Anmeldung zur Adventspost 2018

 

Adventspost18_gross

 

Liebe Freundinnen der Postkunst. Vor ein paar Tagen hat der Herbst so richtig angefangen an den Bäumen zu rütteln, wir haben unsere Schals aus den Mottenkisten gezogen und die Heizungen angeworfen. Wenn auch die ersten Schneeflocken noch auf sich warten lassen, möchten wir euch heute herzlich zur Adventspost einladen: Bald ist Postkartenzeit! Jeden Tag im Advent werden wir ein schönes Kunstwerk im Briefkasten finden.

Letztes Jahr ging es bunt zu bei uns. Wir haben uns intensiv mit Farbe beschäftigt, Lieblingsfarben entdeckt und in Streifen kombiniert. Fortgesetzt haben wir das Thema Farbe im Frühjahr mit dem »Sanften Morgentau«. Das war ein Vorbote für das Vergeben poetischer Farbnamen. »Werners Nomenklatur der Farben« bringt dies noch mal so richtig auf den Punkt.

Schwarz-Weiße Weihnachtszeit

Schwarz ist nicht Schwarz! Wir möchten uns sehr reduziert und zugleich vielfältig mit Schwarz beschäftigen. Schwarz auf Weiß. Weiß aus Schwarz. Und alle Zwischentöne. Ein Schwarz, das ein bisschen Blau verschluckt hat, wirkt ganz anders als ein Schwarz, das an einem Topf Gelb vorbeigelaufen ist. Vielleicht bereitet es der einen oder anderen Freude, ihren Schwarztönen kreative Namen zu verpassen?

Nach einem knalligen Sommer und einem bunten Herbst, können wir uns auch am kahlen, kontrastreichen Winter erfreuen. Der Winter ist Meister im Anmischen von bunten Grau und Schwarztönen. Die Farbe Schwarz ist eine klassische Farbe. Der Schwarz-Weiß-Kontrast ist der stärkste Kontrast, den wir erzeugen können.

Ist »Mark Making« eine Jahreszeit? Fällt sie von den Bäumen wie im Herbst die Blätter? Der Winter mit seinen starken Kontrasten – mit dem Schwinden von Farbe und dem Freilegen grafischer Baumgerippe – inspirierte uns. Die Technik Mark Making ist gerade so richtig im Kommen. Wir sehen sie in Social-Media in vielen Varianten. Ob mit Tusche oder gedruckt, collagiert oder geschrieben, es ist eine ursprüngliche Herangehensweise, aus dem Bauch, grobmotorisch und direkt. Spuren und Bewegung, Rhythmus, Aleatorik und Überraschung, keine Perfektion, zelebrierte Ungenauigkeit.

»Hinterlasst eure Spuren, setzt Zeichen, wählt ungewöhnliche Werkzeuge zum Malen, Schreiben und Drucken, setzt eure individuellen und einzigartigen Marken.« Das ist die Übersetzung für das englische »Mark Making«, für das es im Deutschen keinen knappen und einprägsamen Begriff gibt. Diese Technik war bereits in »Bunte Bücher« und beim »Muster-Mittwoch« Thema. Nun ist es endlich so weit: Dieses Jahr machen wir es zum Adventsthema! Wir freuen uns auf eine kreative Weihnachtszeit in Schwarz-Weiß, mit all euren Ideen, Werken und ganz persönlichen Herangehensweisen.

 

Das Prinzip
24 Teilnehmer gestalten 24 Postkarten und senden 23 davon am Tag X per Post an die anderen Teilnehmer des Projektes. So bekommen wir im Dezember täglich schöne Post.

Projektdaten
Format: Postkarte Din-Lang 210 x 105 mm
Technik: Mark Making
Farbe: Schwarz und Weiß und Zwischentöne
Material: frei
Umfang: 24 Exemplare
Porto: 23 x 45 Cent = 10,35 Euro
(kann sich durch Teilnehmer aus dem Ausland erhöhen)

Zeitrahmen
Anmeldung: 29.10. bis 4.11.2018
Versenden der Listen: bis 11.11.2018
Projektdauer: 1. bis 24. 12. 2018

Inspiration
Mark Making: Unser Pinterest-Board
Wilde Pinsel: Pinterest Tabea
Sophie Munns: Instagram
Ashley Goldberg: Pattern-Making
Flora Bowley: Intuitive Mark Making
#markmaking: Instagram
Lynette: Lyrical Abstraction
Lari Washburn: Instagram
BobBlast 185 – »Contrast – Why Value Packs a Wallop.«

Anmeldung
Die Anmeldung ist abgeschlossen!

 

Zubehör

 

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Adventspost 2018: Termin und Farbe!

 

Nach einer kleinen Pause steht nun die nächste Postkunstaktion vor der Tür. Auch wenn der Herbst gerade erst so richtig loslegt und alles noch bunt erscheint. Wir freuen uns auf die Adventspost! Ich geb zu, ich mag sie besonders, denn in keiner anderen Postkunstaktion bekommt man so »flächendeckend« Post. Üblicherweise gibt es im Winter Postkarten, so auch in diesem Jahr.

Letztes Jahr ging es bunt zu bei uns. Wir haben uns intensiv mit Farbe beschäftigt, Lieblingsfarben entdeckt und in Streifen kombiniert. Fortgesetzt haben wir das Thema Farbe im Frühjahr mit dem »Sanften Morgentau«. Das war ein Vorbote für das Vergeben poetischer Farbnamen. »Werners Nomenklatur der Farben« bringt dies noch mal so richtig auf den Punkt.

Schwarz ist nicht Schwarz! Wir möchten uns sehr reduziert und zugleich vielfältig mit Schwarz beschäftigen. Schwarz auf Weiß. Weiß aus Schwarz. Und alle Zwischentöne. Ein Schwarz, das ein bisschen Blau verschluckt hat, wirkt ganz anders als ein Schwarz, das an einem Topf Gelb vorbeigelaufen ist. Vielleicht bereitet es der einen oder anderen Freude, ihren Schwarztönen kreative Namen zu verpassen?

Nach einem knalligen Sommer und einem bunten Herbst, können wir uns auch am kahlen, kontrastreichen Winter erfreuen. Der Winter ist Meister im Anmischen von bunten Grau und Schwarztönen. Die Farbe Schwarz ist eine klassische Farbe. Der Schwarz-Weiß-Kontrast ist der stärkste Kontrast, den wir erzeugen können.

In Kombination mit unserer tollen und angesagten Technik – die wir heute noch nicht näher verraten möchten – wird das sicher wieder ein vielfältiger und kreativer Ausflug. Eine Bauchangelegenheit, die unsere Motorik fordert. Lust geweckt? Ihr habt nun noch genau 7 Tage Zeit, bis die Anmeldewoche beginnt. Wir freuen uns auf euch!

Aufruf und Anmeldung: 29.10. bis 4.11.2018
Verschicken der Listen: bis 11.11.2018
Dauer: 1. bis 24. 12. 2018

Trockenübung: Graustreifen-Farbspiele

farbstreifen © post-kunst-werk
Papierstreifen, gerettet aus dem Buchbindeworkshop-Müll, ergänzt durch Streifen aus der Schnipselkiste: Perfekt für meine Trockenübung zur Adventspost, noch ganz in Novembergrau.
Die Papierschneidemaschine durfte noch ein paarmal wild draufloshacken und schon habe ich reichlich Farbstreifen-Spielmaterial.
farbstreifen © post-kunst-werk

Graugestreiftes in allen Tönen lässt sich so unterschiedlich kombinieren und sortieren. Wieviele Töne von Grau es gibt: wärmer und kühler, bläulicher und bräunlicher. Papierstrukturen und Bedruckungen der Streifen geben eine zusätzliche Dimension.

farbstreifen © post-kunst-werk
Die Papierstreifen machen unverbindliches Austesten möglich, zeigen wie die Farben wirken, von hell nach dunkel sortiert, oder abwechselnd gemischt.

farbstreifen © post-kunst-werk
Und ganz anders mit ein bischen Farbe: Warm und edel mit etwas Gelb.
farbstreifen © post-kunst-werk
Probeweise zugeschnitten aufs Postkartenformat, aber noch nicht festgeklebt.
farbstreifen © post-kunst-werk

Oder kühl und sachlich mit Blaustreifen?

farbstreifen © post-kunst-werk
Oder ein pinker Akkzent?
farbstreifen © post-kunst-werk
Oder noch mehr Pink? Wenn ich die passende Farbe als Papier nicht im Vorrat habe, werde ich mir einfach Papier anmalen, oder frisch bedrucken mit Streifen. Um Zwischenergebnisse festzuhalten empfiehlt sich ein schnelles Foto vor dem endgültigen Aufkleben.

farbstreifen © post-kunst-werk
Dies sind nicht meine Farben, so wird meine Adventspost nicht aussehen. Es ist nur eine Aufwärmübung, die hilft, Farbkombinationen zu finden, unverbindlich zu testen und spielerisch zur besten Lösung zu kommen. Keine Ahnung, wo ich diesmal lande? Hoffentlich ein wenig außerhalb meiner üblichen Blau-Grün-Schublade. Und ihr, habt ihr schon angefangen, eure Farben zu finden? Wie nähert ihr euch dem Thema an? Zeigt es in der Link-Liste, die seit dieser Woche schon geöffnet ist. Ich freue mich so auf den buntgestreiften Advent!

Eure Michaela 

Farbpalast

Derweil ist es noch bunt draußen. Und schon sehr bald beginnt die kargste und kahlste unserer Jahreszeiten. Genau der richtige Moment also, um unsere Tuben, Flaschen und Näpfchen zu öffnen. Lassen wir sie frei, die Farbe. Welche genau? Du weißt noch nicht? Nähern wir uns dem Spektrum. Von welcher Seite? Farbe ist geduldig, es gibt so viele Herangehensweisen.
Farbe kann Mode sein und Stil haben, bewegt sich zwischen Regenbogen und Caput mortuum, sie ist typbedingt und manchmal ein Dauerbrenner, bei einigen ist sie immer oder nie gleich, während andere einen Bogen um sie herum machen oder gar gehemmt beobachten, wie andere aus dem Vollen schöpfen. 
Ich schweife mal …
Ich konnte nicht anders, als gleich mal loszulegen. Greife zu HKS 561, 673 und 795 und verlasse damit mein übliches Farbschema. Sich ins Tannengrün legen, Siena natur verteilen und in Warmgrau hell schwärmen. Schon gehen die drei eine Beziehung ein und Zwischentöne erblicken das Licht der Welt. Ein kleiner Farbfächer entsteht.
Obwohl es in diesem cremigen Gouache Gepinsel noch einiges zu entdecken gäbe, schiele ich bereits die nächsten Farbtuben an. Sie sind klein, wirken unscheinbar und leicht übergrellt. Ich bin C-M-Y Fan! Aus drei (Yellow, Magenta, Cyan) mach alles was du brauchst. Eine gute Grundlage. Das Ganze ist überschaubar und wirkt schon fast so, als könne man Farbe etwas bändigen. Etwas! 
Zudem ist dieses Mischsystem perfekt, um die Frage zu beantworten: An welcher Stelle entsteht eine Lieblingsfarbe? So zwischen Gelb und Cyan ermische ich mir den Weg, bis ich auf Türkis treffe. Verfeinern könnte ich dies noch durch das Aufhellen und Abdunkeln mit Weiß und Schwarz. Und ich könnte noch klären, wie viel Magenta mein Türkies verträgt.
Und dann gibt es kein Halten, es wird gemischt, gekreuzt und gewässert, bis ein kleiner Farbteppich entsteht.
Betrachtet es als kleinen Teaser für etwas …

Eure Tabea