ich bin gerade so richtig angekommen im Schwarz-Weiß Spektrum. Besonders die dunklen Werke haben es mir positiv angetan. Schwarz gehörte bisher nicht zu meiner persönlichen Farpalette. Das hat sich mit dieser Aktion geändert. Und ich frage mich, warum erst jetzt ;o) Ein Blick in meine Postkunst-Vitrine zeigt ein sehr buntes Bild. Schon recht voll, gell! Dabei ist längst nicht alles drin.

Michaela: In meinem neuen Studio werde ich auch eine Post-Kunst-Präsentations-Ecke einrichten. Muss mal schauen, wie ich das mache. Deine Vitrine ist ja unschlagbar, sowas müsste ich noch auftreiben. Dann braucht meine Familie sich auch nicht mehr beschweren, dafür ist alles für meine Workshop-Teilnehmerinnen, die ja auch oft Postkünstlerinnen sind, sichtbar. Also wird mein Studio eine Post-Kunst-Galerie, genau das ist doch die Idee!

Und jetzt? Nach der Postkunst ist vor der Postkunst. Es kam schon öfters die Frage nach der Frühlingspost auf. Natürlich geht es bald weiter, wir arbeiten im Hintergrund an neuen Ideen und Konzepten und werden sie euch rechtzeitig mitteilen und schmackhaft machen, keine Sorge. Wenn ihr uns auf Steady unterstützt, bekommt ihr die drei Start-Termine für alle Aktionen des Jahres schon im Januar, wie versprochen.

Tabea: Genau! Ich freue mich schon! Lass uns gleich loslegen Michaela ;o)
Liebe Grüße an euch alle und bis demnächst mit mehr …