114 PostkünstlerInnen sei Dank …

… ist uns ein postkunst- und collagenreicher Sommer sicher! Unsere Anmeldung ist abgeschlossen und sagenhafte 113 Teilnehmerinnen und ein Teilnehmer begleiten uns in 14 Gruppen durch die Sommerpost 2018. Wir freuen uns sehr über euer Interesse! Während die meisten das gerade hippe Collagen Thema begrüßen oder gar ersehnen, gab es auch Anmeldungen mit zurückhaltenden Kommentaren. Also mutige Anmeldungen, offen dem gegenüber, was da kommen mag. Und stellt euch vor, das ist in Ordnung! Es gibt Zeiten, da wirft man sich in den Fluss einer Technik, die einem gerade naheliegt und dann gibt es Zeiten, in denen nimmt man eine Herausforderung an. Damit verbunden, Möglichkeiten der persönlichen Entwicklung durch Verlassen der Komfortzone. Ich gehöre dazu!

Mein erstes Aktiv werden in Sache Collage, das war damals bei einem Blogger Treffen in Köln – genauer: Nippes City. Wir hatten in der Kleinen Fabrik ein wunderschönes, kreatives und kommunikatives Beisammensein. Einige Frauen, mit denen ich bereits seit Jahren eine virtuelle Freundschaft pflegte, sah ich zum ersten Mal. Das war sehr aufregend und auch mal wichtig. Hände schütteln und jemanden beim Reden in die Augen blicken, ist einfach was anderes als zu kommentieren, liken und mailen.

Es wurden Koffer voller Collagenmaterial mitgebracht.

Auf dem ersten Blick (in den Koffer) – für ein ungeschultes Auge – eine wilde Sammlung mit allem Möglichen. Doch ist das so? Ich kam mit leichtem Gepäck angereist und durfte mich bei den Papiersammlungen der Damen bedienen. Schwer viel es mir, weil es eben nicht einfach eine »wilde« Sammlung war, sondern eine »persönliche« Sammlung. Nicht meine Sammlungen. Wenn sie auch sehr ansehnlich und einladend leuchteten und lockten, die Schnipsel.

Katrin grundiert ihr Trägermaterial vorher mit Leim

Die eine arbeitet gern mit Drucksachen aus einem anderen Jahrzehnt und die andere steht auf Buchstaben, Handschriften, Schnittmuster oder Landkarten.

Arbeitsplatz von Miss Herzfrisch

Die eine bevorzugt es, mit fertigen/illustrativen Figuren zu hantieren, während sich die andere lieber ihre Figuren aus selbst gemusterten Mögen schneidet.

Wer werkelt hier wohl? Bitte melden ;o)
Vertraut mit der Technik, füllen sich ganze Künstlerbücher – hier von Michaela

Und was ist dein Ding? Hast du es schon? Suchst du es noch? Ich freue mich übrigens sehr, dass endlich die Fotografie Einzug in die Postkunst hält. Mit dieser können wir nämlich zwei Dinge sehr gut verbinden, einmal das Arbeiten mit konkreten Figuren, Landschaften, Menschen, Tieren, Dingen und zum anderen auch, dass es etwas Eigenes ist. Kein Fundstück aus einem alten Buch oder Magazin und somit kein Material mit fremden Urheber. Unsere Traumreise aus unseren Fotografien. Auch eine Reise für den eigenen Stil.

Erprobt haben wir die Collage bereits in der Frühlingsboten Aktion mit dem Haupt Verlag. Um mich auf diese mir bisher fremde Technik vorzubereiten, habe ich mir die Collagengrundlage selber ermustert. Für mich hat sich gezeigt, dass ich mich wohler fühle, mit eigenen Papieren zu collagieren. Begonnen habe ich so mit mir zwei nahestehenden Techniken … und das zeige ich euch in einem anderen Post …

Bis dahin . eure Tabea