Kreative Lektüre – Werners Nomenklatur der Farben von P. Syme

»Werners Nomenklatur der Farben – angepasst an Zoologie, Botanik, Chemie, Mineralogie, Anatomie und die Kunst« von P. Syme ist im Sommer 2018 im Haupt Verlag erschienen: 80 Seiten – 13,5 x 22,5 cm groß – Leinen – durchgehend farbige Abbildungen – 22,00 Euro


»Wenn sich eine Farbe leicht einer anderen annähert, sagt man, sie lehnt sich an.« Seite 14


Mit »Werners Nomenklatur der Farben« erschien 1814 erstmals ein System zur Klassifizierung von Farben und galt als »nützliche Errungenschaft«. Dies in einer Zeit, in der weder die Fotografie noch schnelle Drucktechniken als Dokumentations- und Vervielfältigungshilfen zur Verfügung standen. Für Wissenschaftler und Künstler gab es bisher kein verlässliches und allgemein gültiges Farbsystem, mit dem man hätte Natur oder Kunst beschreiben können. Unvorstellbar für uns aus heutiger Sicht.

Der Farbratgeber, der 110 Farben umfasste, fand rege Anwendung. Durch zusätzliche Angaben, die im Buch genauer beschrieben werden, können die »Hauptfarben« bis auf 30.000 Töne variiert werden. Wissenschaftliche Beschreibungen konnten nun sehr konkret in Worte gefasst werden. Ausdrucksvoll und nachvollziehbar auch ohne kolorierte Zeichnungen. Persönliche, unverbindliche Auffassungen von Farben, wichen den konkreten Benennungen der Farbtabellen. Unter anderem reiste das Buch mit Charles Darwin über die Meere.


»Wie unzulänglich muss daher eine Beschreibung sein, wenn die verwendeten Begriffe uneindeutig sind und es keinen Standard gibt, auf den es sich zu beziehen gilt.« Seite 6


Das Büchlein liefert nicht nur Farbtafeln mit sehr konkreten und teilweise poetisch klingenden Namen. Es macht das Problem der fehlenden Vereinbarung bezüglich des Umganges mit Farben sichtbar und stellt die Lösung, samt Anwendungsbeispielen mit dazu. Es zelebriert das Mischen der speziellen Farben auf der jeweils linken Seite des Buches. Für mich liest sich das wie ein Gedicht.

Das kleine handliche Buch, im wertigen Hardcover-Leinengewand, ist dem Original in Ästhetik und Form angeglichen. Ein sehr sorgfältig und gut gemachtes Buch. Es besteht vorwiegend aus den Farbtabellen, sortiert in Farbgruppen. Sehr viel verraten vom Inhalt im vorderen Teil, kann ich euch hier nicht. Es ist zwar nicht viel Text, dafür aber sehr interessant und einleuchtend. Diese Ausgabe ist die erste, die in Deutscher Sprache erscheint und stellt somit eine Besonderheit dar. Die alten Tabellen wurden übersetzt und angeglichen, ohne das die ursprüngliche Schönheit verloren ging. Die Farbplättchen wurden nicht restauriert, sondern so dargestellt, wie die überlieferten Tafeln. Wir dürfen das Werk nicht mit einem Pantone-Fächer verwechseln.


»Dieses Merkmal kann auch vorteilhaft genutzt werden, um eine wahre Vorstellung der Farbveränderungen zu geben, die die Pflanzen durch Kultivierung oder durch Entfernung aus ihrem natürlichen Boden und Klima durchlaufen.« Seite 22


Drucktechnisch wurde das alte Papier der Erstausgabe nachempfunden

Mich hat Werners Nomenklatur gedanklich sehr angeregt. Als Designerin bevorzugte ich bisher das von Küppers beschriebene CMYK Farbsystem. Dieses kommt recht sachlich daher und bietet keinen Raum für die Farbe als »Individuum«. Denn so sehe ich es nun, eine Farbe, die »Aurikelviolett«, »Entengrün« oder »Schokoladenrot« heißt, hat ein Gesicht und trägt ihre Geschichte – im Namen erkennbar – mit.

So hat mich diese Lektüre wieder daran erinnert, dass es sinnvoll ist, ein Thema von allen Seiten zu beleuchten. Und wie wichtig es ist, über unseren überladenen Tellerrand zu blicken. Zum Beispiel in die Vergangenheit, in der so spannende Ereignisse, wie die Entdeckung der Fähigkeiten von Farbe liegt – um wiederentdeckt zu werden. Es ist mir eine Freude, die Nomenklatur in mein Regal zu klemmen und mich der Theorie der Farbe in Zukunft mit anderen Augen zu zuwenden. Ich gehe davon aus, dass es keinen Kreativen gibt, der dieses Buch nicht haben sollte.


Wie das Büchlein zu mir fand: Ich bekundete mein Interesse, über das Buch zu berichten – unter anderem mit einem Herzchen auf Instagram. Und ein paar Tage später lag es in meinem Briefkasten. Vielen Dank!


Kreative Lektüre – Meisterklasse Zeichnen von Guy Noble

Das Buch »Meisterklasse Zeichnen – Kreative Techniken 100 großer Künstler« von Guy Noble ist in diesem Jahr im Prestel Verlag erschienen: 288 Seiten – 20 x 24 cm groß und über 2 cm dick – reich bebildert – 24,95 Euro


»Weil ich das Zeichnen liebe und mir deshalb wünsche, dass es anderen Menschen ebenso ergeht.« (Seite 27)


Eher selten verschlinge ich Fachbücher an einem Stück, so wie dieses. Schnell war klar, dass ich es euch vorstellen möchte, denn es ist so reichhaltig, leidenschaftlich und besonders. Auch wenn das Zeichnen für viele von euch nicht an erster Stelle stehen mag, so kennen wir Kreative diesen Wunsch: unsere Ideen, Skizzen und Entwürfe gut auf Papier zu bringen. Für das Entwerfen, in der Anwendung von Mischtechniken oder zum allgemeinen Verständnis der Gestaltungslehrer, kann das Buch sehr hilfreich sein. Seitenaufteilung, Lichteinfluss, Kontraste? Oder wie wäre es, wir stehen in einer Galerie und wüssten die Werke an den Wänden plötzlich besser zu deuten? Überhaupt kann sich jeder angesprochen fühlen, der gern hinter die Dinge schaut und nicht an der langweiligen Oberfläche von Anleitungen oder Interpretationen hängen bleibt. Dieses Buch ist nicht verschult und geht doch einleitend auf die Basis des Zeichnens ein. Kurz und prägnant erfahren wir etwas über Komposition, Motiv, Raum, Material. Es eröffnet uns Sichtweisen, Hintergründe und klärt, warum es so wichtig ist, die Werke erfahrener Künstler zu studieren.


Ihre Werke aber gehen über das Konzept der reinen Ähnlichkeit des Gesichts weit hinaus. Diese Köpfe stehen nicht für den einzelnen Menschen, sondern für das allgemein Menschliche, während ein Porträt in der Abbildung des Gesichts – der äußeren Fassade sozusagen – die Persönlichkeit einer bestimmten Person wiedergibt. (Seite 71)


Der Autor, Künstler und Kunstlehrer Guy Noble scheint schier alles über die 100 Künstler im Buch zu wissen. Und darüber hinaus kennt er sich selbst mit dem Zeichnen sehr gut aus. Er kombiniert zwei Dinge: das Anleiten, bzw. die Inspiration zum Zeichnen und die Interpretation, bzw. Analyse der Künstler, der Meisterwerke und ihre speziellen, sehr individuellen Herangehensweisen beim Zeichnen. All dies im Kontext der jeweiligen Zeit. Denn immer stecken Lebensgeschichten hinter den Entscheidungen, die zu den Zeichnungen führten. Wir dürfen sie erfahren und daraus lernen.

Das Paperback ist handliche 20 mal 24 cm groß und über 2 cm dick. Wir können uns freuen, dass wir eine Weile mit der Lektüre beschäftigt sind. Auch optisch ist das Buch ein Genuss. Als Grafik-Designerin muss ich nicht lange blättern, um mich zu verlieben – wenn es möglich ist. Das Layout ist sehr ansehnlich und übersichtlich gestaltet. Regelrecht ausgetüftelt, spricht es verschiedene Sprachen mit uns. Bild und Text geben sich die Hand. Keine Textwüste. Häppchen! Textblöcke in angenehmer Länge, führen thematisch und auflockernd durchs Buch. Seht nur, wie schön das Inhaltsverzeichnis daher kommt! Es ist entschleunigt, das liegt daran, dass die Unterkapitel jeweils eigene Inhaltsverzeichnisse erhalten haben. Auch hier finden wir also die reduzierte und klare Sprache wieder und werden nicht durch Wissen erschlagen.

Die Hauptkapitel »Stillleben, Köpfe, Landschaft, Figuren, Abstraktion, Akt, Fantastisches« sind alle ähnlich aufgebaut. Nach einer wirklich kurzen Erklärung des jeweiligen Kapitel-Begriffs, gefühlt in ca. 32 Punkt Schrift auf einer Doppelseite gesetzt, geht es gleich mit einem der klassischen Künstler und Künstlerinnen wie zum Beispiel Michelangelo, Elisabetta Sirani, Francisco Goya, Edgar Degas, Paula Rego, … los. Für jeden Beitrag wird eine Doppelseite genutzt, wie unten auf dem Foto zu erkennen.

5 Elemente bestimmen das Layout: Die Großformatige Ansicht einer Meisterzeichnung (ich bin dankbar, dass hier auch weniger bekannte Werke ausgewählt wurden), ein längerer Text mit Geschichten und Gewohnheiten des Künstlers aus der entsprechenden Zeit mit Bezug und Deutung auf die Meisterzeichnung, eine kurze Vita, Querverweise zu Künstlern im Buch und konkrete Inspirationen zu unserem eigenen Zeichnen. Letzteres steht immer in einem minzfarbenen Kästchen.

Die 5 Elemente finden wir zuverlässig auf jeder Seite wieder. Das ist schön zum Vergleichen der vielen Künstler. Im Fokus stehen für mich die Analyse der Zeichnung im Dialog mit den kreativen Praxistipps, die uns der Autor mit auf den Weg gibt. In diesen Info-Kästchen – mit auffordernden Charakter – erfahren wir etwas über: Komposition, Material, Linienführung, Vorlagen, Töne und vieles mehr. Einige Themen tauchen immer wieder auf, dann jeweils im Bezug auf das entsprechende Werk mit immer neuen Aspekten, Abwandlungen, Übungen, Ideen, Hinweisen und Augenöffnern. Es ist ein praxisorientiertes Buch, denn es muntert uns auf, von den Meistern zu lernen, Techniken zu üben und zu entwickeln, unsere eigene Sprache zu finden in dem wir unser Anliegen auf den Punkt bringen oder mal bewusst »ganz anders betrachten«.

Tatsächlich habe ich mit diesem Buch das Gefühl, den Werken und vor allem den Künstlern, näher zu kommen. Das liegt zum einen an dem wirklich guten visuellen Konzept und zum anderen an der Erzählweise des Autors. Es gelingt ihm sehr gut, mit wenigen Worten, komplexe Räume zu eröffnen. Als Leser blicke ich durch das Meisterwerk und die Analyse hindurch und bin dabei, verstehe den Künstler in seinem Tun, mittendrin in der Zeit, in der er steckt. Hier geschieht das Gegenteil von dem, was in einem Museum geschieht. Keine Unnahbarkeit und Verrätsellung. Es stehen auch nicht einfach nur unterschiedliche Werke und Meister nebeneinander. Künstler, Zeichnungen, Auffassungen, Lebensgeschichten und unterschiedliche Epochen bedingen sich. Ein großes Ganzes. Motivation des Autors ist, dass der Leser dies auch für sich und seine eigene Arbeit entdeckt.


Durch die Analyse einer jeden Zeichnung, entwickelt der Leser mehr und mehr ein konstruktives Verständnis, das die Richtung der eigenen Arbeit verändern kann. (Seite 24)


Das Buch kommt genau richtig, um uns – im Zeitalter von Moodboards – daran zu erinnern, wie wichtig das »Studium der alten Meister« ist. Auch wird deutlich, dass uns heute kein Kanon zur Seite steht. Wir leben in einer Zeit, in der alles möglich und erlaubt ist und genau deshalb aber auch vieles egal erscheint. Wir gehören keiner »Schule« an und wir können uns somit auch GEGEN keine »Schule« richten. Die Lebensgeschichten der vielen Künstler in ihren Epochen, politischen und religiösen Situationen, sind eng verflochten mit entsprechenden Auffassungen von Kunst und Handwerk. Diese kurzen Einblicke in die Ateliers und Lebenslagen sind, im großen Zusammenhang betrachtet, sehr interessant dargestellt und können uns in der persönlichen Entwicklung und Ortung helfen.

Ein Buch für Anfänger und Experten, zum einmal und mehrmals Lesen, zum selber haben wollen und perfekt zum Verschenken. Ein Buch, das man von der ersten bis zur letzten Seite lesen kann. Ebenso gut eignet es sich zum selektivem Studieren und Nachschlagen. Es spricht im Grunde nichts dagegen, dass es in jedem Bücherregal steht.


Extremes Mienenspiel wirkt gezeichnet oft wenig überzeugend, was besonders für das Lachen zutrifft. Lachen geschieht meist nur einen Moment lang. Hält man diesen Ausdruck künstlerisch fest, sieht ihn der Betrachter unnatürlich lange. (Seite142)


Wie fand das Buch zu mir? Ich sah es in Dortmund, in einem Büchertempel, auf einem kleinen Tisch liegen und habe es sofort erworben. Selten, dass ich in »fremden« Buchläden bin und noch seltener geworden sind Spontankäufe. Auf dem Lande ist das Angebot sehr eingeschränkt.

Das Steady Jahreabo ist da!

Liebe Freunde der Postkunst, es ist ab sofort möglich, über Steady ein Jahresabo einzurichten. Das erleichtert einiges und ist kostengünstiger. Bisher war nur eine monatliche Abbuchung möglich, das hat – wegen der vielen kleinen Raten – Paypalgebühren und für einige von euch auch zusätzliche Buchungsgebühren verursacht.

Nun habt ihr die Wahl! Wer uns bereits unterstützt, kann auf unserer Steady-Seite auf »Jahresabo« umstellen. Dann werden nur einmalig pro Jahr Buchungskosten fällig. Beim Abschließen eines neuen Abos könnt ihr per Riegel entscheiden, ob ihr monatlich oder jährlich abrechnen lassen möchtet.

Die Preise werden euch bei der Ansicht der 3 Pakete trasparent dargestellt, schaut einfach mal vorbei.

Wir haben unsere »Dankes« verschickt. Wer keine Post erhalten hat, meldet sich in zwei Wochen bitte bei uns. Wir haben bereits Meldung, dass eine Karte nicht ankam. Das ist traurig. Naja, ein bisschen Hoffnung ist ja noch, dass sie einfach nur eine kleine Deutschlandreise unternimmt …

Es grüßen euch. Michaela und Tabea

Unser Post-Kunst-Dank

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40 Karten und Briefe im Post-Kunst-Werk Outfit sind auf dem Wege zu unseren Abonnentinnen. Oder sind sie schon da? Michaela und ich haben je eine Seite der Dankes-Karten gestaltet. Oben seht ihr Michaelas Schablonendrucke im Entstehen. Ihr Plotter hat unsere Hausschrift perfekt getroffen. Dabei ist uns aufgefallen, dass wir genau die richtige Schrift ausgewählt haben, sie hat keine geschlossenen Punzen. Die Buchstaben sind alle in einem Stück miteinander verbunden, somit eignet sich die Schrift so gut zum Schablonieren.
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Jeder Stapel im Bild (oben) steht für eins unserer drei Pakete, die man bei Steady buchen kann. Ist doch mal interessant, die Gewichtung hier visualisiert zu sehen. Michaelas weiße Grundierung war eine Herausforderung für mich. Was war das genau und wozu dient sie? Sie hat auf jeden Fall einen Bleistift, einen Brushfilzer und mein Fixierspray gefressen. Als Grundlage für kreatives Gestalten schien mir das Ganze recht interessant.
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Die Grundierung ist Gesso, Acrylkreidegrund, damit hatte ich vorher auch noch nicht wirklich gearbeitet, aber es schien mir eine wunderbare Möglichkeit, aus schnöden Graupappen herrliche Mal-Untergründe zu machen. Meine Versuche mit Bleistiften und Filzstiften waren recht vielversprechend, aber ich habe auch nicht 40 Karten beschriftet…. Konnte ja nicht ahnen, dass die Briefmarken darauf nicht kleben…wieder was gelernt!
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Die Anregung einer lieben Postkunst Teilnehmerin, inspirierte uns zu diesen kleinen Collagepapier Paketen. Es hieß, über Musterpapierschnipsel würde frau sich freuen. Hier gibt es also viele kleine Häufchen für die Wertbrief-Abos und zwei große für die Kulturpakete. Das Zusammenstellen hat Spaß gemacht. Es sind Originaldrucke von Michaela, sowie auch eine Auswahl aus ihren gedruckten Bögen, dann Aquarellmuster, Drucke und Tuschewerke von mir. Einiges kennt ihr aus unseren Blogs.
Wir können jetzt schon sagen, Collagenpapier kann man immer gut gebrauchen! Schon sehr bald womöglich! Wir planen gerade etwas sehr Schönes …
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Diese üppig ausgestattete Post haben wir nun exklusiv für die ersten 40 Abos gestaltet. Die Planerei hat sich gelohnt und das »Briefeschreiben« hat Spaß gemacht! Wir arbeiten nun an einem neuen Danke-Konzept für alle noch folgende Unterstützerinnen. Wir informieren euch.
Nun aber endlich »ab die Post!« Wir hoffen, alles kommt gut an und ihr habt eure Freude! 
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Tipp! Din A3 Format ohne Knick verschicken

Nicht nur für unsere diesjährige Frühlingspost wäre es doch schön, große Formate günstig ohne zu knicken zu verschicken, oder? Ich persönlich stand schon öfter mal vor dem Problem. Hier also ein kleiner Tipp:
1. Suche einen Pappumschlag oder eine Kiste, ungefähr im Din C4 Format
Bis 35,3 x 25 cm, einer Höhe von 2 cm und bis zu einem Gewicht von 500g, darf die Post als »Versandtasche« oder »Karton« für 1,45 Euro in den Briefkasten.
Für unsere Technik könnt ihr quasi jeden Umschlagstyp wählen, den ihr gerade zur Verfügung habt, auch flache Umschläge. Wichtig ist, dass sie aus stabiler Pappe gemacht sind.
 
2. Nun benötigst du Wellpappe aus der du eine »Knick-Schutz-Rolle« bildest
  • Die Länge der Rolle sollte mindestens 21 cm betragen, damit ihr sie – in den locker auf DIN A4 zusammengelegten – Din A3 Bogen stecken könnt. Siehe Foto unten.
  • Die Breite des Wellpappstreifens richtet sich danach, wie hoch eure Post werden darf oder soll. In meinem Fall ergab ein 7 cm breites Stück Wellpappe, im aufgerollten Zustand, ca. 1,5 cm Höhe.
  • Wellpappe zurechtschneiden, aufrollen und mit Klebestreifen fixieren. Mit Klebeband am Papierbogen-Rand oder auch direkt an der Bogen-Rückseite fixieren. Es ist wichtig, dass die Rolle fest an der Stelle sitzen bleibt, an der wir den Knick vermeiden möchten.

 

3. Diese Konstruktion legt ihr in euren Wunschumschlag. Die Wellpappe schützt den Bogen vor dem unerwünschten Knick.